2005-01-15

Zeitungen �ffnen ihre Redaktionen

--- Nachdem die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gezeigt hat, wie leicht der Eintritt in die redaktionellen Teile der Zeitungen und Magazine gelingt, folgt nun der m�chtige ADAC. Der Deutschlandfunk berichtet heute, dass die Verlage verst�rkt redaktionelle Arbeiten outsourcen, um Kosten zu sparen. "So gab es bei der M�nchner Abendzeitung seit Jahrzehnten eine "Motorseite", doch die Redaktion wurde Anfang des Jahres geschlossen. An ihre Stelle dr�ngte das so genannte Sprachrohr f�r Millionen Autofahrer, der Gro�lobbyist ADAC in das Blatt. Chefredakteur der ADAC Motorwelt ist Michael Ramstetter." Der will vom Verlust journalistischer Freiheit nichts wissen, wobei viele Motorteile ohnehin nicht daf�r bekannt sind, unabh�ngig und kritisch zu berichten. Ramstetter: "Wenn ich in ein solches Konzept wie mit der Abendzeitung einsteige, dann hat sich der ADAC journalistisch zur�ckzunehmen, dann muss nicht deutlich sein, dass das alles ADAC ist, sondern da steht der saubere, seri�se Journalismus mit einer journalistischen Beratung im Vordergrund und dann ist das Agenturt�tigkeit, also quasi Redaktionsagenturt�tigkeit und nicht Werbeagenturt�tigkeit." Fragt sich nur, wer dann die Verantwortung f�r den Inhalt �bernimmt und vor allem, wer will da im Zweifel pr�fen, woher die Informationen stammen?
Bravo Sport wird laut DLF-Beitrag bereits von einem K�lner Journalistenb�ro erstellt, Nachrichtenagenturen wie DPA haben ebenfalls reagieren und bieten Beitr�ge f�r die sogenannten Serviceseiten an.
Der Trend d�rfte fr�hlich weitergehen: "
Nach einer Studie des Verbands deutscher Zeitschriftenverleger gaben 41 Prozent der kleinen Verlagen an, redaktionelle T�tigkeiten bereits an externe Dienstleister ausgegliedert zu haben. Bei den gro�en Verlagen, mit �ber 100 Millionen Euro Umsatz, waren es nur 13 Prozent. Und weitere 13 Prozent der Gro�verlage sehen heute im Outsourcing redaktioneller Arbeit eine zuk�nftige Alternative." Freie Journalisten dieser Welt: Das ist eure Chance!