2004-11-25

Pentagon will Kampf gegen Terror-Netze verbessern

--- Lange zieht sich durch die Statements s�mtlicher Terrorismusexperten schon die Weisheit, dass man neue Terrornetzwerke wie al-Qaida auch nur mit neuen, auf diese Netzstrukturen eingehende und antwortende Methoden bek�mpfen kann. Der Forschungsarm des Pentagon, die Defence Advanced Research Project Agency (DARPA) hat jetzt ein entsprechendes Programm aufgelegt, das eine in diese Richtung gehende Computerl�sung hervorbringen soll, berichtet Telepolis: In der Darpa wird im Rahmen einer Ausschreibung der Abteilung Information Exploitation Office (IXO) um Vorschl�ge f�r Computerprogramme gebeten, mit denen sich "Kommandostrukturen des Feindes erkennen und ihre St�rung bewirken" lassen (Tools to Identify an Enemy's Command Organization and Manage its Disruption). Ausgeschrieben wurde das Projekt am 10.11., eingereicht werden m�ssen Papiere mit Vorschl�gen bereits am 10.12. Es muss also m�glichst schnell gehen, was angesichts der Probleme im Irak auch nahe liegt. ... Gew�nscht werden Programme, mit denen sich in den "feindlichen Kommandoorganisationen Prozesse der Entscheidungsfindung erkenn und st�ren" lassen. Offenbar geht man auch hier wieder von hierarchischen Strukturen aus, obgleich flache oder verteilte Netzwerkorganisationen von Aufst�ndischen bereits in das neue Handbuch f�r "Counterinsurgency Operations" der Army eingegangen sind ... Die Darpa versteht ihr Anliegen als einen Aspekt des Informationskrieges. Zentral daf�r sei eben das Verst�ndnis und die Beeinflussung von menschlichen Entscheidungsfindungsprozessen innerhalb einer Kommandostruktur. ... �hnlich wie Aufst�ndische und Terroristen versuchen, mit �berf�llen und Anschl�gen schwache Punkte zu treffen und den Gegner zu l�hmen, w�re es auch interessant, so die Darpa, "dynamische und zeitabh�ngige materielle oder informatorische Mittel zur Beeinflussung von Elementen und Verbindungen der feindlichen Kommandoorganisation" zu besitzen. Man w�nscht sich also Ideen, an welchem Ort und zu welcher Zeit man zuschlagen soll, um den unbekannten Gegner am besten zu treffen und seine Operationen zu st�ren. Milit�rische Angriffe w�rden dann eben auch eher den Charakter von punktuellen Anschl�gen annehmen (woran man sich auch deswegen orientiert, weil man "Kollateralschaden" durch den massiven und stets ungenauen Einsatz von Waffen medien- oder informationstaktisch vermeiden muss). Da k�nnen wir ja gespannt sein, ob das Vertrauen auf die Technik statt auf gute alte Spione vor Ort dieses Mal erfolgreicher ist als bei den ganzen Hightech-Kriegsphantasien, die im Irak-Krieg wenig gen�tzt haben.