2004-07-20

Irakischer Premier in der Schusslinie

--- Der irakische �bergangspremier Ijad Allawi, der sich gern als neuer starker Mann in Bagdad darstellt und dies ja auch tun muss, ger�t von vielen Seiten unter Druck. Zum einen hat die Terrorgruppe rund um Phantomas al-Sarkawi ein in jordanischer W�hrung ausgewiesenes Kopfgeld in H�he von umgerechnet rund 282.000 US-Dollar ausgesetzt und diese Todesdrohung mit blutigen Fotomontagen auf der inzwischen in den USA gehosteten al-Ansar-Site untermauert. Es blieb aber unklar, woher das Geld kommen und wie der Attent�ter in den Genuss der Pr�mie kommen soll. Nicht ganz vergleichbar ist die Summe zudem mit den 25 Millionen Dollar, welche die US-Regierung auf den Kopf von Sarkawi ausgesetzt hat. Mehr zum Thema in Telepolis. Starke Vorw�rfe erhebt derweil der australische Irak-Korrespondent des Sydney Morning Herald, Paul McGeough, gegen Allawi: Demnach soll der Politiker kurz vor seiner Berufung zum Premier bei einem Besuch eines Bagdader Gef�gnisses die Pistole gez�ckt und sechs H�ftlinge, denen die Beteiligung an Aufst�nden und Terroraktionen vorgeworfen wurden, einfach abgeknallt haben. Seine Pressesprecher streiten dies nat�rlich vehment ab. McGeough verteidigt derweil seine Geschichte und seine zwei Augenzeugen.