2008-05-13

The Revolution will be - twittered

--- Es war zu erwarten gewesen: Nach den Tsunami-Bloggern wird nun Twitter bzw. Micro-Blogging als gro�e Medienrevolution nach dem j�ngsten chinesischen Erdbeben ausgerufen, wobei dpa sich inzwischen auch schon mal von einem Blogeintrag von SiliconValley.com inspirieren l�sst:
Wo sonst Meldungen �ber das Mittagessen, die Kinder oder die langweilige Arbeit stehen, wurde es am Montag ernst. Chinesische Internet-Nutzer informierten mit dem Webtool Twitter �ber das Erdbeben. Noch w�hrend am Montag in S�dchina die Erde bebte, verbreitete sich die Meldung von der Naturkatastrophe im Internet. Bewohner der Provinz Sichuan, die die Ersch�tterungen am eigenen Leib mitbekamen, setzten Meldungen mit dem Kurznachrichten-Dienst �Twitter� ab. �EARTH QUAKE in Beijing??�, schrieb ein chinesischer Nutzer. Der amerikanische Blogger Robert Scoble (�Scobleizer�) griff die Mitteilungen auf. Nun nimmt er f�r sich in Anspruch, dank des Internets als erster �ber das Beben berichtet zu haben - noch vor den etablierten Medien und dem Geologischen Dienst der USA. ... In der Blogosph�re ist eine Diskussion �ber die Bedeutung von Twitter entbrannt. Manch Blogger meint, der Dienst revolutioniere die Verbreitung von Nachrichten - schneller als �ber Twitter lie�en sich kaum Neuigkeiten sammeln und verbreiten, zumal aus entlegenen Regionen wie Sichuan. Kritiker halten dem entgegen, dass schnell nicht gleich zuverl�ssig sei.
Mehr dazu in einem BBC-Blog: Let's see, as this story unfolds, whether this is the moment when Twitter comes of age as a platform which can bring faster coverage of a major news event than traditional media, while allowing participants and onlookers to share their experiences.

Labels: , , , ,

2007-08-28

China-Spionage und Schleichwerbung

--- Wie kommt es, dass der Spiegel p�nktlich zur China/Japan-Reise der Bundeskanzlerin in seiner Titelgeschichte �ber Hackerattacken von chinesischer Seite auf deutsche Regierungscomputer berichtet? Und sich der chinesische Premier dann auch noch w�hrend der Merkel-Visite gen�tigt f�hlt, dazu in einer Pressekonferenz Stellung zu beziehen?
Fakt ist: Scoops entstehen meist, weil sie von interessierter Seite gesteckt werden. Das Image von Merkel als resolute Regierungschefin, die in einem Land wie China nicht nur Themen wie Spionage sondern auch die Menschenrechte anspricht, wird damit gest�rkt.
Unverbl�mter geht es da bei den Bundesministerien zu: Nachdem erst eine Agentur f�r das Bundeswirtschaftsministerium Zeitungen Kupelgesch�fte zwischen redaktionellen Beitr�gen und Anzeigen angeboten hatte, �bernimmt jetzt offenbar das Bundesfamilienministerium Praktiken, die man bislang nur von der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft kannte. Dazu schreibt der Deutsche Journalistenverband heute: "Der Deutsche Journalisten-Verband verlangt von der Bundesregierung, sofort alle Versuche von Schleichwerbung zu beenden. Das ARD-Magazin Report Mainz hatte am gestrigen Abend �ber PR-Aktivit�ten des Bundesfamilienministeriums berichtet, dessen Berliner Werbeagentur A&B One H�rfunksendern sendef�hige Beitr�ge und Zeitungen layoutete Berichte �ber das Erziehungsgeld geliefert hat. Das Material der Agentur war durch O-T�ne bzw. Zitate von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angereichert. "Das ist Schleichwerbung in Reinform und hat nichts mit kritischem Journalismus zu tun", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Ein Bundesministerium habe den Auftrag, die �ffentlichkeit �ber seine Arbeit zu informieren und nicht zu manipulieren."

Labels: , ,