2004-09-04

BND mag keine Insider-Kritik

--- Im Krieg gegen den Terror liegen auch bei deutschen Geheimdiensten die Nerven anscheinend blank: Der Bundesnachrichtendienst (BND) geht juristisch gegen das Buch eines fr�heren Mitarbeiters �ber den Geheimdienst vor. Die Bundesanwaltschaft best�tigte am Samstag entsprechende Medienberichte, wonach der BND Strafanzeige gegen den Autor Norbert Juretzko gestellt hat. Generalbundesanwalt Kay Nehm habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf �Offenbarung von Staatsgeheimnissen� eingeleitet, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke-Katrin Scheuten der Nachrichtenagentur AP. Der BND erstattete laut Scheuten Mitte August Strafanzeige unter anderem wegen Landesverrats und des Verrats von Dienstgeheimnissen. Dies sei damit begr�ndet worden, dass in dem Buch �ber streng geheime Geheimdienst-Operationen in den 80er und 90er Jahren berichtet werde. Eine kursorische Durchsicht des Buches habe den Verdacht jedoch nicht erh�rtet. Ob die Ver�ffentlichung des Buches R�ckschl�sse auf Quellen des BND zulasse, m�ssten jetzt die weiteren Ermittlungen zeigen, sagte Scheuten. Juretzko, laut �Focus� und �Spiegel� ein ehemaliger BND-Offizier, hat das Buch �Bedingt dienstbereit� �ber den Geheimdienst geschrieben. Es soll am Montag erscheinen. Der Autor soll nach Angaben des �Focus� 1998 in einen Betrugsfall verwickelt gewesen sein. Er habe nach Ansicht des Landgerichts M�nchen bei seinem damaligen Arbeitgeber f�r 85.000 Euro gef�lschte Dossiers russischer Agenten abgegeben. Diese h�tten den Verdacht gesch�rt, der damalige BND-Sicherheitschef Volker Foertsch habe mit Moskau zusammen gearbeitet. Die Bundesanwaltschaft habe diese Vorw�rfe aber ausr�umen k�nnen. Der Autor ist au�erdem der Vorsitzende der SPD-Stadtverbands Celle und soll laut �Focus� auch ein enger Freund von Bundesverteidigungsminister Peter Struck sein F�r das Buch ist der Wirbel nat�rlich erst mal die beste PR-Ma�nahme.

2 Comments:

At 10:32 PM, Anonymous Anonym said...

Volker Foertsch wird auch von anderer Seite her verd�chtigt ein ehemaliger Agent des KGB zu sein.
Er selbst behauptet im Gegenzug von Juretzko, da� er
Geld veruntreut habe. Das Buch von Juretzko ist sehr spannend.

 
At 7:05 PM, Anonymous Anonym said...

Der BND ist eine dubiose Anstalt die sich offenbar jeder demokratischen Kontrolle geschickt entzieht. Als kritischer Journalist in Ba-W� habe ich seit l�ngerer Zeit ebenfalls den Verdacht abgeh�rt zu werden. Wohl weil ich Informationen �bereine nV-Mann des BND recherchiert habe, der sich lokal bewegt wie "ein Fisch im Wasser." Und auch von einem promineten CDU-Politiker gedeckt wird. Ich habe mehrer Strafanzeigen gestellt ohne Erfolg: "Eine Kr�he hackt der anderen kein Auge aus..."

 

Kommentar ver�ffentlichen

<< Home