2005-07-26

Anleitung zum Dschihad-Tourismus

--- Dass sich der Irak zur weitgehend unkontrollierten Brutst�tte f�r den islamistischen Terror trotz oder gerade wegen des US-gef�hrten Kriegs gegen den Terror entwickelt hat, ist kein Geheimnis mehr. Auch nicht, dass al-Qaida und Co. regelm��ig massive Propaganda f�r ihren "Heiligen Krieg" mit gesonderten, �ber das Internet verbreiteten Magazinen machen. Inzwischen gibt es aber regelrechte Dschihad-F�hrer, die den Weg ins gelobte Terrorland zwischen Euphrat und Tigris weisen, wie Spiegel Online herausgefunden hat:
Niemand soll glauben, dass die bevorstehende Reise, die vielleicht die letzte sein wird, ein Spaziergang ist: "Sie ist nicht mit Rosen ausgelegt", schreibt der Verfasser des Terror-Routenplaners deshalb gleich zu Beginn. "Es ist ein langer, schwieriger Weg." Wenig Hoffnung, viele Misserfolge - darauf m�ssten die Nachwuchs-Dschihadisten gefasst sein. Diese Warnungen sind einer Brosch�re der ganz besonderen Art entnommen. "Dies ist der Weg in den Irak", hei�t sie. ... m Untertitel steht: "An alle, die sich den Mudschahidin im Zweistromland anschlie�en wollen". Seit kurzem steht das 4-Seiten-Papier, verfasst unter dem Pseudonym "Der islamische Doktor", zum Lesen und Downloaden auf einer Internetseite bereit, die dem Terrornetzwerk al-Qaida nahe steht. Experten und Analysten haben bisher wenig Grund gefunden, es f�r unauthentisch zu halten. Es best�tigt vieles von dem, was �ber die Zuf�hrungspraxis und Nachschubwege der irakischen Terroristen schon geahnt wurde. Die Online-Anleitung zum Weg in den Dschihad ist offenbar ein Puzzlest�ck in der Strategie der Terroristen, die den USA, ihren Alliierten und auch irakischen Zivilisten seit dem Fall Bagdads im Fr�hjahr 2004 das Leben zur H�lle machen. Tats�chlich wurden bereits dutzende Selbstmordattent�ter aus dem arabischen Ausland identifiziert - die meisten aus Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien. M�glicherweise geht die Zahl der k�mpfenden Ausl�nder in die Tausende. Wie sie dorthin gekommen sind, trotz aller Versuche, dies zu unterbinden, erkl�rt zum Teil das Papier. So hei�t es in dem Leitfaden ganz unverhohlen, man m�ge sich - nach der religi�sen und k�rperlichen Vorbereitung - an die Werber und Schleuser wenden, die es "in vielen arabischen L�ndern gibt" und die �ber "gute Beziehungen zu den Dschihad-Gruppen" im Irak verf�gten. Gemeint sind damit Prediger und Vorbeter an radikalen Moscheen, im Terroristen-Sprech: "Muslime, die sich am Vorbild der Vorv�ter orientieren". Man solle nur darauf achten, "vorsichtig und im Verborgenen" auf die Schleuser zuzugehen. "Hunderte, ja Tausende" seien auf diesem Weg schon ins Zweistromland gelangt. Eine andere M�glichkeit der Kontaktaufnahme mit Vermittlern sei das Internet, hei�t es weiter. "Ich sage Euch, Br�der, einige von ihnen sind in unseren Diskussionsforen zu finden!". Allerdings geh�rten sie nicht "zu den Stars der Foren", sie hielten sich eher im Hintergrund, weil sie von den Beh�rden verfolgt und sehr besch�ftigt seien. ... Zentraler Umschlagplatz ist dem Papier zufolge Syrien. "Reise �ber die T�rkei ein", wird den Rekruten eingesch�rft, vielleicht unter dem Vorwand einer medizinischen Behandlung oder getarnt als H�ndler. Schlie�lich r�t der Verfasser noch, "sich Jeans anzuziehen und einen Walkman mitzunehmen", "mit irgendwelcher Musik" - gemeint ist wohl: Keine Dschihad-Ges�nge!
Und sonst: Terror-Update: US-Regierung blockiert die gerichtlich angeordnete Herausgabe weiterer Abu Ghraib-Bilder. W�hrend der Krieg gegen den Terror aus dem Ruder l�uft, h�lt das Wei�e Haus an der Welt der Lager und der willk�rlichen Behandlung von Gefangenen fest, die den Terrorismus gest�rkt und dem Image der USA geschadet haben, Telepolis.

Polizei identifiziert zwei Rucksackbomber. Ein Scotland-Yard-Sprecher hat die Namen von zwei der vier Attent�ter vom Donnerstag bekannt gegeben. Er best�tigte au�erdem, dass die Polizei in einem Londoner Park noch eine f�nfte Bombe gefunden habe.

Symbolische H�rte: Blair: Iraq no excuse for terror. Tony Blair has vowed not to "give an inch to terrorism" and said Iraq was no excuse for the London bombings.

Bin Ladens gro�es Drogenkomplott? Osama bin Laden tried to buy a massive amount of cocaine, spike it with poison and sell it in the United States hoping to kill thousands, according to reports. The plot failed when Colombian drug lords decided it would be bad for business if they got involved in the deal. Update: Mehr zu den Bin-Laden-Mythen inzwischen in Telepolis.

Auf Islamistensite gefunden: Video of Sharm el-Sheikh Bombings.

Wende in Nordkorea? N. Korea Pledges to Work Toward Denuclearization. As the six-nation talks open today in Beijing, an American official reiterates that the U.S. has no plans to attack the isolated country.

Wissenschaftliche Zusammenfassung zum Thema Information Warfare als Gefahr f�r das Internet von Stephan Blancke.