2004-09-25

Viele Fragezeichen rund um die Wahl im Irak

--- Am 31. Januar 2005 sollen im Irak demokratische Wahlen stattfinden. Doch das Gro�projekt muss angesichts der st�ndigen Terrorbedrohung vor Ort -- gerade erst wurden mehrere �gypter und Iraker mal wieder mit brutaler Gewalt bei mehreren �berf�llen entf�hrt -- noch einige Herausforderungen schultern. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld schlug daher jetzt vor, Hochburgen der Aufst�ndischen wie Falludscha von der Wahl auszuschlie�en. Doch damit machte er sich weder beim irakischen �bergangspremier Allawi noch im US-Au�enministerium Freunde.: Der stellvertretende US-Au�enminister Richard Armitage forderte vor dem US-Kongress, die Wahlen m�ssten offen f�r alle B�rger sein. Vor Journalisten bekr�ftigte er: "Wir wollen sie unbedingt in allen Teilen Iraks abhalten." Damit widersprach Armitage dem Chef des Pentagons, Donald Rumsfeld. Der Verteidigungsminister hatte gesagt, in Teilen des Irak k�nne m�glicherweise nicht gew�hlt werden. Gro�ajatollah Ali al Husseini al-Sistani, der m�chtige Schiitenf�hrer, verlangte heute, die versprochenen Wahlen m�ssten p�nktlich abgehalten werden. Die gr��te schiitische Partei, der Oberste Rat f�r die Islamische Revolution im Irak, stellte sich hinter diese Forderung. Iraks �bergangsministerpr�sident Ijad Alawi h�lt trotz der Gewalt in seinem Land Wahlen bis zum 31. Januar f�r m�glich. 15 der 18 Provinzen seien "v�llig sicher", sagte er w�hrend eines Aufenthalts in Washington. Der Pr�sidentschaftskandidat der US-Demokraten, John Kerry, kritisierte Alawis Aussagen als sch�nf�rberisch: Im Irak wagten amerikanische und irakische Streitkr�fte manche Region nicht mehr zu betreten. Unter diesen Bedingungen sei eine Wahl unm�glich. Mehr Kritisches zum Thema in der LA Times: The election preparations are on "a very tight timeline," said Carlos Valenzuela, the top U.N. electoral official here. Violence preceding election day, now projected to be Jan. 31, "could be a showstopper," he said. The prospect of violence has already begun to hinder election plans. One of seven voting members of the U.N.-appointed independent electoral commission has resigned because of threats. Many others, ranging from top electoral officials to staffers at local polling places, might face intimidation or assassination attempts. Officials with experience in holding elections say it will be difficult to organize the Iraqi vote. "This makes the Balkans look like Norway," one said. However, they still have hope, citing the example of elections in places such as East Timor, Cambodia and Algeria. Valenzuela said that because of violence, the province he was responsible for in the 1993 Cambodian election had to reduce the number of polling places by 60% the day before the vote. "And people still came to vote, and the results were accepted," he said.