2009-08-26

PR-Schlacht um S�dossetien

--- Nach dem Propaganda-Krieg im Kaukasus im vergangenen Jahr geht die PR-Schlacht um das zwischen Georgien und Russland umk�mpfte Gebiet munter weiter, wie PR Watch berichtet:
"The PR race is not that different from the arms race," writes John Feffer. "Russia, for instance, recently paid nearly $3 million to Ketchum for a six-month media blitz to promote the country's leaders and policies. Georgia has retained Public Strategies, Inc. at $50,000 a month. And the breakaway regions of South Ossetia and Abkhazia have hired Mark Saylor Co. at $30,000 a month.

... Russia paid Ketchum another $2.9 million "for the six months [that] ended May 31," reports O'Dwyer's PR Daily, for outreach to "top-tier global media leaders" highlighting Russia's "leadership and national policies." The Saylor firm is tasked with "explain[ing] how the Russian military saved the civilian population of South Ossetia from Georgian military forces" and countering the "aggressive information war conducted by the Government of Georgia," according to O'Dwyer's. The Moscow Times adds that Los Angeles Times editor-turned-PR executive Mark Saylor promoted South Ossetian "human rights activist Lira Tskhovrebova on a trip to the United States" in December. The U.S. State Department canceled meetings with Tskhovrebova, after it was revealed she had ties to the South Ossetian KGB.

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2008-08-13

Propaganda-Krieg im Kaukasus

--- In den letzten Tagen war im Rahmen der Berichterstattung �ber die undurchsichtigen K�mpfe zwischen Georgien und Russland rund um die Vorherrschaft am Kaukasus und die dortigen Energiereserven auch mal wieder viel zu lesen und zu h�ren von den unabdinglichen Propagandabem�hungen beider Seiten, vom Krieg im Netz und teils gar von "Cyberwar". Spiegel Online etwa hat die Propagandaschlacht um S�dossetien aufgearbeitet:
�bertriebene Opferzahlen, Falschmeldungen �ber Man�ver - im Kaukasus-Konflikt haben sich Georgien und Russland mit Horrormeldungen �berboten. Erstmals hat die Propagandaschlacht auch mit voller Wucht das Internet erfasst, mit Bloggern und Hackern als Soldaten im Cyberkrieg. ... Anna Neistat, Direktorin des Moskau-B�ros von Human Rights Watch (HRW), dr�ckt es so aus: "Der Klammergriff der staatlichen Propaganda ist besorgniserregend." Es sei praktisch unm�glich, "verl�ssliche Informationen �ber aktuelle Entwicklungen und reale Opferzahlen zu bekommen" ... W�hrend die Menschenrechtlerin in ihr Funktelefon spricht, ist sie mit dem Auto unterwegs ins s�dossetische Zchinwali, "um sich selbst ein Bild vom Ausma� der Zerst�rung zu machen". In Berichten �ber die s�dossetische Hauptstadt seien Opferzahlen klar manipuliert worden, sagt Neistat - einzig zum Zweck der kriegerischen Stimmungsmache. ... �bertreibung geh�rte in diesem Krieg zur Informationspolitik: Das russische Staatsfernsehen zeigt zwischen den Nachrichten immer wieder Zusammenschnitte erschreckender Szenen aus S�dossetien, untermalt mit getragener Musik. ... Mit der Verbreitung des Internets hat sich die Propagandaschlacht auch hier weiter zugespitzt - Fachleute sprechen schon vom "Cyberkrieg": Viele georgische Web-Seiten sind seit Tagen nicht mehr erreichbar, schuld sollen russische Hacker sein. Die estnische Regierung k�ndigte inzwischen die Entsendung von Computerspezialisten an, die Georgien im Konflikt mit Russland bei der Abwehr von Online-Angriffen unterst�tzen sollen.




Das georgische Au�enministerium ist inzwischen bei Blogspot untergekommen und meldet von dort seine Propaganda. Dass russische Sender nicht zimperlich sind, beweist dagegen dieses Video von einem �bereifrig in Deckung gehenden Saakaschwili. Insgesamt d�rfte sich Georgiens Pr�sident leicht verkalkuliert haben mit dem Einzugbefehl f�r seine Truppen in S�dossetien. Mehr zum Nebel im Kaukasus-Krieg bei Telepolis und zum angeblichen "Cyberwar" in der taz.

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