2004-08-05

Guantanamo-Gefangene klagen an

--- Dass es sich bei den Folterungen in Abu Ghraib um Einzelf�lle gehandelt hat, hat sich l�ngst schon als Fata Morgana herausgestellt. Nun berichten drei britische Guantanamo-Gefangene �ber systematische Misshandlungen durch die US-Aufpasser: Asef Iqbal, Ruhal Ahmed und Shafiq Rasul aus dem englischen Tipton hatten nach eigenen Angaben zwei Jahre ohne offizielle Anklage und Rechtsbeistand in amerikanischer Gefangenschaft verbracht, zun�chst in Afghanistan und sp�ter in Guantanamo. Sie hatten nach Angaben ihrer Familien eine Hochzeit in Pakistan besucht und waren nahe der afghanischen Grenze unter Terrorverdacht verhaftet worden. Im M�rz 2004 durften sie nach Gro�britannien zur�ck, wo sie freigelassen wurden, ohne noch mit einer Anklage rechnen zu m�ssen. Die drei M�nner geben an, in Guantanamo unter anderem geschlagen und getreten, mit Drogen vollgepumpt, nackt fotografiert sowie sexuell missbraucht worden zu sein. Unter Generalmajor Geoffrey Miller habe sich die Lage der H�ftlinge in Guantanamo noch verschlimmert, hie� es. Miller leitet inzwischen das Gef�ngnis Abu Ghraib, seine Vorg�ngerin musste gehen, nachdem bekannt geworden war, dass US-Soldaten in Abu Ghraib Gefangene gefoltert haben. Das Internationale Rote Kreuz geht inzwischen von Kriegsverbrechen in dem Fall aus.

Update: Unterdessen wiesen die USA neue Vorw�rfe wegen Misshandlungen im Gefangenenlager Guant�namo auf Kuba zur�ck. Bei den Anschuldigungen handele es sich um einen "Wort- und Propagandakrieg", hie� es. Aha.