2007-11-25

Bahn: Erfolgloses Streik-Spinning

--- Es sollte alles so gut f�r Hartmut Mehdorn laufen, jetzt droht er alles zu verlieren: Acht Prozent mehr Lohn und einen eigenst�ndigen Tarifvertrag sind die Fr�chte des Streiks f�r die Lokf�hrer-Gewerkschaft GdL, sollten sie das Angebot annehmen, berichtet der SPIEGEL. Dabei hatte Mehdorn eine andere Strategie. �ber die Medien wollte er Konterpart Manfred Schell diffarmieren. Er bot einen "eigenen" Tarifvertrag an, anstatt den geforderten "eigenst�ndigen" Tarifvertrag. Er schaltete ganzseitige Anzeigen, um gegen die kleine Gewerkschaft zu wettern.
Doch die Deutschen hielten zu den Streikenden - nicht zuletzt, weil Mehdorn in seiner Art bei jeder Gelegenheit die GdL verklagte und vor Gericht zerrte. Inzwischen ist Mehdorn abgetaucht, nachdem er sich - typisch f�r ihn - auch bei der Talkshow von Anne Will in Rage redete und seine Kritiker beschimpfte.
Jetzt verlangen auch Unternehmen und Politik von ihm, dem Streik ein Ende zu bereiten, sprich, auf die Forderungen der GdL einzugehen. Sogar Mehdorn-Freunde wie der Porsche-Chef Wiedeking (der sonst immer wieder Mehdorn �ber die BILD in den h�chsten T�nen lobt) erh�hen den Druck, weil sie ihre Produkte sonst nicht mehr exportieren k�nnen.
Es scheint, als sinke Mehdorns Stern, nachdem sein Spinning beim Streik nicht geklappt hat und beim geplanten Bahn-B�rsengang ohnehin nicht.

2 Comments:

At 12:44 PM, Anonymous arno said...

Es ist nat�rlich auch nicht ganz leicht zu erkl�ren, da� ein Lokf�hrer ungef�hr 8 Jahre lang arbeiten mu�, um ein Monatsgehalt seines Chefs zu verdienen.
Da mu� sich auch der D�mmste fragen, ob der Chef sein Monatsgehalt verdienen kann.

 
At 3:56 PM, Blogger hans christian said...

als so ne art trackback:

der Nachricht einen �Spin� geben, wie machen das Spindoktoren eigentlich. Dazu hab ich zwei antworten gegeben, einmal ein eigener versuch und dann v.a. der verweis hierher.

 

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