2005-09-07

Spindoktoren im Rampenlicht

--- Die Spindoktoren dieser Republik geraten entgegen ihrer Intention als Undercaover Imagegestalter und Medienfl�sterer wieder ins Rampenlicht. Die Zeit beschw�rt das Ende der Spezies. "Sichtbarer Ausdruck daf�r ist das Verschwinden zweier Herren: Wo sind Matthias Machnig und Michael Spreng abgeblieben, einst Vorsteher der �Kampa� der SPD und der �Arena 02� der CDU? Im Finale 2005 stehen sie nur noch am Spielfeldrand, auf einem Privatsender kommentieren sie den Kampf ums Kanzleramt wie die Opas in der Muppet Show." Nun, Machnig wurde in der Tat nicht mehr gewollt von Parteichef M�nterfering, was den Parteisoldaten Machnig besonders schmerzt. Nicht zu vergessen ist, dass Spreng nicht der einzige ist, der die Union ber�t. Da ist auch noch etwa Hans-Hermann Tietje, Ex-Bild-Chefredakteur wie Spreng und heute bei WMP t�tig. Er ist parteipolitisch schmerzlos und gibt allen Rat - auch Oskar Lafontaine. Die Zeit aber schreibt: "Nat�rlich besch�ftigen alle Parteien von CDU bis Linkspartei weiterhin Werbeagenturen, Plakatekleber und Kosmetikratgeber. Doch mit dem Abgang der Machnigs und Sprengs wurden bezahlte Helfer von den H�hen des Feldherrenh�gels wieder zum Fu�volk herabgestuft. Mit dem Ende der Berater, die bestimmen wollten, hat sich ein politisches Ph�nomen der neunziger Jahre erledigt: der Glaube an Wahlsiege durch Outsourcing."
Derweil verk�ndet die Agentur AP, dass sich Hans Eichel von seinem Spindoktor Klaus-Peter Schmidt-Deguelle getrennt hat. Der Minister verl�ngere den Vertrag nicht mehr, "weil es nichts mehr bringe", hei�t es in der Meldung.