2007-03-11

Islamisten-Video: Deutsche Geiseln appellieren an Merkel

--- Die Ver�ffentlichung eines sechseinhalb min�tigen Videos der islamistischen Geiselnehmer hat die aktuelle Entf�hrung zweier Deutscher im Irak wieder in den Blickpunkt des Medieninteresses ger�ckt - kurz nach der Entsendung von Tornados nach Afghanistan durch den Bundestag. In der Aufnahme fleht die Mutter des nur neben ihr kauernden Sohnes Kanzlerin Merkel unter Tr�nen an, den Forderungen der Islamisten zum R�ckzug der deutschen Truppen aus Afghanistan Folge zu leisten, sonst werde man sie beide t�ten. An die Bundesb�rger geht der Appell, sich f�r die Erf�llung der Ma�gabe der Terroristen einzusetzen. Spiegel Online dazu:
Das Video wurde heute unter anderem auf einem einschl�gigen arabischsprachigen Internetforum verbreitet, in dem verschiedene Terrororganisationen seit Monaten ihre Bekennerschreiben, Propaganda und Videos ablegen. Die �berschrift lautet: "Eilige Nachricht. Aufruf der Gruppe 'Pfeile der Rechtschaffenheit' an die deutsche Regierung (Mit Video)". Auch erste Kommentare von Sympathisanten wurden bereits verfasst. Ein User namens "Al-Mudschahid al-Tarid" schrieb: "Gepriesen seien die 'Pfeile der Rechtschaffenheit', wahrlich, der eine Muslim ist des anderen Muslim Bruder". ... Auf ein einf�hrendes Koranzitat folgt die Einblendung des deutschen Reisepasses und des Personalausweises der entf�hrten Frau. Dann ergreift sie selbst das Wort und bittet auf Deutsch mehrere Minuten lang die deutsche Regierung darum, ihr zu helfen. Die Forderung "dieser Leute" bestehe darin, dass Deutschland sich aus Afghanistan zur�ckziehe, sagt sie. Ihre Worte wurden schriftlich ins Arabische �bersetzt. Danach melden sich die Entf�hrer zu Wort: Drei M�nner sind zu sehen, zwei davon bewaffnet, alle vermummt. Der Wortf�hrer tr�gt auf Arabisch vor: Deutschland sei Teil der Besatzer Afghanistans und m�sse abziehen. "Wir geben der deutschen Regierung zehn Tage vom Datum dieser Erkl�rung an, um den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan bekannt zu geben und zu beginnen", sagt ein Maskierter. Er liest die Erkl�rung von einem Zettel ab. "Andernfalls werden sie nicht einmal die Leichen dieser beiden Agenten zu sehen bekommen." Die beiden Deutschen werden seit Anfang Februar vermisst. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei den Entf�hrten um eine mit einem Iraker verheiratete, �ber 60 Jahre alte Frau und ihren Sohn, der Mitte 20 sei. ... Dutzende Terrorgruppen aus dem Irak melden sich t�glich zu Wort, um ihre Attacken kundzutun. Aber die "Pfeile der Rechtschaffenheit" waren bisher nicht dabei.
Inzwischen ist auch die bereits bekanntere "Stimme des Kalifats" auf den Drohungszug per Video aufgesprungen: "Warum solltest Du (Deutschland) all diese wirtschaftlichen Interessen gef�hrden wollen f�r das Wohl von Bush und seiner Bande?", fragt ein Sprecher darin auf Arabisch und mit Blick auf das deutsche Engagement in Afghanistan. "Ist es nicht dumm, die Mudschahidin zu ermutigen, Anschl�ge in eurem Land zu ver�ben?" Eine Institution namens "Stimme des Kalifats" ist schon mehrfach in Erscheinung getreten, erstmals 2005. Dabei handelte es sich zun�chst um den Versuch, eine w�chentliche Internet-Fernsehsendung unter diesem Namen zu etablieren, die Terrorsympathisanten in aller Welt mit Informationen �ber die dschihadistische Internationale versorgt. Die Macher der Sendung, von der nicht einmal ein halbes Dutzend Ausgaben erschienen, entstammten nach eigenen Angaben der "Global Islamic Media Front" (GIMF). Die GIMF war urspr�nglich eine Art Online-Nachrichtenagentur, die dem Terrornetzwerk al-Qaida nahe stand. Mittlerweile scheint sie aber komplett in die H�nde von Terrorsympathisanten �bergegangen zu sein, die es als ihre Aufgabe betrachten, Neuigkeiten von al-Qaida & Co. (die sie im Internet auf einschl�gigen Dschihad-Websites zusammensuchen) einem m�glichst gro�en Publikum zug�nglich zu machen. Zu Terroranschl�gen haben sich bisher aber weder die GIMF noch der Kanal "Stimme des Kalifats" bekannt. Einige Experten vermuten, dass es sich eher um Trittbrettfahrer als um Terroristen handelt, die lediglich versuchen, mit lautstarken Erkl�rungen und Drohungen Angst und Schrecken zu verbreiten.

In Pakistan ist Ende Januar ferner ein 29-j�hriger Deutsch-Bosnier aus Pforzheim unter dem Verdacht verhaftet worden, die Terrororganisation al-Qaida unterst�tzt zu haben. Der baden-w�rttembergische Verfassungsschutzpr�sident Johannes Schmalzl sagte, immer wieder opferten "junge M�nner aus Deutschland f�r die vermeintlich gute Sache aus ihrer Sicht ihr Leben im Ausland" - etwa im Irak, in Afghanistan oder in Tschetschenien. "Der Radikalisierungsprozess geht immer schneller voran. Besondere Bedeutung kommt dabei der islamistischen Propaganda im Internet zu." Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Donnerstag von zwei ebenfalls aus Deutschland kommenden t�rkisch-kurdischen Terrorverd�chtigen berichtet, die k�rzlich an der pakistanisch- afghanischen Grenze aufgegriffen und dann in amerikanische Obhut gebracht worden seien. Die M�nner sollen sich in einem Ausbildungslager islamistischer Terroristen aufgehalten haben.

Die Initiative Avaaz.org (von Res Publica und Moveon.org) will einen "Krieg der Kulturen" dagegen verhindern helfen: Es wird zunehmend vom �Konflikt der Zivilisationen� gesprochen. Aber das Problem ist nicht Kultur; es ist Politik � vom 9. September bis Guant�namo, vom Irak bis Iran. Dieser Zusammenprall ist nicht unumg�nglich und die meisten Menschen rund um den Erdball weisen dies von sich. Zusammen k�nnen wir es stoppen. Aber wo beginnen? Der pal�stinensisch-israelische Konflikt ist das Schl�sselsymbol f�r die Kluft zwischen dem Islam und dem Westen. Die Zeit l�uft f�r den Frieden ab: die internationalen F�hrer m�ssen die Initiative ergreifen. Sehen Sie unser neues Video � unterzeichnen Sie bitte nachstehende Petition. Wenn sich die F�hrer Ende M�rz treffen, wird unsere Nachricht in einer Art und Weise zugestellt werden, die sie nicht ignorieren k�nnen.

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