2004-10-24

L�gen in US-Wahlk�mpfen werden immer schlimmer

-- L�gen haben in US-Wahlk�mpfen (und nicht nur dort) Tradition. Die Welt am Sonntag hat dazu heute einige Beispiele zusammengestellt, weist aber auch auf eine Zunahme der Spinnereien hin: L�gen in Zeiten des Wahlkampfes sind bei der Schlacht ums Wei�e Haus nichts Neues. Schon in vergangenen Wahlk�mpfen ver�ffentlichten die gro�en Zeitungen des Landes nach den Debatten einen sogenannten "Fact Check" - und belegten Wort f�r Wort, wo es die Kandidaten mit der Wahrheit nicht so genau nahmen. Dennoch meint Ben Bradlee, als Watergate-Aufkl�rer schon zu Lebzeiten eine Legende: "Noch nie wurde mit solcher Selbstverst�ndlichkeit gelogen wie heute. Und noch nie wurde das von Medien und �ffentlichkeit so einfach hingenommen." ... "Auch wenn sie sich im nachhinein oft auf die nationale Sicherheit berufen: Politiker l�gen, so wie Nixon, um Schwierigkeiten zu vermeiden", sagt Bradlee. "Oder um ihre Ziele durchzusetzen." Wie im Fall des angeblichen Angriffs nordvietnamesischer Torpedoboote auf einen US-Zerst�rer im August 1964. Ein Ereignis, das nie stattfand und doch Geschichte machte. Pr�sident Johnson nutzte den "Zwischenfall" am Golf von Tonkin, um den Kongre� zur Entsendung von US-Soldaten nach Vietnam zu bewegen. Solch "gravierende Unwahrheiten haben schwere Folgen, f�r den jeweiligen Politiker, seine Partei und das Land insgesamt", sagt der Historiker Eric Alterman. Sein Buch �ber die L�gen amerikanischer Pr�sidenten ("When Presidents Lie") ist in den USA im September erschienen. "Auch George W. Bush m��te heute nicht um seine Wiederwahl k�mpfen, wenn er im Vorfeld des Irak-Kriegs bei der Wahrheit geblieben w�re." Mit dem amtierenden Pr�sidenten, dem trotz aller Unwahrheiten, Realit�tsverdrehungen und L�gen noch immer das Image des ehrlichen Saubermannes anhaftet, habe die "Institutionalisierung der Unwahrheit" ihren vorl�ufigen H�hepunkt erreicht, glaubt Alterman.

1 Comments:

At 5:30 PM, Anonymous Anonym said...

WAM is correct in pointing out that the Bush administration has been especially effective in its politics of deception. But there is also the question of whether the republican base is simply more comfortable in ignoring the truth (or embracing lies). Read this article from the Boston Globe last week.
- David

 

Kommentar ver�ffentlichen

<< Home