2007-06-20

Tornado vs. G8-Gegner: Das Wetter war schuld

--- In welche Spinning-Schule ist der Verteidigungsminister denn gegangen?:
Franz Josef Jung hat den umstrittenen Tiefflugeinsatz von Bundeswehr-Tornados beim G-8-Gipfel in Heiligendamm gerechtfertigt. "Dies war keine Provokation", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Presse". "Nach derzeitigem Stand hat es die Witterungslage offenbar erforderlich gemacht, im Sichtflug zu fliegen." Deshalb seien die Maschinen an diesem Tag unterhalb der Wolkendecke geflogen. Er habe angeordnet, "den Sachverhalt abschlie�end aufzukl�ren", sagte Jung. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hatte zumindest einer der Jets bei seinem Einsatz �ber dem Gebiet rund um die Ortschaft Reddelich in Mecklenburg-Vorpommern am 5. Juni die gesetzlich vorgeschriebene Mindestflugh�he von 500 Fu�, das entspricht etwa 150 Metern, unterschritten. ... In einer ersten Antwort auf eine Anfrage des Gr�nen-Politikers Hans-Christian Str�bele vom 12. Juni hatte das Verteidigungsministerium noch angegeben, "dass die Flugh�he im angegebenen Bereich auftragsgem�� 500 Fu� �ber Grund (ca. 150 Meter) betrug". Inzwischen hat das Haus von Minister Jung Abgeordnete der Koalition jedoch informell dar�ber unterrichtet, dass eine genaue Pr�fung eine Verletzung der Regeln f�r die Flugh�he ergeben habe. Demnach ignorierten die Piloten selbst eine in den Jets eingebaute Technik, die bei Unterschreiten von 500 Fu� eine akustische Warnung absetzt. Die neuen Erkenntnisse haben f�r die beiden Piloten Konsequenzen. Mittlerweile wurden dienstrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Luftwaffenangeh�rigen eingeleitet. ... Auch der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelsp�tz kritisierte den Tiefflug �ber dem Protest-Camp ... als "verfassungswidrig ... denn sie hatten m�glicherweise eine Zwangswirkung auf die Demonstranten, die sich durch das Kriegsger�t in niedriger H�he bedroht gef�hlt haben m�ssen".

Labels: , , , ,

3 Comments:

At 10:41 AM, Anonymous Jochen Hoff said...

Also mal ehrlich. Wir sollten froh sein, das die Tornados nicht auf die Demonstranten geschossen haben. So im Sichtflug. So als Training f�r Afghanistan.

 
At 4:36 PM, Anonymous Anonym said...

Mahlzeit, Str�bele und die ganzen Schreih�lse (ja, auch die Presse) sollte sich ersteinmal mit der Thematik des Fliegens auseinandersetzen, und nicht wild irgendwelche Behauptungen aufstellen.
Noch leben wir nicht in der DDR, in der jeder Flug staatlich 100% kontrolliert wurde...
Ein Gl�ck.
Nichtsdestotrotz war ein Einsatz von milit�rischen Aufkl�rern politisch einfach unsensibel und dumm. Jedoch die Luftwaffe oder die Besatzung des Jets daf�r verantwortlich machen zu wollen zeugt auch nicht gerade von Sachverstand denn von Polemik. Wenn hier jemand zu belangen w�re, dann doch wohl die Politik und zwar in Form zweier Minister, die Verantwortung f�r ihr Ressort zu �bernehmen h�tten, nicht wahr Herr Sch�uble und Herr Jung?

Trotzdem einen sch�nen Tag w�nscht

Der Dude

 
At 4:53 PM, Anonymous Anonym said...

Was die Berichterstattung in den Medien angeht, finde ich es ohnehin interessant, das inzwischen auch einige Journalisten sagen: Hey Jungs, da haben die Blogger aber diese bessere Arbeit gemacht.

"Strafen f�r Falschmeldungen"

Seri�se Presseagenturen haben das Ausma� der Gewalt falsch wiedergegeben. Das muss Konsequenzen haben, so dju-Vorstandsmitglied MICHAEL BACKMUND

INTERVIEW: DANIEL SCHULZ

Quelle: taz

http://www.taz.de/index.php?id=medien&art=2064&id=497&cHash=9ae1900819

 

Kommentar ver�ffentlichen

<< Home