2007-03-20

Mehr Ehrlichkeit in der Terror-Debatte gefordert

--- Thomas Steinmann redet Tacheless in einem Kommentar f�r die FTD �ber das Terrorgehabe der Bundesregierung und der Sicherheitsbeh�rden:
In Gro�britannien haben sie immer gewusst, dass es passieren w�rde. Und sie haben es den B�rgern immer offen und ehrlich gesagt: "Es ist v�llig unvermeidlich, dass Terroristen einen Anschlag versuchen werden", betonten die Chefs von Scotland Yard bei jeder Gelegenheit. Wenn Islamisten bereit seien, ihr Leben zu opfern, sei es ein "reines Wunder, wenn einige nicht irgendwann Erfolg h�tten", sagte Londons B�rgermeister Ken Livingstone. ... Entsprechend unaufgeregt gingen die Briten mit dem Ernstfall um. ... Es ist bedauerlich, dass [hierzulande] keiner diese Wahrheit ausspricht. Die Verantwortlichen fl�chten sich lieber in hohle Phrasen, die die Bev�lkerung beruhigen sollen - die wegen ihrer Unsch�rfe aber genau das Gegenteil bewirken. Da ist die Rede von einer "abstrakten Gef�hrdung" oder davon, dass Deutschland "Teil eines weltweiten Gefahrenraums" sei. Was aber ist der Wert dieser Aussage, wenn der Gefahrenraum ohnehin weltweit ist? ... Hat der B�rger aber das Gef�hl, dass ihm das wahre Ausma� der Bedrohung vorenthalten wird, verliert er das Vertrauen in diejenigen, die ihn sch�tzen sollen. So wird die Hysterie gez�chtet, die sich am Tag X Bahn bricht. Doch die Bev�lkerung kann viel besser mit dem Wissen um den Ernst der Lage umgehen, als es ihr Politiker zutrauen. ... Ehrliche Innenminister m�ssten deshalb sagen: Wir tun alles f�r die Sicherheit. Gleichwohl wissen wir, dass wir auf Dauer nicht jeden Anschlag verhindern k�nnen. Weil es im Kampf gegen den Terror um die Verteidigung unserer Werte geht, sind wir aber bereit, diesen hohen Preis zu zahlen. Alles andere w�re eine Kapitulation vor den Terroristen.

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2007-03-17

LA Times: Blogger toppen Massenmedien

--- Die LA Times beleuchtet heute ein liberales Politblog n�her und kommt zum Schluss, dass die eifrigen Blogger inzwischen die Mainstream-Medien immer wieder �bertreffen im Bereich von Enth�llungen:
The world headquarters of TPM Media is pretty much like any small newsroom, anywhere, except for the shirts. And the dog. And the quiet. Most newsrooms are notably noisy places, full of shrill phones and quacking reporters. Here there is mainly quiet, except for the clacking keyboards. It's 20 or so blocks up town to the heart of the media establishment, the Midtown towers that house the big newspaper, magazine and book publishers. And yet it was here in a neighborhood of bodegas and floral wholesalers that, over the last two months, one of the biggest news stories in the country � the Bush administration's firing of a group of U.S. attorneys � was pieced together by the reporters of the blog Talking Points Memo. The bloggers used the usual tools of good journalists everywhere � determination, insight, ingenuity � plus a powerful new force that was not available to reporters until blogging came along: the ability to communicate almost instantaneously with readers via the Internet and to deputize those readers as editorial researchers, in effect multiplying the reporting power by an order of magnitude. In December, Josh Marshall, who owns and runs TPM , posted a short item linking to a news report in the Arkansas Democrat-Gazette about the firing of the U.S. attorney for that state. Marshall later followed up, adding that several U.S. attorneys were apparently being replaced and asked his 100,000 or so daily readers to write in if they knew anything about U.S. attorneys being fired in their areas. For the two months that followed, Talking Points Memo and one of its sister sites, TPM Muckraker, accumulated evidence from around the country on who the axed prosecutors were, and why politics might be behind the firings. The cause was taken up among Democrats in Congress. One senior Justice Department official has resigned, and Atty. Gen. Alberto R. Gonzales is now in the media crosshairs. This isn't the first time Marshall and Talking Points have led coverage on national issues. In 2002, the site was the first to devote more than just passing mention to then-Senate Majority Leader Trent Lott's claim that the country would have been better off had the segregationist 1948 presidential campaign of Sen. Strom Thurmond succeeded. The subsequent furor cost Lott his leadership position. Similarly, the TPM sites were leaders in chronicling the various scandals associated with Republican lobbyist Jack Abramoff. All of this from an enterprise whose annual budget probably wouldn't cover the janitorial costs incurred by a metropolitan daily newspaper.

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2007-03-14

K�hler reagiert mit eigenen Video-Appell auf Entf�hrer

--- Hm, nimmt man die Entf�hrer und ihre Propaganda damit nicht schon zu ernst? Horst K�hler schl�gt mit einem Video zur�ck, wenn auch mit etwas weniger Dramatik:
Der Bundespr�sident hat in einer Videobotschaft an die Geiselnehmer der beiden im Irak verschleppten Deutschen deren Freilassung verlangt. Kein politisches Ziel rechtfertige die Entf�hrung. Auch an die religi�sen Gef�hle der Kidnapper appelliert K�hler.K�hler appellierte w�hrend seiner Lateinamerikareise an die Entf�hrer, die Geiseln ihren Familien zur�ckzugeben. Die Videobotschaft, die zeitgleich im arabischen Raum und in Deutschland im Fernsehen verbreitet werden soll, hat nach Angaben des ARD-Hauptstadtstudios vom Mittwoch folgenden Wortlaut: �Am 6. Februar wurden in Bagdad die beiden Deutschen, Frau Hannelore Krause und ihr Sohn Sinan, entf�hrt. Seitdem befinden sie sich in der Hand unbekannter T�ter, und seitdem bem�ht sich die Bundesregierung um ihre Freilassung. Am letzten Samstag drohten die Entf�hrer mit der Ermordung der Geiseln, wenn sich die Bundeswehr nicht aus Afghanistan zur�ckzieht. Es gibt kein politisches Ziel, das die Entf�hrung oder die T�tung unschuldiger Menschen rechtfertigt. Keine Religion erlaubt ein solches Verhalten. Ich wende mich jetzt direkt an Sie, die Entf�hrer: Ich appelliere an Sie, Frau Krause und Ihren Sohn umgehend freizulassen. In Irak ist schon zuviel unschuldiges Blut vergossen worden. Halten Sie ein! Geben Sie die Geiseln ihren Familien zur�ck.� ... Am vergangenen Samstag hatten sich die Entf�hrer der 61-j�hrigen Frau und ihres Sohnes erstmals �ffentlich gemeldet und mit der T�tung der Geiseln gedroht, sollte die Bundeswehr ihren Afghanistan-Einsatz nicht beenden. �hnliche Drohungen enthielt eine zweite, kurz danach verbreitete Botschaft in einem Internetforum namens �Stimme des Kalifats Kanal�.

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2007-03-13

R�tselraten um Bedeutung der "Stimme des Kalifats"

--- Nach den Terrordrohungen vom Wochenende, wird an vielen Orten �ber die Bedeutung der bereits im Vorfeld in Erscheinung getretenen "Stimme des Kalifats" spekuliert:
Es war im Sommer 2005, da begann die "Globale Islamische Medienfront" (GIMF) ehrenamtliche Mitarbeiter zu suchen: "Ihr, die ihr die Mudschahidin unterst�tzen wollt! Die 'Front' ruft Euch!", hie� es in dem Aufruf der GIMF-F�hrung, den sie auf einer einschl�gigen und f�r solche Zwecke geeigneten Dschihad-Website streute. "Wer die Nachrichten der Mudschahidin und ihre Erkl�rungen verbreiten will, den rufen wir!" Gut m�glich, dass es dieser Appell war, aus dem heraus sich die deutschsprachige Filiale der GIMF entwickelte. ... Ein halbes Jahr lang hatte es den Anschein, es ginge den Machern dieser "deutschen GIMF" alleine darum, die Ideologie von al-Qaida & Co. zu verbreiten. Seit neuestem und aus gegebenem Anlass keimen bei deutschen Sicherheitsexperten aber mittlerweile Zweifel, ob man es wirklich nur mit Propaganda-Schleudern zu tun hat. ... Vom reinen Lautsprecher von al-Qaida & Co. hin zum eigenst�ndigen Akteur: Hat die GIMF einen Entwicklungssprung gemacht? Ob hinter der Drohung ernsthafte Terrorpl�ne stecken, ist v�llig unklar. ... Dass das Video in Deutschland, �sterreich oder der Schweiz produziert wurde - darauf weist aus Sicht der Sicherheitsexperten vor allem eines hin: die fast einwandfreie deutsche �bersetzung der arabischen Rede, die ein Vermummter in einer Art Fernsehstudio h�lt. Sie enth�lt in Teilen sogar die neue deutsche Rechtschreibung, allerdings auch einige Rechtschreibfehler. Die Nachrichtenagentur ddp berichtet dar�ber hinaus unter Berufung auf Sicherheitskreise, es gebe Vermutungen, dass der Inhalt der Botschaft auf die Webseite eines Servers in der Bundesrepublik aufgespielt wurde. Der Text habe nur von Deutschen oder von in Deutschland lebenden Muslimen der zweiten oder dritten Generation mit einwandfreien Grammatikkenntnissen stammen k�nnen - so gibt ddp die Einsch�tzung eines Experten wieder. Dritter Hinweis ist der Fokus der Botschaft auf Deutschland und �sterreich. Beides sind L�nder, die die arabischsprachige Dschihadistenszene eher selten umtreiben. Besonders die Kritik an �sterreichs Einsatz in Afghanistan scheint bem�ht. Schlie�lich ist das Land dort mit blo� vier Stabsoffizieren vertreten. Besonders hart sind diese Indizien aber nicht. Denn einer der Trends in der Propagandaarbeit von al-Qaida und verwandten Organisationen ist es seit Monaten, dass immer mehr Material in qualitativ guten �bersetzungen verbreitet wird. ... Das Video wurde am Wochenende auf mindestens zwei Websites ver�ffentlicht: Einer arabischsprachigen Pro-Dschihad-Seite, die fast alle islamistischen Terrororganisationen seit mehr als einem Jahr stetig nutzen, um ihre Communiques zu publizieren - und auf der Website der deutschen GIMF. Allerdings bekennt sich die deutsche GIMF an keiner Stelle dazu, das Band selbst gedreht zu haben. Als Absender der Warnungen und Produzent des Videos wird die "Stimme des Kalifats" angegeben. Die "Stimme des Kalifats" trat erstmals 2005 in Erscheinung: Es war der Name, den die arabische GIMF ihrer Online-Fernsehsendung gab. ... Ende 2006 wurde eine Erkl�rung auf den einschl�gigen arabischen Dschihad-Foren verbreitet, dass der Sender "Stimme des Kalifats" und die GIMF sowie ein weiterer Propagandakanal namens "al-Firdaws" nunmehr verschmolzen worden seien. Schon im August 2005 hatte die arabische GIMF-F�hrung au�erdem festgestellt, sie geh�re nicht zu al-Qaida: "Die GIMF ist eine islamische Medienbasis im Internet. Sie ist die Botschafterin der Mudschahidin gegen�ber den Muslimen und jenen Nichtmuslimen, die dem Islam nicht feindlich gegen�berstehen", hie� es in dem Text. Die GIMF geh�rt niemandem. Sie geh�rt zu keiner Organisation oder bestimmten Gruppe."
In Folge einer dpa-Meldung nutzen auch andere Medien wie N24 derweil den Aufh�nger "Blogger als Terroristen", weil die GIMF-Seite auf Blogger-Software basiert und eine Art "Terror-Podcast" vertreibt: Islamisten nutzen virtuos nicht nur neueste Verschl�sselungstechnologien. Sie treten auch als Blogger auf. Das Video der "Stimme des Kalifats", in dem Anschl�ge in Deutschland und �sterreich angedroht werden, wurde nicht nur von arabischen TV-Stationen gesendet, sondern erschien parallel dazu auf vielen Webseiten. Mit �berall erh�ltlichen Verschl�sselungsprogrammen verhindern die Extremisten, dass sie beim Hochladen der Videos auswertbaren Spuren im Netz hinterlassen. Auch nutzen die Extremisten massiv Online-Werkzeuge, die urspr�nglich f�r B�rgerjournalisten geschaffen wurden, wie die Nachrichtenagentur dpa schreibt. So meldete sich auf der Weblog-Plattform Wordpress.com eine "Globale Islamische Medien-Front" (GIMF) zu Wort - ein seit Jahren t�tiger unbekannter Personenkreis, der islamistische Propaganda im Internet verbreitet. Festzuhalten ist auf jeden Fall, dass die GIMF von Blogspot auf Wordpress (http://gimf1.wordpress.com/) umgestellt hat und die Vorschautechnik Snap einsetzt. Das Bundesinnenministerium warnt derweil �ber die BILD und auf der eigenen Website: "Schwarz-Rot-Gold ist keine Schutzweste mehr" - als ob es das je gewesen w�re.

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2007-03-12

Internet treibt Zeitungen zur Hyper-Lokalit�t

--- Das ist ja auch mal wieder ein sch�nes "Paradox" des globalen, vom Internet angeheizten Medienbetriebs: der treibt die Zeitungen n�mlich angeblich in die Hyper-Lokalit�t und verengt die Sicht auf die Weltnachrichten bei ihnen:
News organizations confronted with declining revenue and increased competition are entering an era of more limited ambition in which they will drop a broad worldview for more narrowly focused reporting, according to an annual review of the news business being released today by a watchdog group. The http://www.journalism.org/Project for Excellence in Journalism reports that the struggle to create sustainable media brands is driving "hyper-local" coverage in newspapers; encouraging citizen journalism on the Internet; and giving rise to opinion-driven television personalities like CNN's Lou Dobbs and Fox News' Bill O'Reilly. "The consequences of this narrowing of focus involve more risk than we sense the business has considered," said the report from the project, an arm of the Washington-based Pew Research Center. "Concepts like hyper-localism, pursued in the most literal sense, can be marketing speak for simply doing less." The review describes print, radio and television news operations as weathering "epochal" changes � with audiences splintering so radically that is has become difficult to accurately measure new viewing and reading habits. Daily newspaper circulation declined 3% in 2006, for instance, but the increase in online readership is more difficult to quantify. The three television networks collectively lost an additional 1 million viewers � about the average in each of the last 25 years � but YouTube and other online services created a new delivery vehicle for the networks' content. Traditional newsrooms remain the primary source for information, and the report suggests that news organizations need to be more aggressive about mining revenue for their work. The old-line media may have to form consortiums to force Internet "aggregators," which compile content from other sources, to pay licensing fees for news and information, the report says. Tom Rosenstiel, director of the Project for Excellence in Journalism, said that most news organizations would have to shrink their staffs but that much more thought needed to go into how the reductions are made. "The current thinking, hyper-localism, seems problematic," he said in an e-mail response to a question. "In an era of globalism, how can you suggest that the L.A. or Boston market does not need its own specialized foreign reporting that informs the local economy, the local culture and more, in a way that is different than what generic wires would cover?" Respected newspapers such as the New York Times and Washington Post have placed high hopes in replacing declining print advertising with ads on their websites. Indeed, as audiences online have expanded, newspapers have seen their online revenue grow by more than 30% a year. But the Project for Excellence report suggests that the boom in online news audiences and income has begun to wane. A Pew Research Center study cited in the report found that the number of Americans who said they went online for news every day declined to 27% in June 2006, compared with 34% in June 2005.
Und sonst: Anschlagspl�ne auf wichtigen Internetknoten in London entdeckt: Die britische Polizei soll bei Razzien Pl�ne islamistischer Extremisten f�r einen Anschlag auf das Internet in Gro�britannien entdeckt haben. Wie die Sunday Times berichtet, seien "Computerdateien" beschlagnahmt worden, die zeigen, dass ein Anschlag auf den wichtigsten britischen Internet-Hub London Internet Exchange, durch den praktisch alle Daten von und nach Gro�britannien flie�en, beabsichtigt worden sei.

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2007-03-11

Islamisten-Video: Deutsche Geiseln appellieren an Merkel

--- Die Ver�ffentlichung eines sechseinhalb min�tigen Videos der islamistischen Geiselnehmer hat die aktuelle Entf�hrung zweier Deutscher im Irak wieder in den Blickpunkt des Medieninteresses ger�ckt - kurz nach der Entsendung von Tornados nach Afghanistan durch den Bundestag. In der Aufnahme fleht die Mutter des nur neben ihr kauernden Sohnes Kanzlerin Merkel unter Tr�nen an, den Forderungen der Islamisten zum R�ckzug der deutschen Truppen aus Afghanistan Folge zu leisten, sonst werde man sie beide t�ten. An die Bundesb�rger geht der Appell, sich f�r die Erf�llung der Ma�gabe der Terroristen einzusetzen. Spiegel Online dazu:
Das Video wurde heute unter anderem auf einem einschl�gigen arabischsprachigen Internetforum verbreitet, in dem verschiedene Terrororganisationen seit Monaten ihre Bekennerschreiben, Propaganda und Videos ablegen. Die �berschrift lautet: "Eilige Nachricht. Aufruf der Gruppe 'Pfeile der Rechtschaffenheit' an die deutsche Regierung (Mit Video)". Auch erste Kommentare von Sympathisanten wurden bereits verfasst. Ein User namens "Al-Mudschahid al-Tarid" schrieb: "Gepriesen seien die 'Pfeile der Rechtschaffenheit', wahrlich, der eine Muslim ist des anderen Muslim Bruder". ... Auf ein einf�hrendes Koranzitat folgt die Einblendung des deutschen Reisepasses und des Personalausweises der entf�hrten Frau. Dann ergreift sie selbst das Wort und bittet auf Deutsch mehrere Minuten lang die deutsche Regierung darum, ihr zu helfen. Die Forderung "dieser Leute" bestehe darin, dass Deutschland sich aus Afghanistan zur�ckziehe, sagt sie. Ihre Worte wurden schriftlich ins Arabische �bersetzt. Danach melden sich die Entf�hrer zu Wort: Drei M�nner sind zu sehen, zwei davon bewaffnet, alle vermummt. Der Wortf�hrer tr�gt auf Arabisch vor: Deutschland sei Teil der Besatzer Afghanistans und m�sse abziehen. "Wir geben der deutschen Regierung zehn Tage vom Datum dieser Erkl�rung an, um den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan bekannt zu geben und zu beginnen", sagt ein Maskierter. Er liest die Erkl�rung von einem Zettel ab. "Andernfalls werden sie nicht einmal die Leichen dieser beiden Agenten zu sehen bekommen." Die beiden Deutschen werden seit Anfang Februar vermisst. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei den Entf�hrten um eine mit einem Iraker verheiratete, �ber 60 Jahre alte Frau und ihren Sohn, der Mitte 20 sei. ... Dutzende Terrorgruppen aus dem Irak melden sich t�glich zu Wort, um ihre Attacken kundzutun. Aber die "Pfeile der Rechtschaffenheit" waren bisher nicht dabei.
Inzwischen ist auch die bereits bekanntere "Stimme des Kalifats" auf den Drohungszug per Video aufgesprungen: "Warum solltest Du (Deutschland) all diese wirtschaftlichen Interessen gef�hrden wollen f�r das Wohl von Bush und seiner Bande?", fragt ein Sprecher darin auf Arabisch und mit Blick auf das deutsche Engagement in Afghanistan. "Ist es nicht dumm, die Mudschahidin zu ermutigen, Anschl�ge in eurem Land zu ver�ben?" Eine Institution namens "Stimme des Kalifats" ist schon mehrfach in Erscheinung getreten, erstmals 2005. Dabei handelte es sich zun�chst um den Versuch, eine w�chentliche Internet-Fernsehsendung unter diesem Namen zu etablieren, die Terrorsympathisanten in aller Welt mit Informationen �ber die dschihadistische Internationale versorgt. Die Macher der Sendung, von der nicht einmal ein halbes Dutzend Ausgaben erschienen, entstammten nach eigenen Angaben der "Global Islamic Media Front" (GIMF). Die GIMF war urspr�nglich eine Art Online-Nachrichtenagentur, die dem Terrornetzwerk al-Qaida nahe stand. Mittlerweile scheint sie aber komplett in die H�nde von Terrorsympathisanten �bergegangen zu sein, die es als ihre Aufgabe betrachten, Neuigkeiten von al-Qaida & Co. (die sie im Internet auf einschl�gigen Dschihad-Websites zusammensuchen) einem m�glichst gro�en Publikum zug�nglich zu machen. Zu Terroranschl�gen haben sich bisher aber weder die GIMF noch der Kanal "Stimme des Kalifats" bekannt. Einige Experten vermuten, dass es sich eher um Trittbrettfahrer als um Terroristen handelt, die lediglich versuchen, mit lautstarken Erkl�rungen und Drohungen Angst und Schrecken zu verbreiten.

In Pakistan ist Ende Januar ferner ein 29-j�hriger Deutsch-Bosnier aus Pforzheim unter dem Verdacht verhaftet worden, die Terrororganisation al-Qaida unterst�tzt zu haben. Der baden-w�rttembergische Verfassungsschutzpr�sident Johannes Schmalzl sagte, immer wieder opferten "junge M�nner aus Deutschland f�r die vermeintlich gute Sache aus ihrer Sicht ihr Leben im Ausland" - etwa im Irak, in Afghanistan oder in Tschetschenien. "Der Radikalisierungsprozess geht immer schneller voran. Besondere Bedeutung kommt dabei der islamistischen Propaganda im Internet zu." Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Donnerstag von zwei ebenfalls aus Deutschland kommenden t�rkisch-kurdischen Terrorverd�chtigen berichtet, die k�rzlich an der pakistanisch- afghanischen Grenze aufgegriffen und dann in amerikanische Obhut gebracht worden seien. Die M�nner sollen sich in einem Ausbildungslager islamistischer Terroristen aufgehalten haben.

Die Initiative Avaaz.org (von Res Publica und Moveon.org) will einen "Krieg der Kulturen" dagegen verhindern helfen: Es wird zunehmend vom �Konflikt der Zivilisationen� gesprochen. Aber das Problem ist nicht Kultur; es ist Politik � vom 9. September bis Guant�namo, vom Irak bis Iran. Dieser Zusammenprall ist nicht unumg�nglich und die meisten Menschen rund um den Erdball weisen dies von sich. Zusammen k�nnen wir es stoppen. Aber wo beginnen? Der pal�stinensisch-israelische Konflikt ist das Schl�sselsymbol f�r die Kluft zwischen dem Islam und dem Westen. Die Zeit l�uft f�r den Frieden ab: die internationalen F�hrer m�ssen die Initiative ergreifen. Sehen Sie unser neues Video � unterzeichnen Sie bitte nachstehende Petition. Wenn sich die F�hrer Ende M�rz treffen, wird unsere Nachricht in einer Art und Weise zugestellt werden, die sie nicht ignorieren k�nnen.

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