2007-06-13

Spin: Blair kritisiert Medienhype

-- Welche Ver�nderung geht in einem Menschen hervor, wenn er nach vielen Jahren eines der wichtigsten �mter in seinem Land abgeben muss? Tony Blair, scheidender Premierminister von Gro�britannien und einer der gr��ten Inszinierer seiner Politik (der dabei Vorbild f�r Gerhard Schr�der war) findet pl�tzlich die Inszinierung und Dauererregung in der Politik sch�dlich f�rs Land. ""Das Verh�ltnis zwischen Politik und Medien ist so besch�digt, dass es der Reparatur bedarf�, mahnt der britische Premierminister zwei Wochen vor dem Ende seiner zehnj�hrigen Amtszeit. �Der Schaden unterminiert das Selbstvertrauen des Landes und seine Institutionen, und er reduziert die F�higkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.� Das s�hen auch F�hrungskr�fte aus Wirtschaft, Milit�r und gar Wohlfahrtsorganisationen so, sagt er. Es traue sich nur keiner, das offen zu sagen." Das notiert heute das Handelsblatt auf seiner Titelseite. Und weiter attackiert er Journalisten in einer Rede bei Reuters : "Ihnen kreidet er an, dass sie immer hektischer reagierten, immer bedenkenloser Themen hochpeitschten und immer schamloser auf den Bauch statt das Hirn des Publikums zielten. Wenn die Medien die wachsende Politikverdrossenheit kritisierten, dann m�ssten sie bei sich selber nach den Ursachen suchen. (...) "Ich gestehe meine Komplizenschaft ein�, sagt Blair. �In den fr�hen Tagen von New Labour haben wir unangemessen stark die Medien hofiert.� Damit habe man riskiert, die Trends, die er nun beklage, zu befeuern. Eine L�sung hat Blair nicht zu bieten, das ist auch nicht mehr seine Aufgabe. Er deutet nur an, dass ein neuer Regulierungsansatz n�tig sei. Die Debatte m�sse aus der Medienbranche selber kommen � �wenn die Politik sie startet, wird sie sie verlieren�.

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