2004-10-04

Irans Atomanspr�che bedrohlicher als Irak

--- Die WAMS wirft einen ausf�hrlichen Blick auf die ernsthaften Bem�hungen der iranischen F�hrung, Atombomben zu bauen, und warnt vor einer unkontrollierbaren Situation im Mittleren Osten: In den Regierungsstuben Europas war man nicht begeistert, als im Herbst 2002 die Fragen zum Nuklearprogramm des Iran dringender wurden. Abwiegeln lautete die Devise auch im Berliner Kanzleramt. Einer, der Einblick in die Dossiers der deutschen Nachrichtendienste hatte, sagte: "Wir beteiligen uns nicht an Versuchen, nach dem Irak das n�chste Land auf die Agenda zu heben." Nun ist der Iran auf der Tagesordnung der Weltpolitik angekommen. Es braut sich ein Konflikt zusammen, der gef�hrlicher ist als der Irak-Krieg. Die Regierung in Teheran selbst forciert eine Entwicklung, die den Staat der Mullahs schnell ins Fadenkreuz einer milit�rischen Eskalation bringen kann. Jahrelang hat Iran alle Fragen nach dem Hintersinn seines Atomprogramms mit Tricks, Leugnen und Hinhalten abgewehrt. Alle Zusagen zur Zusammenarbeit mit der Atomenergiebeh�rde IAEA wurden gebrochen. Nun sprechen auch europ�ische Politiker wie Au�enminister Joschka Fischer von "schweren Fehlern" Irans und warnen vor einer "dramatischen Versch�rfung". Die Ver�rgerung dar�ber, wie der Iran vor allem Deutschland, Frankreich und England vorgef�hrt hat, ist verst�ndlich. Ende Oktober 2003 hatte das europ�ische Dreigestirn in Teheran das Zugest�ndnis der Regierung erreicht, das Programm zur Urananreicherung auszusetzen. Doch mit ihrem Schwenk haben die Machthaber in Iran jetzt nur getan, was sie vor dieser Vereinbarung angek�ndigt hatten, wenn auch nur auf Persisch: sie sogleich wieder zu k�ndigen Hier schlummert ein neuer Konflikt, bei dem sich die Europ�er nicht so leicht ausklinken k�nnen wie im Irak. Die grunds�tzliche Frage dabei ist nat�rlich: um wieviel gef�hrlicher w�re die iranische Atombombe als es heute die pakistanischen und indischen sind? Was ist dem Regime der Mullahs zuzutrauen?