2004-10-01

Bush vs. Kerry: Show-down auf der Mattscheibe

--- Das Thema f�r die Online-Medien und Blogger heute ist das erste Fernsehduell zwischen Bush und seinem Herausforderer Kerry. Transkripte sind bereits verf�gbar, beispielsweise hier. Die allgemeine Einsch�tzung bei rechten und linken Bloggern ist, dass sich beide Kandidaten wacker geschlagen haben. Das Forschungsinstitut Medien Tenor glaub allerdings festgestellt zu haben, dass Kerry seine Chance als Herausforderer verpasst habe: Die teils scharfen Angriffe von Kerry lie�en den amtierenden Pr�sidenten Bush weitgehend unbeeindruckt: Mit der Darstellung seiner Au�enpolitik und des Irak-Konflikts konterte Bush die Attacken seines Herausforderers. ... Dem Trend der Medien, mehr das "Horse Race" (Wer liegt vorn?) und die Pers�nlichkeit der Kandidaten zu fokussieren, h�tte Kerry - gerade beim Thema Au�enpolitik - eine �berzeugende Position entgegensetzen m�ssen, um sich als besserer Pr�sident zu pr�sentieren. Diese Chance, sich �ber Inhalte zu profilieren und die Frage "Wof�r steht Kerry?" endlich zu beantworten, hat er diesmal verpasst. Kerry ist es �berdies nicht gelungen, seinem Image als "Flip-Flopper" zu entkommen: Bush nutzte die 90 Minuten nationaler TV-Pr�senz um seinen Herausforderer alle f�nf Minuten als unstete Pers�nlichkeit darzustellen. Die Netzeitung sah Bush dagegen st�rker in der Defensive -- Kerry aber wiederum nicht wirklich im Vorteil. Aha: Vorteil Kerry, ist das Urteil der meisten Spin-Doktoren bei den Medien, und erste, nicht repr�sentative Umfragen nach der ersten TV-Debatte in den USA haben dasselbe Ergebnis, wenn auch knapp. Viel besagt das nicht. Auch wenn seit Monaten der Wahlkampf eines der beherrschenden Themen der amerikanischen Medien ist, so hat George W. Bush doch den Pr�sidentenvorsprung. Ein ausgewogenes und �ber das normale TV-Blabla hinausgehende Duell war es also allemal.

Update: Auch ftd.de sieht Kerry als Gewinner. Und bei heise online gibt es inzwischen ein St�ck zur "multimedialen Schlacht" um das Wei�e Haus. Und bei Telepolis auch was zum Thema, und, und, und �