2004-09-13

Bush und das Kokain

--- Das d�rfte dem im Wahlkampf momentan schw�chelnden Kerry gelegen kommen: Die ehrenwerte US-Autorin Ktty Kelley hat ihre Abrechnung mit dem Bush-Clan gerade ver�ffentlicht. Das Buch wird weltweit von Bertelsmann vermarktet. Ihre gerade strittigste Behauptung: George W. Bush habe in den Zeiten, als sein Vater Pr�sident war, in Camp David Kokain geschnupft. Die Rede vom Cokehead auf dem Pr�sidentenstuhl macht seitdem die Runde. Aber auch sonst viele interessante Details: Sicher ist, dass der Bush-Dauerkritiker Michael Moore nach diesem Buch als penibler Dokumentarfilmer dastehen wird. Kelley, und daf�r waren bereits ihre Bestseller �ber Frank Sinatra, dessen Freundin Nancy Reagan oder das britische K�nigshaus bekannt, l�dt tonnenweise Schmutz ab, der im Falle von George W. zum denkbar ung�nstigsten Zeitpunkt pr�sentiert wird. Das meiste ist nicht ganz neu, aber es ist so liebevoll aufbereitet - und durch erstaunlich viele Zeugen abgesichert, die es wagen, ihren Namen zu nennen -, dass schlicht nicht alles als "Erfindung" abgetan werden kann, wie es das Wei�e Haus schon vergangene Woche versuchte. Dass George W. keine intellektuelle Leuchte ist, war eigentlich l�ngst klar, Kelley aber l�sst eine ganze Schar seiner Kommilitonen von den Universit�ten Yale und Harvard auftreten, die es pr�ziser wissen. "Georgie, wie wir ihn damals nannten, fehlte es v�llig an intellektueller Neugier, egal auf welchem Gebiet", erinnert sich ein Tom Wilner. "Dieser Typ hat �berhaupt keine Vorstellung von komplexen Dingen." Ein anderer, C. Murphy Archibald, beschreibt Bush als "Souffl� von Texas: aufgeblasen und voll hei�er Luft". Bisher hat Kelley noch alle Klagen gegen ihre B�cher heil �berstanden, niemand konnte sie der L�ge zeihen. Mal sehen, ob es bei dem 750-Seiten-W�lzer so bleibt.