2007-04-11

INSM wollte Studis f�r dumm verkaufen

--- Ups, da ging der Start einer neuen INSM-Aktion aber ziemlich in die Hose:
"Liebes AStA-Team, am 10. April startet unicheck.de", hei�t es einer Mail von Anfang April an verschiedenen Studentenvertretungen, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Ein gewisser Thorsten Schr�der schreibt darin: "Unicheck ist von Studenten f�r Studenten und bewertet Universit�ten u.a. danach, wie gut oder schlecht sie die Studiengeb�hren verwenden." Im �brigen sei er f�r eine schnelle Antwort, gerne auch per Telefon, dankbar, bitte aber ohne Grundsatzdebatten: "Wir diskutieren nicht mehr, ob Geb�hren oder nicht, sondern jetzt sind sie da und wir schauen, was wird mit Eurem Geld gemacht." Was beim ersten Lesen nach einer neuen Service-Idee studentischer Jung-Unternehmer im Web klingt, hat in Wirklichkeit mit dem Konzept "von Studenten f�r Studenten" nur wenig zu tun. Denn die Domain unicheck.de wurde am 11. Januar 2007 von Jan Loleit bei der DENIC, dem nationalen Verwalter f�r Webadressen, registriert. Und Loleit ist nicht etwa Student, sondern "Chef vom Dienst" bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) - ein von den Arbeitgeberverb�nden der Metall- und Elektroindustrie finanzierter Think Tank, der sich nach eigenen Angaben als "branchen- und partei�bergreifende Plattform" versteht und sich "an drei Idealen orientiert, die schon Ludwig Erhard hochgehalten hat: Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Wettbewerb". In der urspr�nglichen Bedeutung des Wortes, bekennt die INSM, sei sie "neoliberal"; ein Eingreifen des Staates sei nur dann sinnvoll, "wenn beispielsweise Marktverzerrungen durch Monopole oder Kartelle einen fairen Wettbewerb zum Nutzen aller verhindern". Dass so ein Verein f�r Studiengeb�hren ist, versteht sich fast von selber. Die Initiative selbst zeigt sich �berrascht �ber das Vorgehen Schr�ders, der als einer von drei studentischen Hilfskr�ften bei der INSM "Unicheck.de" redaktionell betreut. Das Motto "von Studenten f�r Studenten" sei urspr�nglich mal ein Label f�r den Fragebogen auf der Website gewesen, das man dann aber wieder verworfen habe, sagt der Koordinator der Site bei der INSM, Ronald Voigt. "Wir wollen Studenten darum bitten, die Verwendung von Studiengeb�hren an ihrer Hochschule zu bewerten. Unser Ziel ist es, mit dem Portal mehr Transparenz herzustellen", sagt Voigt. Zwar werde das Portal von Studenten betreut, verantwortlich sei aber letztlich die INSM.
Inzwischen weisen mehrere Logos der Vereinigung auf der Site auch darauf hin.

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1 Comments:

At 5:07 PM, Anonymous Anonym said...

Die Logos sind nicht "inzwischen" drauf, die Seite ist erst heute online gegangen.

Und im INSM-Blog wurde die Seite schon vor einer Woche angek�ndigt. Entweder hat SpOn nicht recherchiert oder nur das rausgefischt, was ins Klischee passt.

Ich w�sste ja gerne Mal, was denn in der Mail an den Asta stand au�er der Parole "von Studenten f�r Studenten".

 

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