2004-09-01

Der Terror bestimmt die News

--- Die Nachrichten sind mal wieder voll von den j�ngsten Terroranschl�gen in Moskau und in Israel: Erstmals seit fast einem halben Jahr ist es in Israel wieder zu blutigen Anschl�gen gekommen. Zwei pal�stinensische Selbstmord-Attent�ter sprengten sich am Dienstag in zwei Bussen im s�disraelischen Beerscheba selbst in die Luft und rissen mindestens 16 Menschen mit in den Tod. Rund 90 wurden zum Teil schwer verletzt. Zu der Tat bekannte sich die radikalislamische Hamas-Bewegung. In Moskau sind beim zweiten gro�en Terroranschlag in Russland binnen einer Woche am Dienstagabend mindestens zehn Menschen get�tet worden. Weitere 51 Menschen wurden verletzt, darunter auch vier Kinder. Inzwischen befinden sich angeblich auch bis zu 400 Sch�ler in Nord-Ossetien (grenzt an Tschetschenien) in der Gewalt von Islamisten: Augenzeugen berichteten, die Geiselnehmer h�tten die Sch�ler in einer Sporthalle zusammengetrieben. Sie drohen, die Halle in die Luft zu sprengen, wenn die Polizei das Geb�ude st�rmt. Laut Itar-Tass sollen die Entf�hrer Kinder vor die Fenster des Schulgeb�udes gehalten haben. Sie sollen schwarz gekleidet sein und ihre Gesichter hinter schwarzen Masken verborgen haben. Die Kidnapper - unter ihnen auch Frauen - tragen offenbar Sprengstoffg�rtel. Ein Sprecher des Inlandsgeheimdienstes FSB, Ismel Shaov, sagte, es handele sich um insgesamt 17 Geiselnehmer. Sie fordern Itar-Tass zufolge dass zahlreiche in der Nachbarprovinz Inguschetien inhaftierte tschetschenische Rebellen auf freien Fu� gesetzt werden. Die Selbstmordanschl�ge und Geiselnahmen zeigen einmal mehr, dass auch "starke" M�nner wie Putin, Sharon und der sich mit dem Krieg gegen den Terror gar nicht mehr so richtig auskennende Bush den todeswilligen Gotteskriegern wenig entgegensetzen k�nnen. Die Welt wird sich vorerst weiter darauf einstellen m�ssen, mit dem Terror zu leben, solange Strategien zur Deeskalation im Kampf der Kulturen Mangelware sind.