2008-03-18

Tui: Skandal�se Vorw�rfe

--- Warum, so fragen sich vielleicht eingie, halten sich bestimmte Menschen an der Spitze, ganz gleich, welche Fehler sie begehen und ganz gleich, wie unfl�tig sie sich ihrem Arbeitgeber gegen�ber benehmen. Bei Hartmut Mehdorn, Chef der Deutschen Bahn AG, kommt einem dieser Gedanke. Aber auch bei Tui-Chef Michael Frenzel. Beide sind Freunde von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schr�der, der heute mit seinen Kontakten anch Russland Geld verdient. Heute erkl�rt im SZ-Interview der amerikanische Investor Guy Wyser-Pratte woran es seiner Meinung nach liegt. Ihn st�rt die Deutschland AG, jenes Geflecht von Helfern und Hilfebed�rftigen, von Abh�ngigkeiten und Gef�lligkeiten, von Steigb�gelhaltern und Abschottern. Er wirft Frenzel skandal�se Dinge vor, angefangen von Kumpanei bis hin zur Bestechung. Bitte genau lesen!

SZ: Was ist schiefgelaufen bei TUI?

Wyser-Pratte: Seit 13 Jahren gibt es bei TUI einen strategischen Zickzackkurs. Vieles, was Michael Frenzel verkaufte, hat sich sp�ter im Wert verdoppelt oder verdreifacht. Wenn er Firmen kaufte, tat er es auf dem H�hepunkt des Marktes und die Kurse fielen.

SZ: Sollte Frenzel gehen?

Wyser-Pratte: Wenn ein Unternehmenschef so lange ohne Erfolg ist, wird er anderswo ersetzt. Ungl�cklicherweise hat der fr�here Bundeskanzler Gerhard Schr�der ihn immer wieder gedeckt.

SZ: Schr�der ist nicht mehr im Amt.

Wyser-Pratte: Aber er ist ein Freund von Frenzel und er hat den russischen Unternehmer Mordaschow dazu gebracht, sich an TUI zu beteiligen. Auch sein Aufsichtsrat sch�tzt Frenzel. Das schaffte er, indem er Geschenke verteilt, freie Reisen und �hnliches.

SZ: Was sollte ge�ndert werden?

Wyser-Pratte: Frenzel! Der m�sste gehen. Aber das sage ich seit Monaten.



�brigens: Mehdorns Aufsichtsratschef hie� lange Zeit Frenzel, inzwischen Werner M�ller. Beide wurden von Schr�der installiert Frenzel folgte auf Dieter Vogel, als der gegen die Mehdorn-Pl�ne zur Bahn-Privatisierung rebellierte.

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2007-12-20

VEB Airbus

--- Wie sich auch die Politik von Spindoktoren �bers Ohr hauen l�sst, beschreibt heute eindrucksvoll das Handelsblatt:
"Ein denkw�rdiger Tag f�r die deutsche Industriepolitik: Drei deutsche Werke des Flugzeugherstellers Airbus gehen an das Bremer Technologieunternehmen OHB. Mit mehreren Hundert Millionen Euro aus deutschen Staatskassen wird dem Mittelst�ndler der Einstieg subventioniert und ein amerikanischer Konkurrent aus dem Feld geschlagen.
Es ist ein Angebot, dass die Airbus-Mutter EADS nicht ablehnen konnte: Fast s�mtliche Risiken k�nftiger Flugzeugproduktionen werden auf den Steuerzahler abgew�lzt. F�r eine Branche, die derzeit den l�ngsten Boom ihrer Geschichte erlebt, ist so viel staatliche F�rsorge schon erstaunlich.
Doch wirtschaftliche Vernunft spielt bei dem Deal keine Rolle. Die Bundesregierung wollte um jeden Preis einen deutschen Investor, um zumindest auf dem Papier Augenh�he mit den franz�sischen Partnern zu halten. Aufgeschreckt von der schwelenden Airbus-Krise, suchte Berlin hektisch einen K�ufer f�r die deutschen Standorte in Varel, Nordenham und Augsburg. Geschickt dramatisierte das EADS-Management in den letzten Wochen die Probleme des Flugzeugherstellers. Zus�tzliche Milliardenverluste drohten wegen des Dollar-Verfalls, lie� Konzernchef Louis Gallois verbreiten. Airbus-Chef Tom Enders malte vor deutschen Betriebsr�ten ein Untergangsszenario an die Wand.
F�r so viel Krise ist in Deutschland traditionell der Staat zust�ndig. Und so schn�rte die Bundesregierung ein mit reichlich Zuckerguss verziertes Weihnachtspaket, weil sie nicht anders konnte.
"


Zu Zeiten der Deutschland AG h�tte die Industrie das Problem selbst gel�st. Heute zahlt der Steuerzahler f�r die Industriepolitik des Landes.

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