2007-10-24

Bahn-Streik: Spinning per Kauderwelsch

--- --- Im Konflikt zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokf�hrer-Gewerkschaft GdL wird mit allen Bandagen gek�mpft. Vor allem geht es darum, die Hoheit �ber die �ffentliche Meinung zu gewinnen. Wer schlechter da steht, muss sich gegen�ber den Bahnkunden f�r sein Verhalten rechtfertigen. Deshalb ist Sprache von zentraler Bedeutung in dem Kommunikationsstreit zu Streikzeiten. Ausnahmsweise sei hier eine Pressemitteilung ver�ffentlicht, die das Thema sehr gut zusammenfasst. Sie stammt von Winfried Herrmann, Verkehrsexperte der Gr�nen im Bundestag:

"Es ist schon erstaunlich, wie es die Kommunikationsexperten der DB AG verstehen, immer wieder neue Mogelpackungen als kompromissf�higes Angebot und als Zugehen auf die GDL zu verkaufen. Zumindest versuchen sie es stets aufs Neue. So wird aus einem eigenst�ndigen Tarifvertrag im Bahnangebot ein eigener Tarifvertrag. Aus der Bezahlung f�r bereits geleistete �berstunden wird eine Einmalzahlung in H�he von 2000 Euro, die Ausdehnung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 43 Wochenstunden also die Mehrarbeit gegen Bezahlung interpretiert die DB AG zu einer 10prozentigen Tariferh�hung. Das ist zynisch und ganz sicher kein neues Angebot, sondern nur die mantrahafte Wiederholung des Alten. Besser wird es dadurch nicht. Und nun der neuester Coup der DB AG: Aus dem Moderatorenvorgabe, ein konflikt- und widerspruchsfreien Ergebnisses f�r beide Tarifparteien zu erzielen, macht DB AG die Formulierung, dass sich jede Vereinbarung mit der GDL in das �Tarifwerk der DB AG einf�gen� muss. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen."

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