2007-11-01

Bushs-Propagandast�tze Karen Hughes geht

--- Buhs-Propagandast�tze Karen Hughes, �ber deren Schicksalsaufgabe, ihre eigenartige Arbeitsmoral und ihre Fauxpas der Spindoktorwiederholt berichtete, hat ihren aktuellen Job als Image-Sch�nerin im US-Au�enministerium hingeworfen:
Als Karen Hughes noch f�r George W. Bush Wahlk�mpfe organisierte, war sie eine beeindruckende "Spin-Doktorin". Manchmal auch eine Angst einfl��ende. So sehr, dass jede Menge Geschichten �ber sie kursierten. Etwa, wie sie einmal quer durch den ganzen Raum auf einen Agentur-Reporter zust�rmte, der gerade einen frechen Bericht �ber einen missgl�ckten Bush-Auftritt verfasste. "Wo haben Sie denn da Buhs geh�rt?", br�llte Hughes den Berichterstatter an. Eine halbe Stunde sp�ter soll sich in dessen Artikel keine Zeile mehr zu Buhs gefunden haben. Wer Hughes in den vorigen zwei Jahren traf - als sie f�r das US-Au�enministerium die "Public Diplomacy" verantwortete, eine Art weltweite Marketing-Offensive f�r Amerika - konnte diese Aggressivit�t immer noch sp�ren. Eigentlich m�sse man die Politik der USA blo� entschiedener kommunizieren, erz�hlte Hughes dann gerne. Die Diplomaten vor Ort sollten h�ufiger im Fernsehen auftreten, sie sollten ihre Zielgruppe genau im Auge behalten, sie sollten neue Medien nutzen, sie sollten Blogs schreiben. M�helos sprang Karen Hughes im Gespr�ch von "Karen's Rules" - einer Art Medienfibel f�r ihre oft leicht verschnarchten Diplomaten - zur Bedeutung von Sportstars als Image-Boschafter f�r die USA. In diesen Momenten schien der amerikanische Sieg im Kampf um die Herzen des Rests der Welt nur eine Frage der Zeit. Doch irgendwann konnte selbst die Berufsoptimistin Hughes eine gewisse M�digkeit nicht mehr verbergen. Deshalb war ihr Abschied zum Jahresende, den sie gemeinsam mit US-Au�enministerin Condoleezza Rice gestern verk�ndete, nicht wirklich �berraschend. ... Zu deutlich waren auch die Zahlen-R�ckschl�ge gewesen, die ihre Arbeit zunehmend wie einen Kampf gegen Windm�hlenfl�gel erschienen lie�en. Als gelernte Wahlkampfstrategin war Hughes auf Zahlen fixiert, auf Umfragewerte. Und die blieben f�r die USA schlecht, etwa in der j�hrlichen "Pew Survey" zu Amerikas Ansehen in der Welt. Stimmungsbilder wie die "Transatlantic Trends" des German Marshall Fund offenbarten gar, dass sich in manchen L�ndern - etwa der T�rkei - trotz aller Hughes-Anstrengungen die Sympathie f�r die Amerikaner sogar deutlich abk�hlte. Schuld daran waren vor allem Bilder: vom Irak-Schlamassel, aus Guantanamo, von Abu Ghureib. Bilder, die sich als st�rker herausstellten als jede noch so gewiefte "Public Diplomacy".
Als "Erbe" hat die PR-Zarin dem State Department unter anderem ein Diplomaten-Blog (Dipnote) hinterlassen, das wider Erwarten sogar hei�e Themen wie Afghanistan und Irak ohne g�nzliche Sch�nf�rberei aufgreift. Dort zu finden ist aber auch der neue, von Disney in sch�nster Hollywood-Manier gemachte "Welcome"-Spot f�r USA-Reisende, welcher in scharfen Kontrast zu PNR-Daten und dem Zwang zur Abgabe von Fingerabdr�cken an der Grenze steht.



Hughes selbst noch zu dem Thema: This week I attended a movie premiere, but without Hollywood stars � this is Washington after all. The stars of this film are the men, women and children of America, shown at work, at play and going about their daily lives. ... When I first started working on America�s public diplomacy a couple of years ago, a few things became very clear, very quickly. First, all our research shows that people who have visited America and seen us for themselves have much more positive views ... But that collided with another reality � that in the aftermath of September 11th, new security regulations designed to protect both our citizens and our guests had slowed the visa process, made our airports seem less friendly, and generally created a perception that was more off-putting than welcoming. ... I started looking for partners to help us put out a better welcome mat, and realized that the travel tourism industry had a shared interest in bringing people to our country. We started brainstorming ways to make the entire process, from getting a visa to standing in an airport security line, more customer friendly. One of the things we all talked about from our very first meeting was using television monitors to display a welcoming video message as people stood in lines to go through customs.

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1 Comments:

At 12:09 PM, Anonymous Tess said...

Was man gibt, empf�ngt mann auch. Das h�tte die Spindoktorin wissen m�ssen.

 

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