2005-04-28

US-Au�enministerium ver�ffentlicht Terrorbericht doch noch

--- Das US-Au�enministerium hat den zun�chst nur in Teilen bekannt gewordenen Terrorbericht jetzt doch noch ver�ffentlicht -- und zwar unter dem neuen Titel Country Reports on Terrorism. Agenturberichte dazu auf deutsch sind inzwischen verf�gbar: Das US-Au�enministerium hat im vergangenen Jahr fast drei Mal mehr Terroranschl�ge und Todesopfer durch Attentate gez�hlt als 2003. Danach wurden 2004 weltweit bei etwa 650 terroristischen Anschl�gen 1907 Personen get�tet und rund 7000 verletzt. Die gr��te Gefahr gehe weiter vom Netzwerk al-Kaida aus. ... "Terrorismus bleibt die weltweit gr��te Gefahr, gegen die kein Land immun ist", sagte der Rechtsberater im Au�enministerium Philip Zelikow bei der Vorlage des Berichts. Der Trend von einer zentralen Terrorplanung hin zu lokalen Gruppen, die die Anschl�ge begehen, mache eine enge internationale Zusammenarbeit unabdingbar. ... In dem Bericht wird den sechs L�ndern Kuba, Iran, Libyen, Nordkorea, Sudan und Syrien vorgeworfen, Terrorismus weiter als Mittel ihrer Politik einzusetzen. Weltweit stuft das Au�enministerium 40 Gruppen als Terrororganisationen ein. ... Das Nationale Terrorabwehrzentrum der USA k�ndigte f�r Juni eine eigene Liste an. Sie soll auf einer "realistischeren Definition von Terrorismus" beruhen, wie der amtierende Direktor des Zentrums, John Brennan, sagte. Dann sei mit einer weiteren Zunahme der Fallzahlen zu rechnen.

Der 137-seitige Report ist auf jeden Fall lesenswert. Die al-Qaida-Ideologie wird beispielsweise so umschrieben:

Al-Qa�ida�s public statements have sought to promulgate the following tenets of its ideology:

� This is a clash of civilizations. Militant jihad is a religious duty before God, and therefore necessary for the salvation of one�s soul as well as for the defense of the Muslim nation.
� Only two camps exist. There can be no middle ground in an apocalyptic showdown between Islam and �the forces of evil,� defined not merely as �the West� but also Muslims that do not share al-Qa�ida�s vision of �true Islam.�
� Violence by Muslims in the defense of Islam is the only solution. Peaceful existence with the West is a dangerous illusion.
� Many of the theological and legal restrictions on the use of violence by Muslims do not apply to this war. Given that the stakes are high, compunctions against violence only assist �the infidel.�
� US power is based on its economy. Therefore, large-scale, mass-casualty attacks � especially focused on US and other Western economic targets � are a primary goal.
� �Apostate� regimes must go. Muslim governments that cooperate with the West and that have not imposed Sharia law are religiously unacceptable and must be violently overthrown.


Dem wird gleich zu Beginn schon ein Bush-Zitat entgegengestellt: �The appeal of justice and liberty, in the end, is greater than the appeal of hatred and tyranny in any form.�