2006-10-23

Medienkanzler Schr�der in Aktion

--- Warum soll einer die Memoiren des 62-j�hrigen, erst vor einem Jahr von seinem Amt abgetretenen Gerhard Schr�der lesen? Die Inszenierungsk�nste der Frogs (Friends of Schr�der, der Ur-Gruppe, die sich als erstes mit der Namensgebung inszenierte) kommen ein letztes Mal zum vollen Einsatz: Damit auch jeder wei�, dass Schr�der nicht nur als ein Unfall der Geschichte, sondern eine historische Figur ist, wurden die Memoiren nicht nur in Windeseile p�nktlich zum Weihnachtsfest verfasst. Der Spiegel widmet eine Titelgeschichte samt Vorabdruck und Interview dem Thema und teilt sich die Exklusivrechte (ein teurer Spa�) mit der Bild. Dann zeigt die ARD heute eine Schr�der-Story, verfasst vom Frog und Spiegel-Autor J�rgen Leinemann (der �brigens im Interview mit der ARD sagt, Schr�der w�rde bestreiten, dass es seine Memoiren seine, er wolle allein Entscheidungsprozesse in der Medien-Demokratie erkl�ren), Talkshows mit Allein-Gast Schr�der folgen, nat�rlich auch Lesereisen im Volk und so weiter. Wenn da nicht einige Hundertausend schwach werden und das Buch kaufen.
Das Prinzip jedenfalls garantiert Erfolg - unabh�ngig von der Qualit�t des Inhalts. Brilliant geschrieben ist das Buch jedenfalls nicht und all zu viel Neues findet sich darin auch nicht.
Schr�der aber versteht das System Medien hat aber eines in seiner Amtszeit gelernt: Wichtig ist die Kommunikation vor Ort mit den Menschen. Nur sie garantiert Zustimmung, nicht das Hoffen darauf, dass die Medien schon alles richten und etwa seine Agenda-Politik vermitteln.
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