2004-09-10

Zapatero als F�hrer der Koalition der Unwilligen

--- Spaniens nach dem 11.3. gew�hlte Sozialisten rufen zur Bildung einer Koalition der Unwiligen auf: Der spanische Ministerpr�sident Jos� Luis Rodr�guez Zapatero hat die L�nder der internationalen Irak-Koalition aufgefordert, dem Beispiel Spaniens zu folgen und sich ebenfalls aus dem Irak zur�ckzuziehen. ... Spanien appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, den Irak zu verlassen. "Dies w�rde bessere Perspektiven f�r den Irak er�ffnen", sagte Zapatero spanischen Presseberichten zufolge bei einem offiziellen Besuch in Tunesien. Eine friedliche L�sung des Konflikts sei nur auf dem Wege des Dialogs m�glich, nicht mit einem Krieg, kritisierte Zapatero die Politik der USA. Spanien hatte seine 1300 Soldaten wenige Monate nach dem Wahlsieg der Sozialisten (PSOE) im vergangenen M�rz aus dem Irak abgezogen. Der Terrorismus sei zwar durch nichts zu rechtfertigen. "Es gibt aber Antworten, die die Gewalt verringern helfen und solche, die sie vermehren", sagte er. So sei seinerzeit behauptet worden, die Irak-Intervention w�rde zum Frieden zwischen Israel und den Pal�stinensern beitragen. Doch nun sei die Lage noch schlimmer als zuvor. Der von den USA und seinen Alliierten beschrittene Weg sei v�llig falsch gewesen. Ein Land hat - allerdings aus eher innenpolitischen Gr�nden - seine Unterst�tzung f�r die Irak-Koalition aufgek�ndigt: Costa Rica. Das Land habe die USA gebeten, von der Liste der im Irak-Krieg verb�ndeten Staaten gestrichen zu werden, sagte Au�enminister Roberto Tovar am Donnerstag. Die Liste ist auf der Internetseite des US-Pr�sidialamts ver�ffentlicht. Das costaricanische Verfassungsgericht hatte in dieser Woche entschieden, dass die Irak-Unterst�tzung die 1980 erkl�rte Neutralit�t des Landes verletzt. Welche Form des Dialogs man sich mit den Gotteskriegern vorstellen soll, die auf einen umfassenden Kampf der Kulturen ausgerichtet sind, lie� Zapatero aber anscheinend offen.