2010-01-30

Pentagon entwickelt neue T�uschungsstrategien

--- 2002 legte das Pentagon mit dem geplanten "Office of Strategic Influence" noch eine Bauchlandung hin. Doch seitdem strickt das US-Verteidigungsministerium munter weiter an "Waffen zur Massent�uschung". Jetzt sind Pl�ne f�r die Einberufung einer offen als "Office of Strategic Deception" bezeichneten Propagandaeinheit bekannt geworden:
The Defense Department needs to get better at lying and fooling people about its intentions. That�s the conclusion from an influential Pentagon panel, the Defense Science Board (DSB), which recommends that the military and intelligence communities join in a new agency devoted to �strategic surprise/deception.� Tricking battlefield opponents has been a part of war since guys started beating each other with bones and sticks. But these days, such moves are harder to pull off, the DSB notes in a January report (.pdf) first unearthed by InsideDefense.com. �In an era of ubiquitous information access, anonymous leaks and public demands for transparency, deception operations are extraordinarily difficult. Nevertheless, successful strategic deception has in the past provided the United States with significant advantages that translated into operational and tactical success. Successful deception also minimizes U.S. vulnerabilities, while simultaneously setting conditions to surprise adversaries.� The U.S. can�t wait until it�s at war with a particular country or group before engaging in this strategic trickery, however. �Deception cannot succeed in wartime without developing theory and doctrine in peacetime,� according to the DSB. �In order to mitigate or impart surprise, the United States should [begin] deception planning and action prior to the need for military operations.�

Labels: , , ,

2009-08-26

PR-Schlacht um S�dossetien

--- Nach dem Propaganda-Krieg im Kaukasus im vergangenen Jahr geht die PR-Schlacht um das zwischen Georgien und Russland umk�mpfte Gebiet munter weiter, wie PR Watch berichtet:
"The PR race is not that different from the arms race," writes John Feffer. "Russia, for instance, recently paid nearly $3 million to Ketchum for a six-month media blitz to promote the country's leaders and policies. Georgia has retained Public Strategies, Inc. at $50,000 a month. And the breakaway regions of South Ossetia and Abkhazia have hired Mark Saylor Co. at $30,000 a month.

... Russia paid Ketchum another $2.9 million "for the six months [that] ended May 31," reports O'Dwyer's PR Daily, for outreach to "top-tier global media leaders" highlighting Russia's "leadership and national policies." The Saylor firm is tasked with "explain[ing] how the Russian military saved the civilian population of South Ossetia from Georgian military forces" and countering the "aggressive information war conducted by the Government of Georgia," according to O'Dwyer's. The Moscow Times adds that Los Angeles Times editor-turned-PR executive Mark Saylor promoted South Ossetian "human rights activist Lira Tskhovrebova on a trip to the United States" in December. The U.S. State Department canceled meetings with Tskhovrebova, after it was revealed she had ties to the South Ossetian KGB.

Labels: , , , ,

2009-03-19

Information Warfare wichtiger als herk�mmliche Waffen?

--- Heise online berichtet �ber eine Untersuchung des Historikers Yaniv Levyatan von der Universit�t Haifa �ber Propaganda im Medienkrieg im Gaza-Streifen:
Levyatan schreibt in seiner Studie, die in der Zeitschrift Bitachon Leumi des National Security College erschienen ist, dass Terrororganisationen erhebliche Mittel in den Infowar investieren, "wodurch sie die materielle Kluft zwischen ihnen und ihren konventionell k�mpfenden Kr�ften �berbr�cken k�nnen". Der Info- oder Medienkrieg werde in den neuen und herk�mmlichen Medien und anderen technischen Plattformen wie dem Internet oder Computerspielen gef�hrt. Die Organisationen h�tten im Medienkrieg auch "eingebaute Vorteile". ... Im Grunde schl�gt Levyatan vor, dass der Krieg mit t�dlichen Waffen von einem Krieg mit kulturellen Waffen erg�nzt werden m�sse, um die �ffentlichkeit sowie die Bev�lkerung in den umk�mpften Gebieten gezielt zu beeinflussen oder zu manipulieren: "Information ist eine Waffe. Wie jede Armee in Panzer und Flugzeuge investiert, muss sie auch in Informationswaffen investieren. Die Armee muss F�higkeiten und Geschicklichkeiten in Bereichen wie Computerspiele, Videoclips und Fernsehprogramme entwickeln, die nicht immer als intrinsischer Bestandteil ihrer Aktivit�ten verstanden werden." Wenn man erreiche, durch ein Informationsprodukt dem Gegner zu schaden, dann k�nne dies bei seiner Bek�mpfung wirksamer sein als materielle Gewalt.
Die entsprechende Mitteilung der Universit�t l�uft unter dem Titel: Ideas are sometimes stronger than bombs."

Labels: ,

2008-08-13

Propaganda-Krieg im Kaukasus

--- In den letzten Tagen war im Rahmen der Berichterstattung �ber die undurchsichtigen K�mpfe zwischen Georgien und Russland rund um die Vorherrschaft am Kaukasus und die dortigen Energiereserven auch mal wieder viel zu lesen und zu h�ren von den unabdinglichen Propagandabem�hungen beider Seiten, vom Krieg im Netz und teils gar von "Cyberwar". Spiegel Online etwa hat die Propagandaschlacht um S�dossetien aufgearbeitet:
�bertriebene Opferzahlen, Falschmeldungen �ber Man�ver - im Kaukasus-Konflikt haben sich Georgien und Russland mit Horrormeldungen �berboten. Erstmals hat die Propagandaschlacht auch mit voller Wucht das Internet erfasst, mit Bloggern und Hackern als Soldaten im Cyberkrieg. ... Anna Neistat, Direktorin des Moskau-B�ros von Human Rights Watch (HRW), dr�ckt es so aus: "Der Klammergriff der staatlichen Propaganda ist besorgniserregend." Es sei praktisch unm�glich, "verl�ssliche Informationen �ber aktuelle Entwicklungen und reale Opferzahlen zu bekommen" ... W�hrend die Menschenrechtlerin in ihr Funktelefon spricht, ist sie mit dem Auto unterwegs ins s�dossetische Zchinwali, "um sich selbst ein Bild vom Ausma� der Zerst�rung zu machen". In Berichten �ber die s�dossetische Hauptstadt seien Opferzahlen klar manipuliert worden, sagt Neistat - einzig zum Zweck der kriegerischen Stimmungsmache. ... �bertreibung geh�rte in diesem Krieg zur Informationspolitik: Das russische Staatsfernsehen zeigt zwischen den Nachrichten immer wieder Zusammenschnitte erschreckender Szenen aus S�dossetien, untermalt mit getragener Musik. ... Mit der Verbreitung des Internets hat sich die Propagandaschlacht auch hier weiter zugespitzt - Fachleute sprechen schon vom "Cyberkrieg": Viele georgische Web-Seiten sind seit Tagen nicht mehr erreichbar, schuld sollen russische Hacker sein. Die estnische Regierung k�ndigte inzwischen die Entsendung von Computerspezialisten an, die Georgien im Konflikt mit Russland bei der Abwehr von Online-Angriffen unterst�tzen sollen.




Das georgische Au�enministerium ist inzwischen bei Blogspot untergekommen und meldet von dort seine Propaganda. Dass russische Sender nicht zimperlich sind, beweist dagegen dieses Video von einem �bereifrig in Deckung gehenden Saakaschwili. Insgesamt d�rfte sich Georgiens Pr�sident leicht verkalkuliert haben mit dem Einzugbefehl f�r seine Truppen in S�dossetien. Mehr zum Nebel im Kaukasus-Krieg bei Telepolis und zum angeblichen "Cyberwar" in der taz.

Labels: , , , , , ,

2008-04-05

NATO startet Propaganda-TV im Netz

--- Nach Al-Qaida-TV etc. gibt es jetzt p�nktlich zum Gipfel des Militr�b�ndnisses auch einen Online-Propaganda-Sender der NATO:
De Hoop Scheffer und Rasmussen starteten den b�ndniseigenen Internetfernsehsender Natochannel.tv. Generalsekret�r De Hoop Scheffer sprach anl�sslich des Launches von einem "Schritt von der Steinzeit ins 21. Jahrhundert�. Die Website, die haupts�chlich von der d�nischen Regierung bezahlt wird, will eine Antwort auf die erfolgreiche �ffentlichkeitsarbeit vieler Terrorgruppen sein. ... Sie zeigen beispielsweise wie tschechiche Soldaten durch die W�ste um Kabul fahren. Der Zuschauer blickt auf die trockene afghanische Ebene, ab und an rollen Land Rover durchs Bild. All das unterlegt die Nato mit kitschigen Ethno-Kl�ngen. Ein weiterer Bericht lobt das Engagement der Milit�rs f�r die Bildung von Frauen und M�dchen. ... Der smarte Nato-Sprecher James Appathurai bekommt im Kanal sein eigenes Videoblog. Darin darf er mitteilen, was die westliche Presse in Afghanistan bislang alles fehlinterpretiert habe. Sie solle sich besser auf die Fortschritte des Einsatzes konzentrieren. Als Zielgruppe f�r Nato-TV hat das B�ndnis nicht die allgemeine �ffentlichkeit im Visier. Der Internetkanal richtet sich in erster Linie an Fernsehstationen. Sie sollen Videomaterial �ber die Milit�roffensive der Isaf-Schutztruppe in Afghanistan herunterladen und �ber ihre Kan�le verbreiten. "Wir wollen Geschichten zeigen, die man woanders so nicht sehen w�rde�, hei�t es im Trailer auf der Website.
Aber Achtung: die Video-Applikation basiert auf Windows Media Player und die NATO-Propagandisten haben es noch nicht geschafft, ein echtes Sehvergn�gen auf anderen Plattformen wie Mac oder Linux zu erm�glichen.

Labels: , , , , ,

2008-03-18

US-Propaganda-Operationen gegen al-Qaida

--- Die New York Times berichtet, dass sich die US-Regierung gezielt auf einen Gegenfeldzug zur islamistischen Propaganda im Internet eingelassen hat:
Interviews with more than two dozen senior officials involved in the effort provided the outlines of previously unreported missions to mute Al Qaeda�s message, turn the jihadi movement�s own weaknesses against it and illuminate Al Qaeda�s errors whenever possible. A primary focus has become cyberspace, which is the global safe haven of terrorist networks. To counter efforts by terrorists to plot attacks, raise money and recruit new members on the Internet, the government has mounted a secret campaign to plant bogus e-mail messages and Web site postings, with the intent to sow confusion, dissent and distrust among militant organizations, officials confirm. ...

Terrorists hold little or no terrain, except on the Web. �Al Qaeda and other terrorists� center of gravity lies in the information domain, and it is there that we must engage it,� said Dell L. Dailey, the State Department�s counterterrorism chief. Some of the government�s most secretive counterterrorism efforts involve disrupting terrorists� cyberoperations. In Iraq, Afghanistan and Pakistan, specially trained teams have recovered computer hard drives used by terrorists and are turning the terrorists� tools against them. �If you can learn something about whatever is on those hard drives, whatever that information might be, you could instill doubt on their part by just countermessaging whatever it is they said they wanted to do or planned to do,� said Brig. Gen. Mark O. Schissler, director of cyberoperations for the Air Force and a former deputy director of the antiterrorism office for the Joint Chiefs of Staff. Since terrorists feel safe using the Internet to spread ideology and gather recruits, General Schissler added, �you may be able to interfere with some of that, interrupt some of that.� �You can also post messages to the opposite of that,� he added. Other American efforts are aimed at discrediting Qaeda operations
Hat ja offenbar ne Weile gedauert, bis sich derlei Gegenma�nahmen rumgesprochen haben. Auf jeden Fall besser als st�ndige Rufe nach mehr �berwachung aller im Netz, wie sie hierzulande en vogue sind.

Labels: , , , ,

F�nf Jahre Irak-Krieg - auch im Netz

--- Es j�hrt sich mal wieder der Beginn des Irak-Krieges - und auch wenn es da wenig zu feiern gibt, erh�ht sich zwangsweise mal wieder das Medieninteresse. AP etwa berichtet �ber den Krieg im Internet - allerdings mit sehr eingeschr�nktem Fokus auf die Milblogger:
The black-shrouded Web site opens with a soldier's silhouette and the pounding rhythm of Nine Inch Nails: ''Into the fire you can send us,'' the words go. ''From the fire we return.'' This is the Unlikely Soldier's blog, where a young infantryman known as The Usual Suspect rants and shares his experiences in what soldiers call The Sandbox. ''One year ago,'' when his unit first arrived in Iraq, ''we were nervous and excited and apprehensive. Ready to do this. Green as snot. I was all sorts of optimistic, thinking we were going to do great things and kick lots of ass, GI Joe hero type (expletive). That we could be cool with the people, and bring the hammer down on the baddies.'' Then, every soldier's nightmare: ''A low rumble shakes my Stryker (armored vehicle), and two of our guys are killed by an IED while they were dismounted. ''People emerged from their houses and cheered.'' This is the war in 2008 -- coming to a computer near you. Wars have often been defined by the new technologies that shaped them. The Civil War was the first photographed conflict in U.S. history, news of World War II was delivered by movie news reels, television made Vietnam the living room war and Desert Storm was the first war broadcast live by satellite. Historians will likely remember Operation Iraqi Freedom as iWar v1.0. The Web has done more than quicken reporting from the battlefield; it has made war interactive. Al-Qaida militants, conservative bloggers, peace activists, Iraqi civilians and the U.S. military all use the Internet to distribute their versions of the truth. They often engage in e-mail debates, but more often sink to slurs and threats when challenging an opposing point of view. ... Rear Adm. Gregory Smith, the top military spokesman in Iraq, insists that blogging soldiers need not worry, as long as they follow the same rules as embedded journalists and do not reveal information that could endanger operations or lives.
Keine Zensur, alles klaro, genauso wie f�r George "Mission l�ngst accomplished" Bush und seinen Adlaten Dick Cheney, der gerade auf Promo-Tour vor Ort ist: it has been a difficult, challenging but nonetheless successful endeavor ... and it has been well worth the effort. Dabei hat inzwischen auch das Pentagon best�tigt, dass die vom Wei�en Haus erfundenen Verkn�pfungen zwischen Saddam Hussein und Al-Qaida M�rchen waren. Interessant auch, wie gro�e europ�ische TV-Sender Meinungsumfragen zur Zukunft des Irak auslegen: Der Eindruck entsteht, dass die BBC eine Periode von drei Jahren und die ARD sicherheitshalber nur von zwei Jahren herangezogen haben, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Da sage noch einer, die Medien w�rden alles nur schlecht reden wollen. Wenn man sich die Zahlen aus fr�heren Umfragen anschaut, dann haben 2005 noch 71 Prozent und 2004 70 Prozent gesagt, dass es ihnen pers�nlich sehr gut oder gut gehe. Immerhin sind das 15 Prozent mehr als im M�rz 2007.

Labels: , , , ,

2008-01-12

Aus Kriegssimulation im Golf wird fast Wirklichkeit

--- Der Zusammenstoss zwischen iranischen Schnellbooten und US-amerikanischen Zerst�rern in der Stra�e von Hormus hatte ein interessantes Vorspiel, berichtet die New York Times:
There is a reason American military officers express grim concern over the tactics used by Iranian sailors last weekend: a classified, $250 million war game in which small, agile speedboats swarmed a naval convoy to inflict devastating damage on more powerful warships. In the days since the encounter with five Iranian patrol boats in the Strait of Hormuz, American officers have acknowledged that they have been studying anew the lessons from a startling simulation conducted in August 2002. In that war game, the Blue Team navy, representing the United States, lost 16 major warships � an aircraft carrier, cruisers and amphibious vessels � when they were sunk to the bottom of the Persian Gulf in an attack that included swarming tactics by enemy speedboats. �The sheer numbers involved overloaded their ability, both mentally and electronically, to handle the attack,� said Lt. Gen. Paul K. Van Riper, a retired Marine Corps officer who served in the war game as commander of a Red Team force representing an unnamed Persian Gulf military. �The whole thing was over in 5, maybe 10 minutes.�

If the attacks of Sept. 11, 2001, proved to the public how terrorists could transform hijacked airliners into hostage-filled cruise missiles, then the �Millennium Challenge 2002� war game with General Van Riper was a warning to the armed services as to how an adversary could apply similar, asymmetrical thinking to conflict at sea. General Van Riper said he complained at the time that important lessons of his simulated victory were not adequately acknowledged across the military. But other senior officers say the war game and subsequent analysis and exercises helped to focus attention on the threat posed by Iran�s small, fast boats, and helped to prepare commanders for last weekend�s encounter.

In the simulation, General Van Riper sent wave after wave of relatively inexpensive speedboats to charge at the costlier, more advanced fleet approaching the Persian Gulf. His force of small boats attacked with machine guns and rockets, reinforced with missiles launched from land and air. Some of the small boats were loaded with explosives to detonate alongside American warships in suicide attacks. That core tactic of swarming played out in real life last weekend, though on a much more limited scale and without any shots fired.
Und sonst: Die gro�e Koalition sollte endlich einpacken: "Die Union kann mich mal!" Der Streit in der Gro�en Koalition eskaliert: SPD-Fraktionschef Struck provoziert im Konflikt um Jugendgewalt mit drastischen Worten - nachdem CDU und CSU ihn wegen eines Angriffs auf Koch als "infam, absto�end, perfide" beschimpft hatten.

Labels: , , , , ,

2007-10-21

Terror-Websites raus aus dem Netz?

--- Die New York Times beleuchtet mal wieder Fragen des Umgangs mit islamistischen Propaganda-Seiten und sieht Versuche, diese aus dem Netz zu verbannen, skeptisch:
One by one, starting a few weeks ago, 40 militant Islamist Web sites got knocked off the Internet. Gone were some of the world�s most active jihadi sites, with forums full of extremist chatter. This disappearance mystified American counterterrorism officials. They hadn�t shut them down, they knew, so who had? Happily claiming credit for the jihadi blackout is a Christian-Lebanese engineer named Joseph G. Shahda, who is waging a private, and passionate, war on terrorism from his home near Boston. �These sites are very, very dangerous,� Mr. Shahda said. �And I think we should keep going after them. They are used as recruiting tools for terrorists, arousing emotions, teaching how to hate.� Except it�s not quite that simple, when you talk to some terrorism experts. Mr. Shahda�s one-man operation highlights the tension over what to do about online jihadi militancy � a tension that has grown along with the material. Perhaps it�s better to shut it down, and try to prosecute those involved. Or maybe the material should be left up, as a way to learn something valuable in the larger battle against terrorists. �There�s a lot to be gained by watching these sites,� said Brian Fishman, a senior associate at the Combating Terrorism Center at the United States Military Academy at West Point. One thing not in dispute is the sheer volume of the material. Al Qaeda has begun issuing videotapes as often as twice a week, while insurgents in Iraq pump them out daily, and the blood-drenched images appear on several thousand militant Web sites that now include upward of 100 in English. Public concern rose a notch last week when The New York Times reported that one of the most popular English-language sites was run by a 21-year-old Qaeda enthusiast named Samir Khan from his parents� home in North Carolina. Mr. Khan has done so since late 2005, unchallenged by law enforcement authorities. �Isn�t there anything this fellow can be charged with, or is he completely free to aid the global jihad from North Carolina and give interviews to The New York Times?� Robert Spencer wrote on his site, Jihad Watch. But those who are reading Mr. Khan�s blog include officials at the Combating Terrorism Center who, since last year, have been training F.B.I. agents and analysts with the government�s joint terrorism task forces. Center officials say Mr. Khan�s blog yielded confirmation of an important discovery: that a host of militant sheiks and scholars, dead and alive, are today far more influential than Osama bin Laden. These men include Abdullah Yusuf Azzam, a mentor of Mr. bin Laden�s who promoted global jihad with his writings until his death in 1989, and the center�s findings helped the authorities conclude that Al Qaeda is but part of a larger, and diffuse, ideological movement. Similar efforts to monitor online jihadists are under way in cities like Berlin, where intelligence and law enforcement officials have created a new multi-agency Internet center, and New York, where the police department this summer published a report on Islamic extremism that drew from the department�s online sleuthing.
Und sonst: Neues zum Thema Infowar: "Die erste Schlacht in den Kriegen der Zukunft geht um die Kontrolle des Cyberspace". Die US-Luftwaffe sieht den Cyberspace als Erweiterung des Luft- und Weltraums an und erkl�rt das Cyberkommando zur wichtigsten Streitkraft.

Labels: , , ,

2007-08-11

"Sch�ner T�ten" im Hightech-Krieg

--- Die S�ddeutsche Zeitung berichtet von der Konferenz "Unmanned Systems 2007":
"Hi, ich hei�e Mark, und wir stellen hier die Killerbiene vor." Der "Networking-Lunch" auf der Jahreskonferenz der Association for Unmanned Vehicle Systems in Washington ist in vollem Gange, und Mark Page schmiert sich Mayonnaise auf das Schinkensandwich, das Israel Aerospace Industries gesponsert hat. Die "Killer Bee" ist ein futuristisches Karbon-Flugzeug mit drei Metern Spannweite. "Sie fliegt Aufkl�rungseins�tze, kann Waffen tragen, und sie macht sehr, sehr viel Spa�. Wie fast alles hier." Page weist mit einer kleinen Handbewegung auf die riesige Halle des Konferenzzentrums. Hunderte Flugzeuge neigen sich Richtung Decke, Armeetrucks parken zwischen Zimmerpalmen, und immer wieder k�ndet aufgeregtes Surren vom Nahen eines Roboters, der �ber den Teppich rollt. "Na, kleiner Kerl?" Schon in Bosnien setzte das amerikanische Milit�r Roboter ein, um Bomben zu beseitigen. Rund um die Uhr schie�en unbemannte Predators mit ihren Raketen auf Ziele im Irak, gesteuert von Soldaten, die in bequemen B�ros in Las Vegas sitzen und nach der Arbeit mit ihren Kindern im Garten spielen. Nun sollen die immer autonomeren Waffen wirklich anpacken. Ab 2015, so sieht es das Konzept "Future Combat System" vor, soll das, was langweilig, schmutzig und gef�hrlich ist, so weit wie m�glich von unbemannten Systemen erledigt werden. Patrouille fahren also, Sands�cke schleppen - und schie�en. Wie diese neuen "Ko-Kombattanten" aussehen und der Krieg, der mit ihnen gef�hrt werden wird, das l�sst sich nirgends besser erleben als hier. Noch vor wenigen Jahren war die Messe kaum mehr als ein Erfindertreff. Heute w�lzen sich 4000 Teilnehmer an 290 St�nden vorbei. Die Kampfmaschinen hei�en SWORD und DAGR, Crusher, Spector und Protector, Voyeur und GoldenEye, Black Knight und Shadow. Schon die Namen verraten, wie unverbl�mt die Industrie die ideelle Heimat ihrer Produkte in der Science-Fiction- und Superhelden-Mythologie ansiedelt. Obwohl es in der Halle von patriotischer Ikonographie und sonoren Bekenntnissen zum "War on Terror" nur so trieft, obwohl wenig von dem, was hier gezeigt ist, ohne 9/11, Bush und den Irakkrieg m�glich scheint, weht die Faszination des Phantastischen durch die Halle und zeichnet ein kindliches L�cheln auf viele Gesichter. Die Er�ffnungsshow findet drei Stunden entfernt auf dem Navy-St�tzpunkt Webster Field in Maryland statt. "Es sieht so aus, als haben wir ein paar Terroristen, die in unser Land eindringen wollen", kl�rt der joviale Moderator Frank Kingston Smith die eben erst vom Parkplatz Gekommenen auf. Das d�rre Szenario muss gen�gen, die Parade von an die 30 Flugsystemen und Robotern zu motivieren. "Ich kann ihnen sagen, ich bin heilfroh, dass Global Hawk sie schon entdeckt hat", donnert Smith. "Jetzt soll Fire Scout rausfinden, was sie vorhaben." Der unbemannte Hubschrauber schnurrt in den feuchten Dunst �ber der Chesapeake Bay, w�hrend die Zuschauer unter den Fl�geln des X-47B UCAS von Northrop Grumman vor der stechenden Sonne Schutz suchen. Der anthrazitfarbene Vogel ist nicht mehr als eine gezackte Scheibe, ein d�steres, bildsch�nes St�ck Design wie aus einem anderen Jahrtausend.

... Jerry Burdett, ein auf die 70 zugehender Ingenieur vom Unmanned-Vehicle-Programm der Marines, ist skeptischer: "Je gr��er die Distanz zwischen Soldat und Ziel, desto problematischer wird es. Es gibt Leute, die kalt werden. Man sieht das heute schon, und deshalb werden Menschen ohne Grund umgebracht. Ich hoffe, die Entwicklung geht nicht hin zu einem Krieg wie aus �Terminator�. Aber ich f�rchte, wir werden genau das erleben."

... Soweit w�rde David Anhalt von SAIC nicht gehen. "Peng" macht es, und ein blauer Werbesoftball jagt in die Menge, doch gefeuert hat nicht das Gewehr, das er grinsend in der Hand h�lt, sondern das des Roboters, der jede von Anhalts Bewegungen genau nachvollzieht. Ganze Roboterteams schie�en genau dorthin, wohin der Soldat schie�t. Folgt ein Roboter zwei Soldaten, errechnet er einen Mittelwert aus den Zielen beider. Und wer von beiden ist dann f�r den ungewollten Tod des Kindes verantwortlich? "Wir sind Technologen. Die rechtlichen Fragen muss sp�ter jemand anders kl�ren."
Mehr zu der Konferenz (aus Polizeisicht) bei CNet News.

Labels: , , ,

2007-06-18

OhmyNews: Schw�chelt der B�rger-Journalismus?

--- Die LA Times widmet sich dem Modell Citizen Journalism am bekannten Beispiel OhmyNews in S�dkorea, das ja Vorbild etwa f�r die Readers Edition der Netzeiung oder Wikinews war (von denen man nicht so viel h�rt), und arbeitet dabei auch einige Schattenseiten des B�rger-Journalismus heraus:
Although traditional newspapers and magazines around the world are cutting jobs amid declining circulation and a shift toward the Internet, OhmyNews continues to recruit. It currently has a reporting corps of 50,000. The company's motto, posted outside its crammed office in central Seoul, is a big help-wanted sign: "Every citizen can be a reporter." The experiment has been lauded by the Economist and other publications. OhmyNews' founder and chief executive, Oh Yeon-ho, a onetime writer for a dissident magazine, has traveled the globe extolling the virtues of "participatory citizens' journalism" and offering a new business model for a struggling industry. "I find some universal applicability in the OhmyNews model," says the wiry 42-year-old. But as the news service has matured, a bit of the sheen has worn off. The headline on OhmyNews' story could be "Business Is Depressed, Readership Is Down and Backers Are Worried." After making a big splash during South Korea's 2002 presidential elections, the company lost money last year on revenue of about $6 million, most of it from ads. Its readership, as measured by page views on the Internet, has fallen to about 1.5 million a day, from a peak of 20 million five years ago. Last summer OhmyNews expanded into Japan, with $11 million of financing from Tokyo-based investment giant Softbank Corp., but neither that site nor the English-language international site has come close to matching OhmyNews' performance in South Korea. "My personal feeling is the future is not bright," says Yoon Young-chul, a journalism professor at Yonsei University in Seoul. "Its impact has been decreased." In some ways, OhmyNews is a victim of its own success. It was a pioneer of citizen journalism, but its ideas of engaging readers, particularly younger ones, have been co-opted by rival news purveyors in South Korea and all the way to CNN and the BBC. Mainstream media websites, including that of the Los Angeles Times, now post videos, photos and comments from the public. But OhmyNews has encountered other problems. It has faced questions of credibility, partly because of its liberal bent and its army of nonprofessional reporters. In one instance, an advertising agent and citizen reporter wrote a story promoting a company that, it was later discovered, was one of his clients, prompting Oh to issue a public apology. Oh declined to comment about that incident, but in an e-mail reply he said citizen reporters were required to reveal their association with clients. Reporters must also use their real names on stories and promise to abide by an ethics code similar to those of other news-gathering organizations. Thus far, the company says, only a few stories written by citizen reporters have been involved in legal disputes. ... To broaden its appeal, though, OhmyNews is devoting more resources to reporting on the economy and other topics. Oh is offering Journalism 101 classes to citizen reporters and trying to improve collaboration between the company's amateurs and professionals. OhmyNews has created a "panic button" online that citizen reporters can tap to talk with editors about what's happened to their stories. About 30% of submissions are rejected. ... Citizen reporters can't make a living working for OhmyNews. The company pays no more than $22 per submission, though readers can contribute as much as $54 at a time for a story they like through a tip-jar system, a la PayPal. Kim Young-oak, a Harvard-trained classics scholar, holds the record: More than $30,000 poured in after he wrote an article questioning the logic and wisdom of moving the nation's capital outside Seoul.
Passend dazu: Die USA suchen nach einer Definition f�r Journalisten und die damit einhergehenden Rechte: "Freier Fluss der Informationen" droht der US-Regierung zu breit zu werden. Der demokratische Repr�sentantenhaus-Abgeordnete Frederick Boucher hat mit dem Free Flow Information Act of 2007 einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der dem US-Justizministerium in seiner derzeitigen Fassung zu weit geht. Mit dem Gesetz sollen Journalisten davor bewahrt werden, Ermittlungsbeh�rden ihre Informanten preiszugeben, um den "freien Fluss der Informationen" zu gew�hrleisten. Ausnahmen gelten beispielsweise bei "Gefahren f�r die nationale Sicherheit". ... An diesem Punkt �berlappen die Argumente mit einigen, die in der Diskussion f�r und wider "B�rgerjournalismus" vorgef�hrt werden. Auch jener, der nicht daf�r bezahlt werde, der �ffentlichkeit aber wichtige Informationen �berbringe, bet�tige sich als Journalist. Insofern m�ssten auch Blogger unter das Gesetz fallen, meinen Bef�rworter von Bouchers Entwurf..

Ein recht dreister Media-Hack: Als das b�hmische Riesengebirge am gestrigen Sonntagmorgen inmitten einer Atombombenexplosion verging, d�rfte einigen Zuschauern des tschechischen Fr�hst�cksfernsehens im �ffentlich rechtlichen Sender CT2 wohl das Br�tchen im Halse stecken geblieben sein. Gl�cklicherweise stellte sich das Ganze als F�lschung der K�nstlergruppe Ztohoven heraus. Die hatten sich �ber das Internet in eine Kamera respektive einen Kameraserver gehackt, der im Rahmen des fr�hmorgendlichen Panoramafernsehens Bilder des Riesengebirges lieferte. Ausschnitte bei YouTube.

Auch das noch: Das ultimative �berwachungstool f�r Netzwerke. Strategen der US-Luftwaffe entwickelten ein wahrhaft futuristisches Konzept eines "Cyber-Fahrzeugs", um im virtuellen Medium ebenso pr�sent zu sein wie in der Luft, auf dem Boden, auf See oder im Weltraum.

Lobbying the "Googley Way": Google sucht offene Lobbying-Strategie und hat dazu ein "Public Policy Blog" ins Leben gerufen.

Labels: , , , , ,

2007-06-14

Zuwachs im terror.web

--- Spiegel Online berichet �ber Zuwachs im terror.net bzw. terror.web:
Terror im Internet ist ein Mega-Thema. Zu Recht, denn es gibt l�ngst tausende dschihadistische Websites. Ausgerechnet al-Qaida ist dabei allerdings zur�ckhaltend: Weder die Zentrale, noch die Filialen haben eigene Homepages. Neuerdings gibt es jedoch eine Ausnahme. Denn seit einer Woche sind die Dschihadisten der "Organisation al-Qaida im islamischen Westen" online erreichbar. Der Nordafrika-Ableger ist - nach Etablierung der Filialen in Saudi-Arabien (um 2002) und Irak (2004) - der j�ngste Zuwachs zu Bin Ladens Terrornetzwerk. Allerdings handelt es sich um keine Neugr�ndung: Al-Qaida im Maghreb (so der Name auf Arabisch, die Truppe selbst k�rzt sich "AQIM" ab) ist die Nachfolgeorganisation der algerischen GSPC und nannte sich Anfang 2007 um. ... Die AQIM, muss man vielleicht erg�nzen, ist schlie�lich nicht irgendeine kleine, dahergelaufene Terrorzelle - sie f�hrte erst im April einen verheerenden Terroranschlag in Algier durch, dem 24 Menschen zum Opfer fielen. Au�erdem ist sie ein Sammelbecken auch f�r Dschihadisten in den Nachbarl�ndern Marokko und Tunesien. Und schlie�lich stellen Algerier einen hohen Anteil unter jenen Terroristen oder verhinderten Terroristen, die sich Europa als Ziel ausgesucht hatten. Nat�rlich ist der Aussagewert der Bilder begrenzt. Aber immerhin: Man sieht dutzende M�nner, die mit schweren Waffen trainieren, etwa mit Granatwerfern. Sie durchqueren Fl�sse, sie robben durch Wald und W�ste, sie arbeiten in Zelten an Laptops, sie pr�parieren Sprengs�tze. Das alles macht einen wesentlich ernsthafteren, ja professionelleren Eindruck als zum Beispiel eine j�ngst ver�ffentlichte Bilderserie der im Libanon operierenden "Fatah al-Islam" ... Dass es �berhaupt eine AQIM-Website gibt, verdeutlicht �brigens, dass mittlerweile jede Qaida-Filiale vorgeht, wie sie es f�r am besten h�lt - ohne Einflussnahme von "oben", also der ehemaligen Zentrale um Osama Bin Laden und Aiman al-Sawahiri. Die Zentrale hatte �brigens nie eine eigene Website. Nur einzelne Qaida-Kader brachten Qaida-nahe Inhalte ab 1996 eigenst�ndig ins Netz, so etwa der mittlerweile get�tet Abd al-Aziz al-Mukrin mit neda.com.
Genug Arbeit auf jeden Fall f�r die mit neuen Befugnissen ausger�steten Eurocops bei Europol mit ihrem Projekt Check the Web.

Und sonst: Der Kampf um die Cyber-Dominanz: "Cyber Command" soll �berlegenheit der USA im Cyberspace sichern. Das Pentagon f�rchtet, China k�nnte die USA im Cyberspace milit�risch �berrunden. Daher richtet die US-Luftwaffe ein neues "Cyber Command" ein, um die "Informations�berlegenheit" zu gew�hrleisten.

Labels: , , ,

2007-05-29

Erster echter Cyberwar gegen Estland?

--- �ber die "terroristischen" digitalen Angriffe auf estnische Server ist ja schon einiges berichtet worden und es stellte sich die Frage, ob da nicht auch ein wenig �bertreibung im Spiel war. Die New York Times fasst den Ablauf der Ereignisse bisher heute noch einmal zusammen und meint, dass es sich um den ersten echten Cyberwar gehandelt haben k�nnte. Davon war bei fr�heren Auseinandersetzungen etwa zwischen israelischen und pal�stinensischen oder chinesischen und taiwanesischen Crackern aber auch schon des �fteren die Rede:
What followed was what some here describe as the first war in cyberspace, a monthlong campaign that has forced Estonian authorities to defend their pint-size Baltic nation from a data flood that they say was set off by orders from Russia or ethnic Russian sources in retaliation for the removal of the statue. The Estonians assert that an Internet address involved in the attacks belonged to an official who works in the administration of Russia�s president, Vladimir V. Putin. The Russian government has denied any involvement in the attacks, which came close to shutting down the country�s digital infrastructure, clogging the Web sites of the president, the prime minister, Parliament and other government agencies, staggering Estonia�s biggest bank and overwhelming the sites of several daily newspapers. �It turned out to be a national security situation,� Estonia�s defense minister, Jaak Aaviksoo, said in an interview. �It can effectively be compared to when your ports are shut to the sea.� Computer security experts from NATO, the European Union, the United States and Israel have since converged on Tallinn to offer help and to learn what they can about cyberwar in the digital age. �This may well turn out to be a watershed in terms of widespread awareness of the vulnerability of modern society,� said Linton Wells II, the principal deputy assistant secretary of defense for networks and information integration at the Pentagon. �It has gotten the attention of a lot of people.� ... When the first digital intruders slipped into Estonian cyberspace at 10 p.m. on April 26, Mr. Aarelaid figured he was ready. He had erected firewalls around government Web sites, set up extra computer servers and put his staff on call for a busy week. By April 29, Tallinn�s streets were calm again after two nights of riots caused by the statue�s removal, but Estonia�s electronic Maginot Line was crumbling. In one of the first strikes, a flood of junk messages was thrown at the e-mail server of the Parliament, shutting it down. In another, hackers broke into the Web site of the Reform Party, posting a fake letter of apology from the prime minister, Andrus Ansip, for ordering the removal of the highly symbolic statue. At that point, Mr. Aarelaid, a former police officer, gathered security experts from Estonia�s Internet service providers, banks, government agencies and the police. He also drew on contacts in Finland, Germany, Slovenia and other countries to help him track down and block suspicious Internet addresses and halt traffic from computers as far away as Peru and China. The bulk of the cyberassaults used a technique known as a distributed denial-of-service attack. By bombarding the country�s Web sites with data, attackers can clog not only the country�s servers, but also its routers and switches, the specialized devices that direct traffic on the network. To magnify the assault, the hackers infiltrated computers around the world with software known as bots, and banded them together in networks to perform these incursions. The computers become unwitting foot soldiers, or �zombies,� in a cyberattack. In one case, the attackers sent a single huge burst of data to measure the capacity of the network. Then, hours later, data from multiple sources flowed into the system, rapidly reaching the upper limit of the routers and switches. ... In the early hours of May 9, traffic spiked to thousands of times the normal flow. May 10 was heavier still, forcing Estonia�s biggest bank to shut down its online service for more than an hour. Even now, the bank, Hansabank, is under assault and continues to block access to 300 suspect Internet addresses. It has had losses of at least $1 million. Finally, on the afternoon of May 10, the attackers� time on the rented servers expired, and the botnet attacks fell off abruptly. All told, Arbor Networks measured dozens of attacks. The 10 largest assaults blasted streams of 90 megabits of data a second at Estonia�s networks, lasting up to 10 hours each.
Und sonst: Irak spukt immer mehr Dschihad-Anh�nger aus: Militants Widen Reach as Terror Seeps Out of Iraq. The Iraq war, which for years has drawn militants from around the world, is beginning to export fighters and the tactics they have honed in the insurgency to neighboring countries and beyond, according to American, European and Middle Eastern government officials and interviews with militant leaders in Lebanon, Jordan and London.

Nicht unterzukriegen: Berlusconi siegt bei Regionalwahlen. Bei den italienischen Kommunal- und Provinzwahlen hat das Mitte-Rechts-Lager von Oppositionschef Silvio Berlusconi deutliche Gewinne verbucht.

Die etwas anderen Citizen-Reporter: Leser sollen "Bild" besser machen. Die "Bild" will mehr auf ihre Leser h�ren und gr�ndet einen Leserbeirat. Dieser soll die Redaktion �ber Interessen, Sorgen und Probleme informieren. Wer Mitglied werden will, muss zun�chst einen Fragebogen ausf�llen - und damit seine Loyalit�t unter Beweis stellen.

Labels: , , , , , ,

2007-05-24

Future Force Warrior macht Fortschritte

--- Die neue, mit tragbarer Computertechnik vollgestopfte Uniform der US-Armee, die seit 2001 unter dem Aufh�nger Future Force Warrior entwickelt wird, soll bald einsatzbereit sein:
Mini-Computer am G�rtel, digitale Landkarte in der Schutzbrille und eine wirklich kugelsichere Weste: Mit einem Hightech-Kampfanzug sollen US-Soldaten k�nftig in den Krieg ziehen. Der Prototyp wird jetzt in einer Geisterstadt getestet. ... Nun steht in Fort Dix (US-Bundesstaat New Jersey) die erste richtige Bew�hrungsprobe bevor: 40 Soldaten werden den Anzug zwei Monate lang in Komplettausstattung testen und vor allem das neue digitale Netzwerk der Uniformen auf die Probe stellen. In der zweiten H�lfte werden sich die Probanden daf�r - aufgeteilt in "US-Armee" und "Feind" - in der Geisterstadt von Fort Dix bekriegen. ... Die neue kugelsichere Weste ist zehn Prozent gr��er, sie sch�tzt nun auch die Seiten des Oberk�rpers und die untere Bauchregion. "Diese R�stung stoppt jedes Maschinengewehr-Feuer", sagt Jean-Louis DeGay, der Equipment-Spezialist des Teams. Ein Soldat k�nne durch den Aufprall der Geschosse zwar zu Boden gehen, die Munition ber�hre seine Haut jedoch nicht - wegen der chinesischen Keramik, die in den Oberk�rper-Panzer eingearbeitet ist. Peilsender im Anzug und digitale Karten � la Google Earth sollen die Orientierung erleichtern und "friendly fire", den Beschuss durch eigene Truppen, verhindern: Auf einem briefmarkengro�en Bildschirm in der Schutzbrille sieht jeder Soldat seinen Standort und den der Kameraden auf den Meter genau - und feindliche Panzer. Kompass und Faltkarte sind pass�. Mit der neusten Entwicklung sollen die Waffen sogar zusammenarbeiten: Macht ein Soldat ein feindliches Ziel aus, markiert er es mit einem Laser; per Computer-Netzwerk sehen dann auch die Kameraden, wohin der Soldat zielt. Den dazugeh�rigen Computer tr�gt jeder Soldat bei sich. Vor ein paar Tagen noch schleppte Deveraux einen handels�blichen Laptop in einem Rucksack mit sich herum. Nun hat der Computer nur noch die Gr��e und das Gewicht einer gut gef�llten Brotb�chse und h�ngt am G�rtel.
Und sonst: Podcast zu Spindoktoren: Der kanadische Sender CBC sechsteilige Radioserie namens "Spin Cycles" ver�ffentlicht, welche Geschichte, Auswirkungen und Beispiele f�r die Kunst des Spinnings beleuchten. Via p-pricken.de (Dank an patrick f�r den Hinweis).

Labels: , , ,

2007-04-15

Der Aufstieg der Killer-Drohnen

--- Die New York Times beleuchtet den Erfolgszug der unbemannten Flugobjekte alias Drohnen:
For years, such planes � known as U.A.V.�s, for unmanned aerial vehicles � were pariahs within the military industry, scorned by commanders who saw them as threats to the status quo. But during the last several years, U.A.V.�s have amassed unusual political firepower. �For a long time, the only thing most generals could agree on was that they didn�t want any unmanned vehicles,� says Senator John W. Warner, the Virginia Republican who is a member of the Senate Armed Services Committee. �Now everyone wants as many as they can get.� ... This transformation is, in many ways, a reflection of how the military�s priorities and goals have changed over the last decade. It is also a testament to how much clout General Atomics has amassed in a short period of time. ... the Predator and General Atomics reflect the military�s transformation from conflicts built around manned armor to strategies organized around surveillance. U.A.V.�s embody the potential for quick, relatively effortless wars fought by drones controlled from great distances, and thus have become lightning rods for battles over the military�s direction. ... The Predator itself has offered critics some ammunition. One analyst estimates that 20 percent of all Predators sold to the United States military have crashed, because of errors by pilots controlling them from the ground. ... After taking office in 2001, President George W. Bush gave his defense secretary, Donald H. Rumsfeld, a mandate to remake the military into a more technologically advanced organization, and U.A.V.�s became a top priority, say former department officials. The Sept. 11 attacks and the wars in Iraq and Afghanistan heightened the push. ... �Predators became emblematic of what Rumsfeld wanted,� said Loren B. Thompson, a military analyst at the Lexington Institute. �Suddenly, everyone was saying they were ordering Predators, whether they actually wanted them or not.� ... In 2005, the Air Force announced that it was ordering enough Predators to equip 15 squadrons over five years, at a price of $5.7 billion. The Department of Homeland Security has bought two Predators for border control, and Italy and Turkey have also bought planes. A research firm, the Teal Group, predicts that the handful of U.A.V. manufacturers will collect about $55 billion worldwide over the next 10 years. General Atomics is expected to dominate a large portion of that market, said Philip Finnegan, an analyst at Teal. When Mr. Rumsfeld stepped down last year, one of the mandates that had bolstered the Predator for so long also disappeared. ... That presents a challenge for General Atomics, which is also confronting a flurry of competition. The major military contractors, including Northrop Grumman, Boeing and Lockheed Martin, have all jumped into the U.A.V. game. With billions of dollars at their disposal and deep military relationships, those companies can outspend smaller rivals. �This is an exploding marketplace, and we intend to claim a larger market share as it grows bigger and bigger,� said Gemma Loochkartt, a spokeswoman for Northrop Grumman. �Being a leader in this sector is important to maintaining leadership within the defense industry.� So General Atomics is aggressively building on its existing clout. Unlike many other military contractors, which wait for a guaranteed contract to build new products, General Atomics has set aside what some analysts estimate at $50 million to build the next generation of Predators. �We can move faster because we�re smaller, and we make sure people know that,� says Mr. Blue, who, at 72, still actively guides the company�s strategic direction. General Atomics has upgraded its manufacturing with a diverse range of automated and laser-guided tools that allow it to quickly change design specifications and produce custom-built planes, a flexibility that analysts say is almost unrivaled within the military industry.
Und sonst: re:publica was in town und diskutierte u.a. �ber einen Blogger-Kodex bzw. eine spezielle Ethik f�r die Betreiber von Web-Journalen und die zunehmende Kommerzialisierung von Weblogs. Fotos vom Konzert am zweiten Abend der Konferenz mit den Ohrbooten + Jammin* Inc gibts nat�rlich auch.

Richtungsstreit unter Islamisten: W�hrend die Terroranschl�ge im Irak symbolisch immer wichtigere Ziele wie eine Tigris-Br�cke oder das Parlament innerhalb der angeblich "gr�nen Zone" treffen, ist die militantische Szene vor Ort gespalten: Wenn Terroristen Terroristen bek�mpfen. Sie sind zwar kaum weniger blutr�nstig - aber mit al-Qaida m�gen sie nichts mehr zu tun haben. Neun militante irakische Gruppen wollen die dortige Filiale des Terrornetzwerks isolieren. Denn al-Qaida t�te zu viele Muslime. Und habe Interessen au�erhalb Iraks.

Neuer Bundeswehr-Skandal durch "Motherfucker"-Video - seltsame Ausbilder hats da: Ein brisantes Video kursiert im Internet: Ein Ausbilder der Bundeswehr fordert darin einen Soldaten auf, bei einer Schie��bung an "Afroamerikaner" zu denken und "Motherfucker" zu br�llen.

Labels: , , , , , ,

2007-02-27

Neues vom Cyber-Dschihad

--- MEMRI hat mal wieder einen ausf�hrlichen Bericht zum Ph�nomen des E-Dschihad ver�ffentlicht, in dem der aktuelle Stand islamistischer Bewegungen und Propaganda rund ums Internet aufgezeigt wird:
Electronic jihad is a phenomenon whereby mujahideen use the Internet to wage economic and ideological warfare against their enemies. Unlike other hackers, those engaged in electronic jihad are united by a common strategy and ideology which are still in a process of formation. ... In the past few years Islamist websites have provided ample evidence that Islamist hackers do not operate as isolated individuals, but carry out coordinated attacks against websites belonging to those whom they regard as their enemies. As evident from numerous postings on the Islamist websites, many of these coordinated attacks are organized by groups devoted to electronic jihad. Six prominent groups of this sort have emerged on the Internet over the past few years: Hackboy, [oder auch: Hackerboy] Ansar Al-Jihad Lil-Jihad Al-Electroni, Munazamat Fursan Al-Jihad Al-Electroni, Majmu'at Al-Jihad Al-Electroni, Majma' Al-Haker Al-Muslim, and Inhiyar Al-Dolar. All these groups, with the exception of Munazamat Fursan Al-Jihad and Inhiyar al-Dolar, have websites of their own through which they recruit volunteers to take part in electronic attacks, maintain contacts with others who engage in electronic jihad, coordinate their attacks, and enable their members to chat with one another anonymously. ... A more recent indication of the increasingly organized nature of electronic jihad is an initiative launched January 3, 2007 on Islamist websites: mujahideen operating on the Internet (and in the media in general) were invited to sign a special pact called "Hilf Al-Muhajirin" ("Pact of the Immigrants"). In it, they agree "to stand united under the banner of the Muhajirun Brigades in order to promote [cyber-warfare]," and "to pledge allegiance to the leader [of the Muhajirun Brigades]." They vow to "obey [the leader] in [all tasks], pleasant or unpleasant, not to contest [his] leadership, to exert every conceivable effort in [waging] media jihad� [and to persist] in attacking those websites which do harm to Islam and to the Muslims�" This initiative clearly indicates that the Islamist hackers no longer regard themselves as loosely connected individual activists, but as dedicated soldiers who are bound by a pact and committed to a joint ideological mission. ... One objective of electronic jihad which is frequently evoked by the mujahideen is assisting Islam by attacking websites that slander Islam or launch attacks against Islamic websites, or by attacking websites that interfere with the goal of rendering Islam supreme (e.g. Christian websites). More recently, however, the mujahideen have begun to cite additional objectives: avenging the death of Muslim martyrs and the suffering of Muslims worldwide (including imprisoned jihad fighters); inflicting damage on Western economy; affecting the morale of the West; and even bringing about the total collapse of the West. ... Islamist websites present very little evidence of more sophisticated attacks utilizing actual hacking techniques (i.e., obtaining the admin password and using admin privileges to corrupt data or damage the server itself). However, two examples do indicate that the cyberspace mujahideen may possess the capability to carry out such attacks. On October 17, 2006, an Islamist website posted a message containing a link to what appeared to be live pictures of Anchorage International Airport taken by the airport's security cameras. There was also a link to an admin control program allowing surfers to control the airport's security cameras. If this was an authentic break-in, it indicates that Muslim hackers are capable of hacking even into highly secure servers. Another example which illustrates the extent of the mujahideen's hacking skills is the story of 22-year-old Younis Tsouli from West London, better know as Irhabi 007, who was arrested in 2005 by Scotland Yard. In his short but rich hacking career, Irahbi 007 wrote a hacking manual for mujahideen, instructed Islamist hackers online, and broke into servers of American universities, using them to upload shared files containing jihad-related materials.

Labels: , , ,

2007-01-09

Schlechte Noten f�r Info Warfare der USA im Irak

--- We're Losing the Infowar, titelt Newsweek dramatisch mit Blick auf den Irak-Krieg und nimmt daf�r die "virale" Verbreitung des Hinrichtungsvideos von Saddam Hussein als bildhaften Aufh�nger:
For nearly four years, U.S. military officials have briefed the Baghdad press corps from behind an imposing wooden podium. No longer. Last week U.S. military spokesman Maj. Gen. William Caldwell relaxed with reporters around a "media roundtable." He replaced the cumbersome headset once used for Arabic translations with a discreet earpiece. He cut short his opening statement, allowing for more back-and-forth banter. Yet even as Iraq emerged from the deadliest month in 2006 for American soldiers, Caldwell maintained the relentlessly upbeat patter that has come to characterize the briefings. "The key difference you're going to see in 2007," he said proudly, "is this is truly the year of transition and adaptation." Another year, another message. In the United States this week, President George W. Bush's speech laying out his new strategy for Iraq will be scrutinized for its specifics�the numbers of an anticipated troop surge, the money for reconstruction and jobs programs. But at least as critical to success may be whether Bush is convincing. A draft report recently produced by the Baghdad embassy's director of strategic communications Ginger Cruz and obtained by NEWSWEEK makes the stakes clear: "Without popular support from US population, there is the risk that troops will be pulled back ... Thus there is a vital need to save popular support via message." ... Indeed, the document so much as admits that despite spending hundreds of millions of dollars, the United States has lost the battle for Iraqi public opinion: "Insurgents, sectarian elements, and others are taking control of the message at the public level." Videos of U.S. soldiers being shot and blown up, and of the bloody work of sectarian death squads, are now pervasive. The images inspire new recruits and intimidate those who might stand against them. "Inadequate message control in Iraq," the draft warns, "is feeding the escalating cycle of violence." Sunni insurgents in particular have become expert at using technology to underscore�some would say exaggerate�their effectiveness. "The sophistication of the way the enemy is using the news media is huge," Lt. Gen. Peter Chiarelli, the former commander of U.S. forces in Iraq, told NEWSWEEK just before he returned to the United States. Most large-scale attacks on U.S. forces are now filmed, often from multiple camera angles, and with high-resolution cameras. The footage is slickly edited into dramatic narratives: quick-cut images of Humvees exploding or U.S. soldiers being felled by snipers are set to inspiring religious soundtracks or chanting, which lends them a triumphal feel. In some cases, U.S. officials believe, insurgents attack American forces primarily to generate fresh footage. ... What the insurgents understand better than the Americans is how Iraqis consume information. Tapes of beheadings are stored on cell phones along with baby pictures and wedding videos. Popular Arab satellite channels like Al-Jazeera and Al-Arabiya air far more graphic images than are typically seen on U.S. TV�leaving the impression, say U.S. military officials, that America is on the run. ... The consequences of losing the propaganda battle are real. "One of these videos is worth a division of tanks to those people," says Robert Steele, a former U.S. Marine Corps intelligence officer. Not only do the insurgent videos draw recruits and donations, they don't give ordinary Iraqis much incentive to cooperate with the Americans. ... The question is how to fight back, when today's most powerful technologies�the Web, cell phones�are better suited to small, nimble organizations.
Und sonst: Der Christian Science Monitor stimmt ein Loblied auf die Aufkl�rung aus offenen Quellen �bers Internet an: The Wikipedia way to better intelligence. Advanced technology and Web-savvy citizenry now make it possible for open-source information gathering to rival, if not surpass, the clandestine intelligence produced by government agencies.

Labels: , , ,