2004-11-05

Bush gibt sich sanft -- Moore auch

--- Pr�sident Bush hat in einer seiner selten Pressekonferenzen seine Agenda vorgestellt und sich bem�ht, weitere Risse zu vermeiden. Seine vier Hauptpunkte, die er momentan litaneihaft vorbetet: Social Security and tax reform, moving this economy forward, education, fighting and winning the war on terror. Viel Erfolg, kann man da erst mal nur w�nschen, gerade beim letzten Punkt scheint aber das Festhalten am Unbegriff des l�ngst mythische Z�ge aufweisenden "Kriegs gegen den Terror" schon reichlich verfehlt. Eine Analyse des "gro�en Plans" findet sich etwa bei der LA Times: In his insistence on taking the offensive, just as in his thoroughgoing conservatism, Bush has deliberately styled himself after Reagan. ... Bush has now staked out the goal of completing the conservative revolution that Reagan launched in the 1980 election � and perhaps going further. Bush sometimes appears "less pragmatic" than Reagan was, the former Reagan administration official said. "Reagan worked in a Democratic-majority era, and had to compromise to get 80% of what he wanted," he said. ... "This goes beyond the Reagan agenda, considerably beyond it," said professor Walter Dean Burnham, a longtime Bush-watcher at the University of Texas in Austin. "This was an election of exceptional significance�. All the brakes are off." Burnham said Bush has come close to achieving "realignment," a lasting shift in the political balance that could put Republicans in control for a generation. In Bushs Rede h�rt sich das alles nat�rlich etwas anders an, vers�hnlicher auch in der Au�enpolitik: And, of course, then the Iraq issue is one that people disagreed with. And there's no need to rehash my case, but I did so, I made the decision I made, in order to protect our country, first and foremost. I will continue to do that as the President. But as I do so, I will reach out to others and explain why I make the decisions I make. Wir sind gespannt auf das "Zugehen auf Andere".

Fast schon vers�hnlich gibt sich inzwischen auch Michael Moore, Bushs Alter-Ego. Seine Website tr�gt zwar immer noch Trauer, aber daf�r pr�sentiert sie nun auch "17 Gr�nde, sich nicht die Pulsadern aufzuschlitzen". Eine �bersetzung mitsamt Kommentar bei Spiegel Online. Die lustigsten �rger-Abbau-Spins Moores: "Gebt es zu: Wir m�gen die Bush-Zwillinge und wollen nicht, dass sie verschwinden." ... "Bush ist jetzt eine lahme Ente*. Er wird keinen gr��eren Moment erleben als den jetzigen. Von nun an geht's bergab. Und was noch wichtiger ist, er wird gar keine Lust haben, all die harte Arbeit zu machen, die von ihm erwartet wird. Es wird f�r ihn wie das Abschlussjahr an der Schule sein: Du hast es schon geschafft, also ist Party angesagt! Vielleicht wird er die n�chsten vier Jahre wie einen ewigen Freitag behandeln und noch mehr Zeit auf seiner Ranch oder in Kennebunkport verbringen. Und warum sollte er auch nicht? Er hat seinen Punkt ja bereits gemacht, hat seinen Vater ger�cht und uns einen Arschtritt verpasst."