2007-09-15

Neuer Streit �ber Mohammed-Karikaturen

--- Es gibt mal wieder heftigen Streit �ber neue Mohammed-Karikaturen aus nordischen Gefilden:
Die Terrororganisation al-Qaida im Irak hat ein Kopfgeld auf den schwedischen Karikaturisten Lars Vilks sowie Ulf Johansson, Chefredakteur der Zeitung "Nerikes Allehanda", ausgesetzt. Diese hatte im August eine Zeichnung von Vilks abgedruckt, die Mohammed als riesiges Hundedenkmal in der Mitte eines Kreisverkehrs zeigt. Das Blatt illustrierte damit einen Leitartikel �ber Meinungsfreiheit. Wer Vilks t�te, k�nne mit einer Belohnung von bis zu 150.000 Dollar rechnen, versprach Abu Omar al-Baghdadi, der F�hrer von al-Qaida im Irak. Die Abschrift einer entsprechenden Tonaufnahme wurde heute auf einschl�gigen Websites im Internet ver�ffentlicht.
Der englischen �bersetzung zufolge, die ebenfalls auf den Seiten ver�ffentlicht wurde, sagte al-Baghdadi w�rtlich: "Wir rufen zur T�tung des Karikaturisten Lars Vilks auf, der es gewagt hat, unseren Propheten - Friede sei mit ihm - zu beleidigen, und wir setzen im gro�z�gigen Monat Ramadan eine Belohnung von 100.000 Dollar f�r denjenigen aus, der diesen Verbrecher t�tet." Wer Vilks "schlachte wie ein Lamm", der bekomme sogar 150.000 Dollar. 50.000 Dollar versprach der Terrorist demjenigen, der Johansson umbringe, hei�t es in der 30-min�tigen Audio-Aufnahme. Vilks selbst �u�erte sich telefonisch gegen�ber der Nachrichtenagentur AP. "Wir haben hier ein echtes Problem", sagte er. "Wir k�nnen nur hoffen, dass sich die Muslime in Europa und in der westlichen Welt von diesem Aufruf distanzieren und den Gedanken der Meinungsfreiheit unterst�tzen." Johansson erkl�rte, er nehme das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld ernster als alle anderen Bedrohungen, denen er je ausgesetzt war. ... Nur vereinzelt war es nach Ver�ffentlichung der Karikatur in einigen muslimischen L�ndern zu Protesten gekommen (mehr...). Anders als bei den gewaltt�tigen Demonstrationen im vergangenen Jahr, als Muslime gegen eine Zeichnung in einer d�nischen Zeitung protestierten, kam es diesmal kaum zu blutigen Auseinandersetzungen. Um f�r Entspannung zu sorgen, hatte der schwedische Premierminister Frederik Reinfeldt vergangene Woche 22 in Stockholm stationierte Botschafter aus islamischen Staaten zum Gespr�ch eingeladen. Al-Baghdadi reicht diese Geste offenbar nicht aus. Er erkl�rte, sollte sich der "Kreuzritter-Staat Schweden" nicht entschuldigen, werde es Angriffe auf schwedische Unternehmen geben.
Da kann die Debatte ja mal wieder los gehen, ob derlei Provokationen von westlichen Medien opportun sind.

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