2005-03-22

Israelische Armee feilt am digitalen Schlachtfeld

--- Wie bereits kurz erw�hnt, bastelt Israel an neuen Konzepten f�r das digitals Schlachtfeld in so genannten "low intensity conflicts". Technology Review hat jetzt weitere Einzelheiten zu den Pl�nen, mit denen die israelische Armee die Informationsdominanz in vernetzten Kriegen aufrecht erhalten will: Neue Kommunikationstechnologie soll es israelischen Soldaten k�nftig erlauben zu sehen, welche Feinde hinter dem n�chsten H�gel oder der n�chsten Ecke lauern. Herzst�ck des Ganzen ist ein Video-Empf�nger, der nur noch ein F�nftel der Gr��e �lterer Ger�te hat. Das System namens "V-Rambo" wurde Anfang M�rz auf einer Konferenz in Tel Aviv offiziell vorgestellt und besteht aus einem 3-Zoll-LC-Display in der Gr��e einer Armbanduhr, auf das Videobilder in Echtzeit �bertragen werden, die von unbemannten �berwachungs-Flugzeugen geschossen werden. Itzhak Beni, CEO der israelischen Elisra Group, die das Ger�t baut, betont, dass die Luftbilder, die V-Rambo den Soldaten liefert, besonders im H�userkampf in dicht bebauten Gegenden n�tzlich sind, in denen das Milit�r sonst nur schwer den �berblick behalten kann. ... Robust und g�nstig ist die Technik inzwischen - 50.000 US-Dollar oder weniger sind f�r ein vollst�ndiges System mit Empf�nger, Sender und Batterie zu zahlen. Der technische Fortschritt hat au�erdem dazu gef�hrt, dass viele Kampfgruppen ihre spezifischen Aufkl�rungsdrohnen erhalten, was die Informations�berlastung reduziert. Die Verkn�pfung von Luft�berwachung und einer Technologie, mit der Bilder und GPS-Daten (was seit kurzem m�glich ist) an die Front geschickt werden, verbessert die Erfolgsrate auf dem Schlachtfeld deutlich, sagt Dr. Roger McCarthy, Pr�sident des Milit�rausr�sters Exponent aus Menlo Park in Kalifornien: "F�r den Gegner gibt es nichts Schlimmeres. In einem digitalen Schlachtfeld bist du tot, wenn man deine exakte Position kennt." Mit dem "V-Rambo" werden Informationen direkt an die M�nner und Frauen vor Ort geschickt, was ihre Reaktionszeit von vielleicht zehn Minuten auf wenige Sekunden verringert, sagt Beni. "Statt sich per Stimme mit der Zentrale absprechen zu m�ssen, sehen die Soldaten, was um die Ecke oder hinter einem H�gel lauert. Die Verkleinerung des Empf�ngers (und letztlich auch des Senders) auf die Gr��e einer Armbanduhr war die gr��te Herausforderung bei der Entwicklung des Projektes, so Beni. Nun wiegen der Empf�nger, die wiederaufladbare Batterie und die flexible Antenne, die die Bilder �ber Digitalfunk empf�ngt, zusammen rund 900 Gramm. Das System kann nun in einem Beutel an der Jacke oder einer Tasche in der Uniformweste getragen werden ... "Das bedeutet, dass die Soldaten an der Front k�nftig unendlich besser informiert sein werden, als unsere Gener�le", sagt McCarthy.