IG 7.4.1
Kommunikationswissenschaftliches Forschungsseminar: Forschungslabor
Öffentlichkeitsarbeit
LV-Leiter: Ao
Univ.-Prof. Dr.Dr.h.c.
Roland Burkart
WS 2004/ 05
|
Daniela Hienert |
0103298 |
A 301/312 |
|
Julia
Holter |
0100121 |
A 301/295 |
|
Stefan
Theißbacher |
0105914 |
A 301/295 |
|
Wolfgang
Drucker |
0205989 |
A 301/295
A 300 |
3. Weblogs und
Journalismus – eine Diskussion. 9
4. Kennzeichen
journalistischer Weblogs. 11
5.1. Ziele und
Fragestellung der Untersuchung. 13
5.2. Methode und
Untersuchungsdesign der empirischen Untersuchung. 13
5.4.1.
Hypertextualität und Interaktivität 15
5.4.3. Intention
der Autoren. 21
Beantwortung der
Forschungsfragen. 24
8.
Anhang
.................................................................................................................................29
Seit
einigen Jahren hat sich eine neue mediale Infrastruktur im World Wide Web (WWW)
etabliert: Sogenannte Weblogs bieten ihren Benutzern neue, vielfältige
Kommunikationsmöglichkeiten. Sie existieren in unterschiedlichster Form und
erfüllen verschiedene Zwecke: In einer ersten Bestandsaufnahme wurde im Rahmen
des Seminars eine vorläufige Einteilung vorgenommen:
Je nach
Funktion können Weblogs folgendermaßen unterschieden werden:
-
Unternehmensweblogs
-
Politische
Weblogs
-
Journalistische
Weblogs
-
Private
Weblogs
In dieser
Seminararbeit stehen journalistische Weblogs im Mittelpunkt der Untersuchung.
Es ist anzunehmen, dass diese Art von Weblogs in erster Linie journalistische
Ziele verfolgen, welche in der Arbeit definiert werden, wohingegen
Unternehmensweblogs und politische Weblogs eindeutig als Instrumente der
Öffentlichkeitsarbeit im Internet dienen. Auf welche Weise sich journalistische
Weblogs von den oben genannten unterscheiden, wird unter anderem Thema dieser
Arbeit sein. Man sollte davon ausgehen, dass sogenannte journalistische Weblogs
keine einheitliche Untergruppe dieses neuen Mediums darstellen. Worin die
Unterschiede bestehen und wodurch sie zu Stande kommen soll im Rahmen der
empirischen Untersuchung mehrerer journalistischer Weblogs geklärt werden.
Aus
diesen ersten Überlegungen ergeben sich für diese Seminararbeit folgende
Forschungsfragen:
F1: Was kennzeichnet
journalistische Weblogs?
F2: In welcher Form werden journalistische Weblogs
genutzt?
F3: Gibt es Kriterien für die Qualität
journalistischer Weblogs?
Ganz allgemein betrachtet, könnte man jede Art der Vermittlung von Inhalten über das Internet als Online-Journalismus bezeichnen. Eine solche Definition kann für eine weitere Betrachtung allerdings nicht von Bestand sein, da sie auch private Homepages oder ins Netz gestellte Kataloge mit einschließt. Deshalb ist es ratsam, sich an den redaktionellen Handlungen eines Journalisten zu orientieren: das Sammeln, Selektieren und Aufbereiten von Information.[1] Danach betreiben jene Personen Internet-Journalismus, die hauptberuflich an der Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung über die Massenmedien beteiligt sind.
Beatrice Dernbach beschreibt in ihrem Aufsatz „Braucht die Multimedia- Gesellschaft Berufskommunikatoren?“ sieben Qualifikationen die Online-Journalisten besitzen müssen:[2]
1. Journalisten werden zu Produktmanagern: Sie planen, layouten, füllen und vermarkten. (so sind sie gleichzeitig) Texter, Layouter, Graphiker, Anzeigenakquisiteur, Marketing- und Vertriebsleiter.
2. Publizisten müssen flexibel sein, denn Produktion, Präsentation und Rezeption sind zeitlich nicht mehr scharf getrennt. Veränderungen sind jederzeit möglich - kein Redaktionsschluss.
3. Online-Journalismus erfordert eine hohe technische Medienkompetenz. Man muss Text, Bild usw. zu einem sinnvollen Ganzen verknüpfen. Z.B. die Berichterstattung über Theaterstücke erschöpft sich nicht mehr in einer Textkritik geschmückt mit einem Photo, sondern bietet vertonte Videoausschnitte sowie eine Adresse, bei der online Karten reserviert werden können.
4. Auch der Rechercheweg ändert sich, Journalisten suchen selbst online nach Infos.
5. Der Kontakt zum Rezipienten ändert sich: Meldete er sich früher sporadisch ( Telefon, Leserbrief) kann er nun seinem Ärger gleich Luft machen ( dies beschreibt etwas den Wandel zum Abrufjournalismus).
6. Journalisten im multimedialen Zeitalter stehen mit anderen Informationslieferanten verstärkt in Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Zeit und Budgets. Deshalb muss das Angebot so attraktiv wie möglich sein. Besonderes Webdesign ist nötig, insbesondere die Sprache ( meist jünger, flapsiger und amerikanischer) und ein spezifisches Seitenlayout. Dem Nutzer werden andererseits auch Fluchtwege (Links) angeboten. Die Kunst liegt darin, ihm das Gefühl der Freiheit zu vermitteln und ihn dennoch zielstrebig zu führen.
7. Interaktion im Internet erfordert Moderation: Elektronische Unterhaltung (z.B. Chats) wird heute beispielsweise mit Politikern in einem Forum genutzt. Journalisten müssen die Fragen sortieren, kritisch hinterfragen und strukturieren.
Laut Mark Deuze kann Online-Journalismus vom Printjournalismus vor allem durch die Berücksichtigung der technischen Komponente unterschieden werden:
„The online
journalist has to make decisions as to which media format or formats best
convey a certain story (multimediality), consider options for the public to
respond, interact or even customize certain storys (interactivity), and think
about ways to connect the story to other stories, archives, resources and so
forth through hyperlinks (hypertextuality).”[3]
Grundsätzlich lässt sich Online-Journalismus laut Mark Deuze, der auf Odlyzko verweist, in vier große, sich teilweise überschneidende Bereiche einteilen, die zwischen den beiden Polen „Concentration on editorial content“ und „Concentration on public connectivity“ liegen.

Quelle: Deuze, 2003, S.206.
„Mainstream news sites“ stellen dabei laut Deuze die am weitesten verbreitete Form von Online-Journalismus dar. Sie sind vor allem auf Inhalte konzentriert und bieten den Rezipienten zumeist nur eingeschränkte Möglichkeiten sich einzubringen (etwa durch Moderation). „Index and category sites“ sind knapp formulierte Seiten, wie etwa Suchmaschinen, die auf andere Inhalte im WWW verweisen, sie ordnen und sortieren. Unter „Meta and comment sites“ versteht Deuze Seiten, die sich mit Medienthemen und Nachrichtenübermittlung im Allgemeinen befassen und eine Kontrollfunktion ausüben können. „Share and discussion sites“ wiederum stellen die Verbindungsfähigkeit von Online-Journalismus in den Vordergrund und lassen den Austausch von Ideen zu.[4]
Für Donald Matheson wiederum ist Online-Journalismus vor allem
deshalb interessant, weil er durch die neuen Technologien die Möglichkeit
bietet, mit journalistischen Konventionen zu brechen und Platz für neue Ideen
aufweist. Diesem
Anspruch werden vor allem Weblogs gerecht
“[…] because they
have developed in the context of the world wide web. The weblog is a form of
writing that is unique to the web, reliant on what is arguably its key
characteristic: the hyperlink. It thus allows us to explore the adaption of
journalism to a new context, at some distance from the heavily print-dependent
styles of much online news. Second, the form has also quickly become very
popular, […].”[5]
Der Begriff `Weblog´ wurde 1997 von John Borgar[6]
geprägt. Das Wort Weblog oder Blog ist ein Kunstwort aus `Web` und `Logbuch`.
Es beschreibt eine Website, die periodisch neue Einträge enthält. Die
aktuellsten Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt
chronologischer Reihenfolge. Vorwiegend wird das Weblog gebraucht, aber auch der Weblog ist sehr verbreitet. Eine einheitliche
Definition für das Phänomen Weblog existiert nicht, sondern wird von jedem
Autor mit seinem eigenen Weblog geliefert.[7]
Wie oben erwähnt, entstanden Weblogs ursprünglich
als technisches Angebot 1997 und verbreiteten sich durch kostenlose Software
etwa ab 1999. Mittlerweile soll es Zehntausende von Weblogs in den USA, und
Hunderte deutschsprachige Weblogs geben. Das anscheinend immer größer werdende
Interesse an den Blogs lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass die
Veröffentlichung der Texte, dank der vielen praktischen Webpublishing-Systeme,
relativ simpel ist. Viele Seiten, wie z.B. Blogger.com bieten nach einer Registrierung
Zugang zu solchen Systemen. Hinter den Weblogs stehen somit oftmals
Software-Lösungen, die einem die Aufgabe abnehmen, die Websites selbst offline
zu basteln and dann per FTP (File Transfer Protocol) auf den Server zu laden.
Man kann das Editieren im Browser erledigen und benötigt daher auch keine
besonderen HTML-Kenntnisse. Die Software setzt den geschriebenen Text dort ein,
wo man es vorher festgelegt hat, formatiert automatisch und gibt dem Beitrag
eine identifizierbare Nummer, damit Links eingefügt werden können. Der Vorteil
dieser relativ einfach zu bedienenden Weblog-Systeme besteht darin, dass sich
der Autor nur ein einziges Mal mit dem Layout und der Form beschäftigen muss
und sich ansonsten voll und ganz auf die Inhalte konzentrieren kann.[8]
Als wichtigste Merkmale der Weblogs gelten[9]:
_
chronologisch rückwärts geordnete Einträge
_
regelmäßige Aktualisierung
_
Kürze der Einträge
_
Datierung und Betitelung
_
hypertextuelle Verlinkung
In einem typischen Weblog hält ein Autor (der
Blogger) seine `Surftour` durchs Internet fest, indem er zu besuchten Seiten
einen Eintrag schreibt und Verweise auf im Internet Vorgefundenes weitergibt,
das er oder sie für gesellschaftlich bedeutsam hält. Mit der Ausbreitung der
Weblogs haben sich verschiedene Formen ausdifferenziert. Es gibt aber auch
Fachweblogs, in denen ein Autor Artikel zu einem bestimmten Thema
veröffentlicht. Andere Blogger schreiben über Einzelheiten aus ihrem privaten
Leben. Dazu ist anzumerken, dass es auch Unterschiede im Professionalisierungsgrad
der Blogger gibt, etliche von ihnen sind hauptberuflich im Journalismus tätig.
Typischerweise linken Blogger auf andere Websites und Weblogs und kommentieren
aktuelle Ereignisse. Weblogs sind untereinander sehr stark vernetzt. Diese
Gesamtheit aller Weblogs bildet die Blogosphäre. Weblogs bieten ihren Autoren
die Möglichkeit, unstrukturierte Inhalte (wie zum Beispiel bei Recherchen) in
eine strukturierte Form zu bringen und anderen Menschen zugänglich zu machen.
Jörg Kantel, Autor des Weblogs „Schockwellenreiters“ ist der Ansicht, dass
zwischen Weblogs „im eigentlichen Sinne“ und Tagebüchern oder literarischen
Elementen mittlerweile keine Grenzen mehr zu ziehen sind.[10]
Die Übergänge sind fließend. Wie Irene Neverla ausführt, werden im Netz die Begriffe
„Online-Diaries“ und „Weblogs“ oft synonym verwendet, wobei in manchen Weblogs
auch Online-Tagebücher integriert sind. Für Neverla gibt es jedoch zwei
entscheidende Unterschiede: Betreiber von Online-Tagebüchern entnehmen ihre
Inhalte primär dem eigenen privaten Lebensalltag. Weblogger wiederum generieren
überwiegend Inhalte aus bereits veröffentlichtem Material. Auch ist die
Intention der Weblogs auf die Wirkung in einer breiteren Öffentlichkeit
ausgerichtet. „Hier wird also `Öffentlichkeit´ im Verhältnis zu Privatheit
zum entscheidenden Differenzkriterien[!] zwischen Online-Tagebuch und Weblog.“[11]
Neverla bezeichnet Online-Tagebücher und Weblogs
als Formen der Identitätskonstruktion und der gesellschaftlichen
Selbstverständigung. Betrachtet man die beiden Formate aus Sicht des
Verfassers, ist es ein „Prozess der Konstruktion von Identität und von
sozialen Beziehungen“. Es ist
anzunehmen, dass ein solcher Prozess in einer Gesellschaft mit hohem Grad an
Individualisierung und Mediatisierung auch gefordert wird. Auf der
Funktionsebene können Online-Tagebücher und Weblogs als „Prozess der
gesellschaftlichen Selbstverständigung“ betrachtet werden. [12]
Weblogs, welche den Usern die Möglichkeit bieten,
auf einzelne Beiträge mit Kommentaren zu antworten, bekommen meist mehr
Feedback als herkömmliche Kolumnen oder Artikel (die ja oft aus Platzgründen in
einer Zeitung nicht abgedruckt werden können).
Einen besonderen Hype erlebten Weblogs nach den Terroranschlägen am 11.September 2001. Tausende von Amerikanern hatten das Bedürfnis, sich mitzuteilen und fanden in Weblogs die ideale Form, sich auszudrücken. Eine gewisse Rolle spielten dabei wahrscheinlich auch die traditionellen Medien, die der immensen Nachfrage nach Informationen zu den Ereignissen nicht mehr gerecht wurden. Außerdem wurde im Afghanistan-Krieg die journalistische Berichterstattung behindert und als Teil der psychologischen Kriegsführung missbraucht.[13]
Der Einsatz von Weblogs als journalistisches Format ist noch immer umstritten. Viele halten das Phänomen für eine Modeerscheinung, die bald wieder verschwinden wird. Da Weblogs auch oft um private Themen kreisen, werden sie vielfach als Netz-Tagebücher gehandelt. Prinzipiell stellen sie das freieste Format in der Medienwelt dar: zum einen bieten sie Raum für eine Vielfalt publizistischer Inhalte, zum anderen hat nahezu jeder die Möglichkeit, sich in einem Weblog als Autor zu versuchen. Der letzte Punkt ist auch jener, der für Aufruhr unter Journalisten sorgt. Manche sehen in Weblogs eine Gefahr für die klassischen Medien, vor allem durch den Qualitätsverlust publizistischer Inhalte. Manche Journalisten sehen Weblogs lediglich als Ergänzung zum redaktionellen Journalismus und erkennen eine Wechselwirkung zwischen beiden Formen. Der deutsche Journalist und Blogger Mario Sixtus erkennt auch eine symbiotische Beziehung zwischen Blogs und klassischen Medien im Internet. Die Angst vieler Journalisten, dass Blogger ihnen als neue „Information-Gatekeeper“ den Rang ablaufen, hält er für irrational.[14]
Peter Praschl, Journalist und Blogger, sieht in Weblogs Lernchancen für Journalisten. Diese könnten in Weblogs experimentieren, Formen, Tonalitäten und Erzählweisen ausloten, die im traditionellen Journalismus keinen Platz haben. Der Umgang mit Lesern ist in Weblogs intimer und ein großer Vorteil besteht darin, dass Journalisten ihre Weblogs ohne ökonomische Zwänge, Hierarchien und Konkurrenzkämpfe schreiben können.[15]
Jeff Jarvis, einer der bekanntesten Blogger in den USA und
Journalist meint in einem Beitrag der deutschen Netzeitung:
„Journalisten und Blogger sind keine Konkurrenz.
Weblogs sind das beste was dem Journalismus seit seiner Erfindung passiert ist
– nur wollen das die meisten Journalisten nicht zugeben.“[16]
Blogger und Journalisten sollten nicht konkurrieren. Sie haben unterschiedliche Ansätze, von denen beide Seiten profitieren können. Gemeinsam können Nachrichten besser gemacht werden. Blogger können Journalisten helfen, die Wahrheit zu finden. Sie sind in der Lage Fakten bis ins Detail zu zerpflücken. Bei vielen tagesaktuellen Ereignissen sind Blogger durch ihre starke Verlinkung untereinander in der Blogosphäre oft sehr schnell in der Recherche. Einige Journalisten haben das bereits erkannt und haben Weblogs als Rechercheinstrument schätzen gelernt. Sie bieten oft die Möglichkeit, Einzelheiten über die Welt zu erfahren, die normalerweise unterhalb der journalistischen Wahrnehmungsschwelle liegen. Blogger ermöglichen Journalisten eine bessere Lokalberichterstattung und eine Erweiterung ihres Leserkreises.
Journalisten sollte bewusst sein, dass sie über Blogger erfahren können, was die Bevölkerung bzw. der Leser denkt. Im Gegenzug müssen Blogger wissen, dass Journalisten hart arbeiten, um Nachrichten an die Leser zu bringen. Sie haben die Ressourcen, die Ausbildung, den Zugang und die professionellen Standards, die nicht jeder haben kann. Gegenseitiger Respekt ist daher angebracht.[17]
Viele Journalisten betreiben bereits eigene Weblogs, sind dabei aber vom traditionellen Journalismus weit entfernt. Tatsächlich kritisieren Gegner der Weblogs, dass es problematisch sei, letztendlich zu klären, wer für die veröffentlichten Inhalte die Verantwortung trägt. Meistens sind Autor und Herausgeber die selbe Person. Kritische Stimmen kommen vor allem aus den USA, wo Weblogs bereits viel verbreiteter sind, als im deutschsprachigen Raum, in dem die Bedeutung des neuen Internet-Formats eher unterschätzt wird.
Ein weiterer Diskussionspunkt unter Bloggern und Journalisten betrifft journalistische Qualitätskriterien. Unter Bloggern herrscht die verbreitete Auffassung, sich nicht obligatorisch an journalistische Standards halten zu müssen. Trotzdem tendiert man in der Blogger-Community dazu, höhere Qualitätsstandards erreichen zu wollen. Ein erster Schritt um die Qualität der eigenen journalistischen Tätigkeit zu sichern, ist die freiwillige Selbstkontrolle. Ein entscheidender Begriff, der einen ethischen Standard für Journalisten darstellt, ist „Vertrauen“. Auch Blogger können sich bei ihren Lesern eine Vertrauensbasis schaffen, indem sie journalistische Standards einhalten.
Zusammenfassend kann man davon ausgehen, dass Weblogs auch in Zukunft die klassischen Medien nicht ablösen werden. Wie bereits weiter oben erwähnt, werden sie meist als Ergänzung zum traditionellen Journalismus betrachtet. In gewisser Weise bedingen sie einander sogar: Ohne Inhalte aus dem traditionellen Medienangebot, gäbe es keine Kommentare der Blogger.
Diese Wechselwirkung sollten Medienunternehmen nützen und Weblogs in ihr Angebot integrieren. Nur wenige erkennen jedoch diese Möglichkeit. Viel häufiger sind einzelne bloggende Journalisten, wie auch aus der empirischen Untersuchung dieser Arbeit ersichtlich sein wird.
Für Matheson bieten Weblogs einer Art von journalistischem Denken Platz, für das der traditionelle Journalismus wenig Raum lässt. Weblogs stellen für ihn einen demokratischen, interaktiven Raum dar. Von daher betrachtet er Weblogs auch als Konkurrenz des traditionellen Journalismus, auch deshalb, weil Weblogs einen Schritt weg von der Massenkommunikation hin zu einer intimeren Kommunikation ermöglichen.[18]
Eine Besonderheit stellen journalistische Weblogs in Bezug auf die Kontrolle dar. Im Vergleich zu komplexen Content-Management-Systemen, bei denen eine Gruppe von Mitarbeitern (Redakteure) die Beiträge erstellt und eine andere Person oder Gruppe diese Beiträge Korrektur liest und freigibt (z.B. der Chefredakteur oder ein Chef vom Dienst), gibt es bei Weblogs keine redaktionelle Kontrolle. Dafür üben die Leser und andere Blogger eine redigierende Funktion aus.[19]
Die im Rahmen dieser Seminararbeit untersuchten Weblogs fallen hauptsächlich in die von Mark Deuze letztgenannte Kategorie der „share and discussion sites“ (siehe S. 4), auch wenn sie eine starke Verlinkung zu anderen Seiten aufweisen. Trotzdem bieten sie Platz für einen Ideenaustausch und sind auf Interaktion ausgerichtet.
Generell lässt sich sagen, dass journalistische Weblogs in den USA schon sehr viel stärker verbreitet sind als in Deutschland oder anderen deutschsprachigen Ländern. Man könnte diese Tatsache darauf zurückführen, dass die USA in Sachen Internet immer schon etwas voraus und auch bei diesem neuen Phänomen schneller waren. Diese `Rückständigkeit` ist aber nicht als minderwertig abzutun, es zeigt einfach die kulturellen Unterschiede in diesen Ländern. Ein zusätzlicher Grund dürften die Preise der Provider sein, welche mittlerweile stark gesunken sind, wodurch sich Weblogs auch im deutschsprachigen Raum ausbreiten können. Dadurch hat sich auch ein anderes Verhalten der User entwickelt.
Was schätzen bloggende Journalisten an diesem neuen Medium? Es wird von vielen vor allem die Möglichkeit des unbeschränkten Schreibens erwähnt, der man als Journalist bei einer Tageszeitung oft nicht nachgehen kann. Bei einem journalistischen Weblog jedoch setzen einen weder Termine noch Redaktionsschlüsse unter Druck. Auch die Themenvorgabe entfällt – stattdessen ist man sein eigener Herr. Peter Praschl, Journalist und Blogger meint dazu: „Sie [Weblogs, d. Verf.] sind free speech, free press - und nicht der Platz zwischen Anzeigen.“ [20]
Das Weblog spielt aber nicht die Rolle eines Spielplatzes für
Journalisten, auf dem sie sich nach Lust und Laune austoben können, auch der
Vermarktungsaspekt ist für viele bloggende Journalisten wesentlich. So
verwenden gerade junge und freiberufliche Journalisten dieses Medium gerne
dazu, um ihre Texte online zu stellen und somit Redaktionen auf ihre Arbeit
aufmerksam zu machen. Der freie Journalist und Blogger Mario Sixtus meint dazu:
„Mein Blog erfüllt die Funktion eines permanenten Lebenszeichens.“[21]
Viele bloggende Journalisten verwenden ihre Weblogs auch als „Anzeigentafel“. Sie nehmen durch Werbeeinnahmen oft mehr ein, als in ihrem ehemaligen traditionellen, journalistischen Job bei renommierten Zeitungen.[22]
Der empirische Teil dieser Seminararbeit wird sich unter anderem mit dieser Frage nach der Intention bloggender Journalisten befassen.
Ziel der empirischen Untersuchung war es, die
Besonderheiten und Kennzeichen journalistischer Weblogs zu finden. Da sich im
Zuge der Literaturarbeit und der ersten Recherchen bereits zeigte, dass es
journalistische Weblogs als homogenes Untersuchungsfeld nicht gibt, wurde auch
die Intention der Autoren interessant. Untersucht werden sollte vor allem die
Hypertextualität und Interaktivität der journalistischen Weblogs, da diese ein
wesentliches Merkmal darstellen.
Es sei an dieser Stelle noch einmal auf die
Forschungsfragen dieser Seminararbeit hingewiesen:
F1: Was kennzeichnet
journalistische Weblogs?
F2: In welcher Form werden journalistische Weblogs
genutzt?
F3: Gibt es Kriterien für die Qualität
journalistischer Weblogs?
Als Methode für die empirische Untersuchung
journalistischer Weblogs wurde die empirische Inhaltsanalyse verwendet. Diese
ist nach einer weit gefassten aber gängigen Definition eine
„Forschungstechnik, mit der man aus jeder Art von Bedeutungsträgern durch systematische und objektive Identifizierung ihrer Elemente Schlüsse ziehen kann, die über das einzelne analysierte Dokument hinaus verallgemeinerbar sein sollen.“[23]
Für diese Untersuchung wurde ein Codebogen angefertigt. Im Zuge der empirischen Inhaltsanalyse wurden 19 zufällig ausgewählte Weblogs untersucht. Diese Weblogs waren das Ergebnis einer Online- Recherche, die in erster Linie über die Suchmaschine Google durchgeführt wurde. Dort stehen Seiten, die auf anderen Internetseiten oft verlinkt wurden, weiter vorne. Da es ein Merkmal von Weblogs ist, dass sie oft auf andere Seiten verlinken und verlinkt werden, schien diese Methode passend um die wichtigsten Weblogs aufzuspüren.
Die ausgewählten Weblogs wurden aufgeteilt, und anhand des
Codebogens (siehe Anhang) untersucht. Zeitpunkt und Ergebnisse dieser
Untersuchung werden in den Kapiteln 5.3. und 5.4. näher behandelt.
Der zweite Teil der Untersuchung betreffend die
Intention der Weblog-Autoren bestand in einer Auswertung der Antwort-Mails der
Autoren auf eine Anfrage per E-Mail. Gefragt wurde nach dem Grund, warum der
Weblog ins Leben gerufen wurde, seinem Zweck, ob es ein Privatvergnügen,
Freestylezone oder eine journalistische Tätigkeit darstellt und ob Themen
parallel zum Weblog im klassischen Medium behandelt würden. Aus den elf
Antworten war es möglich, Tendenzen hinsichtlich der Motivation der
Journalisten, einen Weblog zu betreiben, zu erkennen.
Wie bereits weiter oben festgestellt, hat sich bereits bei den
Recherchen gezeigt, dass journalistische Weblogs ein heterogenes
Untersuchungsfeld darstellen. Die Auswahlkriterien für die zu untersuchenden
Weblogs wurden daher auf ein einziges Merkmal reduziert:
Ø
Als journalistische Weblogs gelten
Weblogs, deren Autoren journalistisch tätig sind.
Insgesamt gingen 19 Weblogs in die Untersuchung ein. Bei zehn der ausgewählten Weblogs handelt es sich um solche, die von Journalisten unabhängig von ihrem Stammmedium erstellt werden (=“Privat“). Die restlichen neun Weblogs sind Teil eines Online-Auftritts eines Mediums (=“Medienauftritt“). Dadurch entstand bereits eine erste Unterscheidung. Folgende Weblogs wurden untersucht:
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URL |
Untersuchungsdatum |
|
http://www.sixtus.net |
23.1.2005 |
|
23.1.2005 |
|
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http://www.worldwideklein.de |
23.1.2005 |
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13.1.2005 |
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http://www.dailymo.de |
13.1.2005 |
|
http://www.editorialnotes.de |
13.1.2005 |
|
http://www.Notizblog.de |
20.1.2005 |
|
http://www.x-ploration.de |
20.1.2005 |
|
http://www.turibulum.de/harry/blog |
29.1.2005 |
|
29.1.2005 |
|
URL |
Untersuchungsdatum |
|
23.1.2005 |
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http://weblog.freizeit.kurier.at |
29.1.2005 |
|
http://www.rhein-main.net/fnp/weblog |
29.1.2005 |
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http://blog.handelsblatt.de/wahlbeobachter/ |
29.1.2005 |
|
http://blog.wiwo.de/silicon-valley/ |
29.1.2005 |
|
http://kino.kaywa.ch/ |
29.1.2005 |
|
http://www.szon.de/blog |
20.1.2005 |
|
http://Blogg.zeit.de/bittner |
29.1.2005 |
|
http://Zeitmusik.blogg.de |
29.1.2005 |
Als erstes Merkmal wurde in der Analyse die Hypertextualität der Weblogs untersucht. Darunter versteht man Folgendes:
„Hypertext ist ein von dem Informatiker Theodor L. Nelson in den sechziger Jahren
geprägter
Begriff für einen Text, der dreidimensional organisiert ist und von Textstellen
auf weitere Textstellen verweisen kann. Diese Eigenart erlaubt es, Texte nicht
nur linear, sondern auch in einer Art räumlicher Struktur zu lesen.“[24]
Um also herauszufinden wie stark die Hypertextualität bei den ausgewählten Weblogs ausgeprägt ist, wurden jeweils die letzten zehn Beiträge der Autoren einer genaueren Betrachtung unterzogen. Erhoben wurden dabei die Links zu Seiten innerhalb des eigenen Angebots, Links zu anderen Weblogs, Links zu Seiten im WWW außerhalb des Angebots und Trackbacks. Unter Trackbacks versteht man Folgendes:
„Ein Trackback informiert
ein anderes Blog, dass auf einen Artikel Bezug genommen wurde. Unter den
betreffenden Eintrag auf dem anderen Blog wird dann ein Verweis zum eigenen
Blog mitsamt Exzerpt angegeben. Trackback erlaubt das Fortführen einer
Diskussion auf verschiedenen Blogs.“[25]
Weiters wurde bei den ausgewählten Weblogs auch die Interaktivität untersucht. Durch die Erhebung der im Betrachtungszeitraum geschriebenen Kommentare durch Leser und darauf bezogene Reaktionen der Autoren sollte festgestellt werden, inwieweit es sich bei Weblogs tatsächlich um einen demokratischen und interaktiven Raum handelt, der einen regen Austausch zwischen Kommunikator und Rezipienten ermöglicht.

Quelle: eigene Grafik
Beide erhobenen Merkmalsgruppen sind bei unabhängigen journalistischen Weblogs deutlich stärker ausgeprägt. So verfügen diese in den betrachteten zehn Beiträgen über durchschnittlich 18,7 Links und Trackbacks und 17,7 Kommentare. Die journalistischen Weblogs, die Teil eines Online-Auftritts sind, kamen dagegen nur auf durchschnittlich 7,33 Links und Trackbacks und 8,56 Kommentare.
Unterzieht man die Merkmalsgruppen Interaktivität und Hypertextualität einer detaillierten
Betrachtung, ergibt sich folgendes Bild:
Quelle: eigene Grafik
Links innerhalb des eigenen Angebots sind mit 0,6 beziehungsweise 0,56 derartiger Links innerhalb der letzten zehn Beiträge sowohl bei den privaten Weblogs, als auch bei den Weblogs, die zu einem Online-Auftritt gehören, Mangelware. Links zu anderen Weblogs innerhalb des Textes sind nur bei privaten Weblogs mit durchschnittlich 4,1 zwar selten anzutreffen, bei Weblogs, die Teil eines Online-Auftritts eines Mediums sind, kommen sie mit durchschnittlich 0,22 aber praktisch nicht vor. Dies ist auch bei den Trackbacks zu beobachten. Die zehn privaten Weblogs kamen im Beobachtungsraum auf durchschnittlich 2,2 Trackbacks, während die Medienauftritt-Weblogs nur 0,44 enthielten. Am häufigsten sind die Links zu anderen Seiten im WWW. Private Weblogs verfügen über durchschnittlich 11,8, Medienauftritt-Weblogs über durchschnittlich 6,11 derartige Links.
Was die Anzahl der Kommentare betrifft, liegen die privaten journalistischen Weblogs ebenfalls klar voran. So fanden sich in den zehn untersuchten Beiträgen durchschnittlich 15,1 Kommentare und 2,6 Reaktionen durch den Autor, während bei den Medienauftritt-Weblogs nur 8,11 Kommentare und 0,44 Reaktionen zu finden waren.
Schlüsselt man das obige Ergebnis nach privaten journalistischen Weblogs und Medienauftritt-Weblogs auf, ergibt sich folgendes Bild:

Quelle: eigene Grafik
Bei den privaten journalistischen Weblogs sind mit einer Ausnahme (www.sixtus.net) die Links ins WWW dominant und bis auf eine Ausnahme (www.turibulum.de/harry/blog) sind alle in Form von Links innerhalb des Textes oder in Form von Trackbacks mit anderen Weblogs verlinkt. Auf Links ins eigene Angebot wird weitgehend verzichtet.
Quelle: eigene Grafik
Im Gegensatz zu den privaten journalistischen Weblogs gibt es bei den Medienauftritt-Weblogs deutliche Unterschiede. So verfügt ein Weblog (www.berlinonline.de/tip/blog) über keine Links, vier weitere haben in den untersuchten zehn Beiträgen weniger als fünf Links gesetzt. Links zu anderen Weblogs und Trackbacks kommen nur in fünf Fällen vor und das in einem deutlich geringerem Ausmaß als bei privaten journalistischen Weblogs. Auf Links ins eigene Angebot wird ebenfalls bis auf zwei Ausnahmen (http://kino.kaywa.ch und www.szon.de/blog) verzichtet.
Analog zum Merkmal Hypertextualität führt die genauere Betrachtung des Merkmals Interaktivität nach privaten journalistischen Weblogs und nach Medienauftritt-Weblogs aufgeschlüsselt zu folgendem Bild:
Quelle: eigene Grafik
Bis auf eine Ausnahme (www.turibulum.de/harry/blog) waren bei allen untersuchten Weblogs Kommentare zu finden. Vier Weblogs enthielten sogar 30 oder mehr Kommentare in den untersuchten zehn Einträgen und sechs der zehn Weblog-Betreiber reagierten auf die Kommentare der Leser. Im Weblog www.x-ploration.de reagierte der Autor besonders häufig auf Kommentare durch Rezipienten. Fast ein Drittel der auf den Text bezogenen Kommentare stammen hier vom Autor.
Etwas anders gestaltet sich das Bild bei den Medienauftritt-Weblogs:
Quelle: eigene Grafik
Auffällig ist, dass drei der zehn Weblogs keine Kommentare und nur drei Weblogs 15 oder mehr aufzuweisen hatten. Reaktionen durch die Autoren waren ebenfalls Mangelware. So führten Kommentare durch die Leser nur bei drei der untersuchten Weblogs zu einer Reaktion durch den Autor.
Formal wurde, wie bereits zu Beginn des Kapitels erwähnt, zwischen eigenständigen privaten journalistischen Weblogs und Weblogs, als Teil eines Medienauftritts unterschieden.
Weitere formale Merkmale, die in der Untersuchung analysiert wurden, sind:
Zeitliche Aktualität: Generell besteht der Wunsch der Blogger, so oft wie möglich Beiträge zu posten. Trotzdem variiert der Grad der zeitlichen Aktualität sehr stark. 10 von 19 Blogs veröffentlichen mindestens 7 Einträge pro Woche. Nur 4 Weblogs stellen nur ein bis zwei Einträge pro Woche online.
Registrierung: bei sechs der 19 untersuchten Blogs musste sich der Leser registrieren lassen, um Kommentare posten zu können.
Information über den Autor: die Menge an Informationen über die Autoren der Weblogs variiert stark. Sie reicht von keiner Information (außer dem Namen) bis hin zu ausführlichen Lebensläufen mit Foto. Bei den neun Weblogs, die Teil eines Medienauftritts einer Zeitung sind, waren diese Informationen deutlich spärlicher und enthielten in der Regel nur den Namen und die berufliche Position des Autors.
Form der direkten Kontaktmöglichkeiten: bei 7 der 19 Weblogs werden neben der E-Mail-Adresse auch Wohnanschrift und Telefonnummer angegeben, was zum Teil auf die Impressumspflicht auf Internetseiten zurückzuführen ist. Das erklärt auch, warum es bei „Medienauftritt-Weblogs“ weniger Kontaktmöglichkeiten und Informationen über den Autor gibt. Hier ist der Absender das Medienunternehmen. Bei zwei Weblogs kann der User lediglich über E-Mail Kontakt aufnehmen und bei 7 Weblogs gibt es keine direkten Kontaktmöglichkeiten.
Aufbau der Beiträge: Bei allen bis auf einen Weblog haben die Beiträge zumindest eine Überschrift. Nur bei drei Weblogs - die Teil eines Medienauftritts sind - findet man in der Gestaltung einen Teaser.
Kommentarmöglichkeiten: Bei 18 der Weblogs besteht die Möglichkeit, direkt anschließend an einen Beitrag Kommentare zu posten. In der Auswertung wurde zwischen der Tiefe der „Klick-Ebenen“ unterschieden. Bei 12 Weblogs muss man nur einmal einen Button anklicken (2. Ebene), um ein Kommentar schreiben zu können. Bei vier Weblogs ist dies erst in der 3. Ebene, bei zwei sogar erst in der 4. Ebene möglich. Dies kennzeichnet vor allem die Benutzerfreundlichkeit der Weblogs. Bei den „Medienauftritt-Weblogs“ findet man die direkte Möglichkeit, Kommentare zu schreiben selten.
Verwendung von Multimediainhalten: Zwar werden in 7 der 19 Blogs Fotos verwendet, in keinem finden sich jedoch Audio- oder Videobeiträge.
Die untersuchten Weblogs weisen eine große Themenvielfalt auf und lassen sich daher in diesem Punkt kaum vergleichen. In Hinblick auf die Intention der bloggenden Journalisten kann man bereits vorwegnehmen, dass bei jenen, die den Blog als Fortführung ihrer journalistischen Tätigkeit sehen, generell weniger unterschiedliche Themen behandelt werden. Viele konzentrieren sich auf ihr Spezialgebiet bzw. Ressort, in dem sie hauptberuflich tätig sind. Journalisten, für die das Weblog ein Hobby darstellt, tendieren dazu, viele verschiedene Themen, die ihnen im Alltag begegnen, zu behandeln.
Die Intention, ein Weblog zu betreiben, ist bei den elf Autoren, die auf die Anfrage per Mail geantwortet haben, sehr unterschiedlich. Die „privaten“ Blogs wurden meist aus Neugierde auf das neue Medium gegründet. Ausnahmen bilden die Weblogs, die Teil eines Medienauftritts einer Zeitung sind: hier wurden die Autoren zumeist von der Redaktion gebeten oder beauftragt, ein Blog begleitend zu ihrer klassischen journalistischen Tätigkeit zu betreuen. Genutzt wird das Weblog von den meisten als Möglichkeit, über Dinge zu schreiben, die keinen Platz in einem Beitrag haben, oder die sonst verloren gehen würden. Den Vorteil sehen die Journalisten darin, dass sie keine Redaktionsschlüsse einhalten müssen und freie Themenwahl haben. Als besonders angenehm empfinden mehrere Journalisten die große Nähe und den Austausch mit den Lesern. Über das Medium Weblog lässt sich die (politische) Berichterstattung beobachten und aufdecken. Die Möglichkeit, ständig Live Content (auch Fotos) zu bieten, ist für einige attraktiv. Journalisten als Blogger können eine Vermittlerrolle zwischen dem Selbstverständnis der Medien und der Blogger einnehmen.
Fünf der Autoren geben an, das Weblog als Hobby
und Privatvergnügen zu führen, was nicht heißt, dass es auch um private Themen
geht. Vier geben an, es als Fortführung der journalistischen Tätigkeit zu
sehen. Hierzu ist zu sagen, dass darunter drei Journalisten sind, die im
Auftrag des Mediums schreiben. Nur einer der Journalisten, die privat bloggen,
nutzt das Weblog um seine journalistische Tätigkeit mit anderen Mitteln
fortzuführen. Zwei Autoren nutzen ihre Blogs privat und für journalistische Tätigkeiten.
Drei Autoren verweisen auf die Möglichkeit des Freestyles: Stilmittel und Form
ausprobieren zu können, frei zu schreiben, ohne dass ein Chefredakteur
kontrolliert – das sind die genannten Vorteile der Weblogs. Man kann kurz
auf etwas aufmerksam machen, über das man nicht gleich einen langen Artikel
schreiben möchte.
Vier Autoren meinen, die journalistische Arbeit solle strikt vom Blog getrennt werden, unter anderem auch deshalb, weil die Vermischung ein Kündigungsgrund wäre. Drei weitere Blogger behandeln nur manchmal das gleiche Thema im Blog und in einem Beitrag, jedoch auch nur dann, wenn es nicht im Konflikt zum Auftrag steht. Manchmal lassen sich im Blog interessante Dinge veröffentlichen, die in traditionellen Medien keinen Platz haben. Auch die Möglichkeit, im Blog auf einen eigenen Beitrag zu verweisen, wird genutzt. Vor allem bei den vom Stammmedium in Auftrag gegebenen Blogs werden natürlich meistens die Themen parallel behandelt.
Ein wesentliches Ergebnis dieser Seminararbeit ist
die Feststellung, dass es DIE journalistischen Weblogs nicht gibt. Journalisten
bloggen, wie viele andere Blogger, aus Neugierde und Freude am Schreiben.
Außerdem ist anzunehmen, dass Journalisten durch ihre berufliche Tätigkeit
– das Schreiben – guten Zugang und großes Interesse daran haben,
neue Formen der Ausdrucksmöglichkeiten zu nutzen. Wie aus der empirischen
Arbeit hervorgeht, sind die Intentionen und Ziele und somit auch die Inhalte
der journalistischen Weblogs sehr verschieden. Dies lässt sic unter anderem
darauf zurückführen, dass viele der bloggenden Journalisten, als „Privatperson“
bloggen, und sich daher nicht viel von anderen privaten Bloggern unterscheiden.
Journalistische Weblogs, die den traditionellen Medien am ähnlichsten sind,
sind jene, die Teil des Online-Auftritts eines Mediums sind.
Eine interessante Entdeckung wurde bereits während
der Recherche nach, für die Untersuchung geeigneter, Weblogs gemacht: Die
gefundenen deutschsprachigen Weblogs, die von Journalisten betrieben werden,
stammen alle (bis auf den KURIER-Weblog) aus Deutschland oder der Schweiz. Da
man nicht davon ausgehen kann, dass es in Österreich keine bloggenden
Journalisten gibt, ist anzunehmen, dass es an der Community-Bildung unter
Bloggern liegt. Während der Recherche wurde hauptsächlich mit der Suchmaschine
Google nach Weblogs gesucht. Diese funktioniert nach dem Prinzip, dass Links
nach der Häufigkeit, mit der sie angewählt werden, in der Suchliste gereiht
werden. Das heißt, besonders häufig besuchte Weblogs stehen an oberster Stelle.
Da dies nur deutsche Weblogs waren, kann man davon ausgehen, dass diese
häufiger frequentiert werden als österreichische. Auch dürfte die Community der
bloggenden Journalisten in Deutschland sehr groß sein und eng in Kontakt stehen.
Das ist auch daran erkennbar, dass innerhalb der Weblogs sehr häufig auf die
Blogs anderer Journalisten verwiesen wurde.
Im Rahmen dieser Arbeit stand die Analyse journalistischer Weblogs im
Mittelpunkt. Folgende Forschungsfragen wurden aufgeworfen:
F1: Was kennzeichnet
journalistische Weblogs?
F2: In welcher Form werden journalistische Weblogs
genutzt?
F3: Gibt es Kriterien für die Qualität
journalistischer Weblogs?
Antwort auf F1:
Nach der Definition, die im Rahmen dieser Arbeit verwendet wurde, kennzeichnet journalistische Weblogs vor allem, dass ihre Betreiber als Journalisten tätig sind. Das bedeutet wiederum, dass es sich bei diesen Bloggern um solche mit hohem Professionalisierungsgrad handelt. Da viele der Journalisten als Privatperson bloggen, ist die Themenwahl und Gestaltung der Weblogs kaum zu vergleichen. Würde man die Themen mit Weblogs von Unternehmen vergleichen, die der Öffentlichkeitsarbeit dienen, würde man jedoch vermutlich feststellen, dass journalistische Weblogs in der Themenwahl freier sind und um das tägliche Leben, Politik und Kultur kreisen können, während bei Unternehmensweblogs klarerweise Inhalte im Vordergrund stehen, die das Unternehmen in irgendeiner Form betreffen. Blogs, die von ihren Betreibern als Fortführung ihrer journalistischen Tätigkeit genutzt werden, kennzeichnen sich natürlich durch eine gewisse „Ressort-Zugehörigkeit“. Im Prinzip könnte man journalistische Weblogs mit Kolumnen oder Kommentaren in klassischen Medien vergleichen. Wie bereits im Rahmen der Definition von Onlinejournalismus aufgeführt, gehört es unter anderem zu den Aufgaben von Onlinejournalisten ihre Beiträge durch Hyperlinks mit anderen Quellen, Berichten oder Datenbanken zu verbinden, um dem Rezipienten eine vertiefende Beschäftigung mit dem Thema zu ermöglichen. Wird das unterlassen, verzichtet der Autor auf Chancen, die die mediale Infrastruktur Internet eröffnet. Während private journalistische Weblogs diese Chance überwiegend nützen, bleibt sie bei Medienauftritt-Weblogs teilweise sogar gänzlich unberücksichtigt. Ein Fehler, denn durch die Setzung von Links könnte der Weblog-Autor den Nutzen des Rezipienten mit wenig Aufwand deutlich erhöhen. Natürlich könnte diese Chance durchaus bewusst ausgelassen werden, da die Verantwortlichen, die hinter diesen Weblogs stehen, vielleicht kein Interesse daran haben, die Rezipienten auf andere Seiten – hin zur Konkurrenz - zu leiten. Zudem ist auffällig, dass Medienauftritt-Weblogs nur in äußerst geringem Ausmaß auf andere Weblogs verweisen, was verhindert, dass eine weblog-übergreifende Diskussion und eine Art von Community entsteht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Medienauftritt-Weblogs in Punkto Interaktivität den privaten journalistischen Weblogs hinterherhinken, da sie durch den teilweisen Verzicht auf weiterführende Links und auf die Verlinkung mit anderen Weblogs auch die Möglichkeit der Diskussion einschränken. Dieser Verzicht wird teuer erkauft, da er gleichzeitig auch die Chancen auf direktes Feedback einschränkt.
„Durch das Feedback erhält der Kommunikator Hinweise
auf die Qualität des Rezipierens, d.h. auf die ‚Verstehensleistung’ des
Rezipienten. Das Feedback gibt Auskunft über den Erfolg des kommunikativen
Handelns des Kommunikators und damit über den Grad der erreichten Verständigung
zwischen den Kommunikationspartnern“[26]
Zudem reagierten die Autoren der Medienauftritt-Weblogs nur in drei Fällen durch eigene Kommentare auf die Kommentare der Rezipienten, wodurch eine bessere Verständigung nicht gerade gefördert wird. Was die Interaktivität betrifft muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass die niedrigeren Werte bei den Kommentaren auch damit zu tun haben könnten, dass einige der Weblogs erst vor ein bis zwei Monaten online gegangen sind und folglich weniger Zeit gehabt haben, sich einen Leserkreis aufzubauen. Auf der anderen Seite hatten sie aber auch einen klaren Startvorteil, da es durch ihre Verknüpfung mit der Onlineausgabe eines Mediums sicher einfacher ist, auf sich aufmerksam zu machen. Bei späteren Untersuchungen sollte aber darauf geachtet werden, dass nur Weblogs verglichen werden, die bereits über einen zu definierenden Zeitraum im Betrieb sind, da die Ergebnisse dadurch eher vergleichbar sind.
Antwort auf F2:
Wie bereits zur ersten Forschungsfrage angemerkt,
werden journalistische Weblogs vornehmlich von Journalisten privat genutzt.
Medien verzichten noch vielfach auf die Nutzung dieses neuen Mediums, welches
als Ergänzung zu klassischen Journalismus viele Vorteile mit sich bringt. Die Möglichkeiten
für Recherche, direkteren Kontakt zum Leser und die Möglichkeit für den Leser,
sich durch die Hypertextualität der Weblog-Beiträge, in Themen vertiefen zu
können, werden noch nicht erkannt. Jene Medienunternehmen, die Weblogs
betreiben, nutzen sie vor allem der zeitlichen Unabhängigkeit und Aktualität
wegen. Journalisten, die unabhängig von ihrem Stammmedium bloggen sehen den
Zweck ihrer Weblogs sehr verschieden. Der Anteil, der das Blog für seine
journalistische Arbeit nützt, entspricht ungefähr dem anderen Teil, der Weblogs
als reine Freizeitbeschäftigung sieht. Die Mehrheit nützt jedoch das Weblog, um
uneingeschränkt in Form und Stil schreiben zu können. Die zeitliche
Flexibilität, die zeitliche Aktualität und der intimere Kontakt zu den Lesern
bietet für die meisten Journalisten hohe Attraktivität.
Antwort auf F3:
Da aus der Untersuchung journalistischer Weblogs
hervor ging, dass es DIE journalistischen Weblogs nicht gibt, da ihre
Intentionen völlig verschieden sind, lassen sich auch keine einheitlichen
Qualitätskriterien nennen. Betrachtet man die journalistischen Weblogs als
Privatvergnügen ist es eigentlich auch unzulässig von Qualitätskriterien zu
sprechen. Wie in Kapitel 3 beschrieben, halten es viele Blogger nicht für
notwendig sich an bestimmte Qualitätsstandards zu halten. Jene Weblogs, die
gezielt als Fortführung der journalistischen Tätigkeit verstanden werden
wollen, sollten sich jedoch durch entsprechende journalistische
Qualitätskriterien auszeichnen. Wie im klassischen Journalismus müssen sie zum
Ziel haben eine Vertrauensbasis mit dem Leser zu bilden. Sie sollten das
Tagesgeschehen widerspiegeln, Themen kompetent einordnen und kritisch
betrachten. Dem Leser sollte die Möglichkeit geboten werden, sich durch die
Hypertextualität der Beiträge in eine Thema vertiefen zu können.
Burkart,
Roland: Kommunikationswissenschaft. Grundlagen und Problemfelder. Umrisse einer
interdisziplinären Sozialwissenschaft. 4. Aufl., Wien u.a., 2002.
Dernbach, Beatrice/ Rühl, Manfred/ Theis- Berglmaier, Anna Marie (Hrsg.): Publizisitk im vernetzten Zeitalter. Berufe – Formen – Strukturen. Opladen/ Wiesbaden, 1998.
Fikisz, Walter: Der Wandel der Prinzips der
Öffentlichkeit durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Weblogs
und ihre Auswirkungen auf den traditionellen Journalismus., Eisenstadt,
Fachhochschule, Diplomarbeit, 2004.
Kromrey, Helmut: Empirische Sozialforschung.
Modelle und Methoden der standardisierten Datenerhebung und Datenauswertung. 9.
Aufl., Opladen, 2000.
Neverla, Irene: Online-Tagebücher und Weblogs.
Aktuelle Selbstveröffentlichungen im Netz als neue Formen gesellschaftlicher
Selbstverständigung., Hamburg, 2004.
Internet-Quellen:
Christmann,
Nina: Blogger – Journalismus leicht gemacht (2003), online im WWW unter
URL: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neues/service/45179/
(Stand: 19.12.2004).
Deuze, Mark (2003): The web and its journalisms: considering the
consequences of different types of newsmedia online, in: new media &
society (5), S. 206, online im WWW unter http://nms.sagepub.com/cgi/reprint/5/2/203
(Stand: 23.10.2004).
Jarvis, Jeff: Journalisten und Blogger sind keine
Konkurrenz (2004), online im WWW unter URL: http://www.netzeitung.de/medien/308916.html. (Stand: 3.2.2005).
Matheson, Donald (2004): Weblogs and the epistemology of the news: some
trends in online journalism, in: new media & society (6), S. 445, online im
WWW unter http://nms.sagepub.com/cgi/reprint/6/4/443
(Stand: 23.10.2004).
http://www.diegegenwart.de/ausgabe40/klaerung.htm.
(Stand: 2.2.2005).
http://www.zeit.de/archiv/2001/31/200131_m_weblogs.xml. (Stand: 31.1.2005).
http://www.abseits.de/weblogs.html. (Stand: 31.1.2005).
http://www.onlinejournalismus.de/forschung/interview_praschl.php
(Stand: 3.2.2005).
http://www.onlinejournalismus.de/forschung/interview_sixtus.php (Stand: 3.2.2005).
http://www.onlinejournalismus.de/forschung/weblogs_von_journalisten_haupt2.php. (Stand:
4.2.2005).
http://www.ikarus.uni-dortmund.de/Archiv/Kommunikation/Spezifika/Hypertextualitaet.
shtml. (Stand: 7.12.2004).
http://www.onlinejournalismus.com/olj/donline.htm. (Stand 6.11.2004).
1. Inhaltlich
|
Eigenständige Seite oder Teil eines Medienauftritts Adresse und Name des Weblogs: |
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|
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|
Behandlung des Themas: Seriös
Satire |
2. Formal
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Information über Autor vorhanden:
(Lebenslauf, Photo usw..) |
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Journalistischer Hintergrund des Autors: |
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Häufigkeit der Einträge: |
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Verwendung von Multimedia: ( Audio, Video
) vorhanden |
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Intention des Autors genannt: Ja Nein |
|
Explizit Implizit |
|
Was ist die Intention? |
1.
Inhaltlich
- Eigenständige Seite = Weblog ist unabhängig vom Stammmedium des Autors
- Teil eines Medienauftritts = Weblog ist Teil eines Online- Auftritts einer Mediums
- Thema (zutreffendes ankreuzen)
- nur ein Thema wird behandelt - es werden mehrere Themen behandelt
- Thema des Weblogs
- Wie wird das Thema behandelt: - ernst, die Einträge behandeln Themen ernsthaft, mit dem Wunsch nach seriösem Auftreten.
-Humorvoll, die Einträge sind nicht immer ernst zu nehmen, dies enthält auch ironische Beiträge.
2.
Formal
- Registrierung: - Ja, es ist eine Registrierung notwendig, um alle Funktionen zu nutzen.
- Nein, es ist keine Registrierung vorhanden.
- Informationen über den Autor: Sind Informationen vorhanden, wenn ja, welche?
- Kontaktmöglichkeiten: - Direkte Kontaktmöglichkeiten ( z.B.: E- Mail, Adresse, Telefon usw.) vorhanden.
- Indirekte Kontaktmöglichkeiten (z. B.: Forum) vorhanden.
- Journalistischer Hintergrund: Medien, für die der/ die Autor/in tätig ist erwähnen (dient der Kontrolle, ob der Weblog in das Profil paßt.)
- Aufbau der Einträge: vorhandene Elemente ankreuzen
- Überschrift
- Teaser
- Text
- Häufigkeit der Einträge: Durchschnittliche Häufigkeit der Einträge pro Woche
- Anzahl der Links in den letzten 10 Einträgen angeben, für
- Wie viele Links kommen insgesamt vor
- Links die zu anderen Weblogs verlinken
- Links, die Seiten innerhalb des eigenen Angebots verlinken
- Links die zu anderen Websites verlinken
- Verwendung von Multimedia: - Werden Multimediadateien ( z. B.: Audio, Videodateien) verwendet.
- Anzahl der Kommentare von Lesern in des letzten 10
Einträgen.
- Anzahl der Reaktionen des Autors auf User-
Kommentare.
3.
Intention des Bloggers
Wird die Intention des Bloggers genannt: - Ja
- Nein
Falls sie genannt wird: - wird sie explizit genannt
- kann man sie als User herauslesen= implizit
Falls
sie genannt wird: -
Was ist die Intention des Bloggers?
[1] Vgl. http://www.onlinejournalismus.com/olj/donline.htm. (Stand 6.11.2004).
[2] Vgl. Dernbach, 1998, S. 60-61.
[3] Deuze, Mark (2003): The web and its
journalisms: considering the consequences of different types of newsmedia
online, in: new media & society (5), S. 206, online im WWW unter http://nms.sagepub.com/cgi/reprint/5/2/203
(Stand: 23.10.2004).
[4] Vgl. Deuze, Mark (2003): The web
and its journalisms: considering the consequences of different types of
newsmedia online, in: new media & society (5), S. 205-212, online im WWW
unter http://nms.sagepub.com/cgi/reprint/5/2/203
(Stand: 23.10.2004).
[5] Matheson, Donald (2004): Weblogs
and the epistemology of the news: some trends in online journalism, in: new
media & society (6), S. 445, online im WWW unter http://nms.sagepub.com/cgi/reprint/6/4/443
(Stand: 23.10.2004).
[6]Anmerkung: John Borgar scheint in verschiedenen Literaturquellen auch als John Barger auf.
[7] Vgl. URL: http://www.diegegenwart.de/ausgabe40/klaerung.htm.
(Stand: 2.2.2005).
[8] Vgl. Christmann, Nina: Blogger – Journalismus leicht gemacht (2003), online im WWW unter URL: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neues/service/45179/ (Stand: 19.12.2004).
[9] Vgl. Neverla, 2004, S. 3.
[10] Vgl. URL: http://www.zeit.de/archiv/2001/31/200131_m_weblogs.xml.
(Stand: 31.1.2005).
[11] Neverla, 2004, S. 3.
[12] Vgl. Neverla, 2004, S. 2.
[13] Vgl. URL: http://www.abseits.de/weblogs.html. (Stand: 31.1.2005).
[14] Vgl. Sixtus (2004), zit. nach: Fikisz, 2004, S. 39.
[15] Vgl. Praschl (2004), zit. nach: Fikisz (2004), S. 40.
[16] Jarvis, Jeff: Journalisten und Blogger sind keine
Konkurrenz (2004), online im WWW unter URL: http://www.netzeitung.de/medien/308916.html. (Stand: 3.2.2005).
[17] Vgl. Jarvis, Jeff: Journalisten und Blogger sind
keine Konkurrenz (2004), online im WWW unter URL: http://www.netzeitung.de/medien/308916.html. (Stand: 3.2.2005).
[18] Matheson, Donald (2004): Weblogs
and the epistemology of the news: some trends in online journalism, in: new
media & society (6), S. 443-453, online im WWW unter http://nms.sagepub.com/cgi/reprint/6/4/443
(Stand: 23.10.2004).
[19] Vgl URL: http://www.abseits.de/weblogs.html. (Stand: 31.1.2005).
[20] Vgl. URL: http://www.onlinejournalismus.de/forschung/interview_praschl.php
(Stand: 3.2.2005).
[21] Vgl. URL : http://www.onlinejournalismus.de/forschung/interview_sixtus.php (Stand: 3.2.2005).
[22] Vgl. URL: http://www.onlinejournalismus.de/forschung/weblogs_von_journalisten_haupt2.php. (Stand 4.2.2005).
[23] Kromrey, 2000, S. 298.
[24] Vgl. URL: http://www.ikarus.uni-dortmund.de/Archiv/Kommunikation/Spezifika/Hypertextualitaet.shtml. (Stand: 7.12.2004).
[25] Vgl. URL: http://www.zeit.de/blogs/index. (Stand: 12.12.2004).
[26] Burkart, 2002, S. 69.