2007-12-20

VEB Airbus

--- Wie sich auch die Politik von Spindoktoren �bers Ohr hauen l�sst, beschreibt heute eindrucksvoll das Handelsblatt:
"Ein denkw�rdiger Tag f�r die deutsche Industriepolitik: Drei deutsche Werke des Flugzeugherstellers Airbus gehen an das Bremer Technologieunternehmen OHB. Mit mehreren Hundert Millionen Euro aus deutschen Staatskassen wird dem Mittelst�ndler der Einstieg subventioniert und ein amerikanischer Konkurrent aus dem Feld geschlagen.
Es ist ein Angebot, dass die Airbus-Mutter EADS nicht ablehnen konnte: Fast s�mtliche Risiken k�nftiger Flugzeugproduktionen werden auf den Steuerzahler abgew�lzt. F�r eine Branche, die derzeit den l�ngsten Boom ihrer Geschichte erlebt, ist so viel staatliche F�rsorge schon erstaunlich.
Doch wirtschaftliche Vernunft spielt bei dem Deal keine Rolle. Die Bundesregierung wollte um jeden Preis einen deutschen Investor, um zumindest auf dem Papier Augenh�he mit den franz�sischen Partnern zu halten. Aufgeschreckt von der schwelenden Airbus-Krise, suchte Berlin hektisch einen K�ufer f�r die deutschen Standorte in Varel, Nordenham und Augsburg. Geschickt dramatisierte das EADS-Management in den letzten Wochen die Probleme des Flugzeugherstellers. Zus�tzliche Milliardenverluste drohten wegen des Dollar-Verfalls, lie� Konzernchef Louis Gallois verbreiten. Airbus-Chef Tom Enders malte vor deutschen Betriebsr�ten ein Untergangsszenario an die Wand.
F�r so viel Krise ist in Deutschland traditionell der Staat zust�ndig. Und so schn�rte die Bundesregierung ein mit reichlich Zuckerguss verziertes Weihnachtspaket, weil sie nicht anders konnte.
"


Zu Zeiten der Deutschland AG h�tte die Industrie das Problem selbst gel�st. Heute zahlt der Steuerzahler f�r die Industriepolitik des Landes.

Labels: , ,