2004-09-18

Tschetschenische Rebellenf�hrer: doch gar nicht sooo b�se?

--- Der tschetschenische Terrorpapst spricht -- nat�rlich online. Doch dann wurde sein Publikationsorgan -- wie von Putin gew�nscht -- erst mal wieder dicht gemacht: Schamil Bassajew, der wohl brutalste Feldkommandeur der Tschetschenen, hat die Verantwortung f�r das blutige Geiseldrama in Beslan vor zwei Wochen �bernommen. In einem Brief, der in der Nacht zum Freitag auf der Webseite www.kavkazcenter.com auftauchte und dessen Echtheit nicht �berpr�fbar ist, bekannte er sich auch zu weiteren Anschl�gen in Moskau und auf zwei Passagierflugzeuge. Die aus Litauen verbreitete Webseite von Kavkazcenter wurde am Freitag abgeschaltet. Das hatte wenige Stunden zuvor der litauische Verteidigungsrat unter Vorsitz von Pr�sident Waldas Adamkus beschlossen. ... Gleichzeitig kamen vom Rebellenf�hrer Aslan Maschadow, der mit der Beslan-Geiselnahme nichts zu tun haben will, sie aber doch verteidigt, fast schon besinnliche Worte: Die Radikalen seien �berzeugt, dass nur Anschl�ge auf die Metro, auf Z�ge, Flugzeuge und Schulen Putin dazu bewegen k�nnten, den Krieg in Tschetschenien zu stoppen. Er wolle diese Leute nicht rechtfertigen, sagte der Rebellenchef, aber sie h�tten in Beslan nicht damit gerechnet, dass es einen Sturm geben w�rde. Er bot sich an, den Terrorismus in Russland in ganz kurzer Zeit zu stoppen. "Es reichen 30 Minuten daf�r, dass sich zwei Pr�sidenten treffen und das Blutvergie�en beenden." F�r ihn gebe es nur eine Grundbedingung, die erf�llt werden m�sse: "Garantien f�r die Sicherheit des tschetschenischen Volkes", verlangte er. "In allem anderen bin ich bereit, im Interesse Russlands zur�ckzustecken." Womit er sich im Gegensatz zu dem von ihm beschriebenen radikalen Teil befindet. Eine der Forderungen der Geiselgangster von Beslan war die Unabh�ngigkeit Tschetscheniens, die Maschadow gar nicht mehr erw�hnte. Gleichzeitig versicherte Maschadow, es gebe keinen internationalen Terrorismus, keinen Einfluss von au�en, "keine Intervention", wie er unter Anspielung auf die Ansprache von Kreml-Chef Putin nach dem Geiseldrama sagte. Die �u�erungen sind genauso wie die Putins und des russischen Geheimdienstes mit Vorsicht zu genie�en.