2004-07-22

Drohgebaren der Islamisten ger�t au�er Kontrolle

--- Da soll noch jemand durchblicken im islamistischen Terror-Theater. St�ndig neue Drohungen und Warnungen, die man kaum noch auseinanderhalten kann, und dann noch gegen fast alle und jeden. Und immer mehr Geiseln bunter Nationalit�ten werden gewonnen. Die Pressearbeit der Gotteskrieger l�sst stark zu w�nschen �brig. Bei den Medien und Nachrichtenagenturen geht jedenfalls auch schon einiges drunter und dr�ber. Die Tagesschau berichtet online etwa: Nach einem arabischen Fernsehbericht wurden erneut sechs Ausl�nder entf�hrt. Eine militante irakische Gruppe mit dem Namen "Tr�ger der schwarzen Banner" k�ndigte an, sechs Lkw-Fahrer in ihrer Gewalt zu enthaupten. Es handelt sich dabei um drei Inder, zwei Kenianer und einen �gypter. Der arabische Nachrichtensender Al Arabija strahlte ein Videoband aus, auf dem die Entf�hrer den Abzug des kuwaitischen Unternehmens aus Irak fordern, f�r das die sechs Geiseln arbeiten. Sollte sich das Unternehmen weigern, w�rden die M�nner in Abst�nden von 72 Stunden enthauptet. ... F�r Verwirrung sorgte jedoch eine Erkl�rung der Gruppe an die Nachrichtenagentur AP. Darin fordert sie, dass diese Heimatl�nder der Geiseln nicht nur ihre Zivilisten sondern auch ihre Truppen aus Irak abziehen sollen. "Wir haben alle L�nder, Firmen, Gesch�ftsleute und Lastwagen gewarnt, die mit den amerikanischen Cowboy-Besatzern zusammenarbeiten", hie� es in der Erkl�rung. Keines der drei L�nder hat jedoch Truppen im Irak stationiert. Seltsam.

Spiegel Online hat derweil wieder andere Agenturnachrichten: Verschiedene islamistische Gruppen drohen nun au�erdem im Internet mit Anschl�gen in Japan, Bulgarien und Polen, sollten die Staaten ihre Truppen nicht aus dem Golfstaat abziehen. Heute richtete eine Gruppe, die sich als "europ�ischer Fl�gel der Qaida" bezeichnet, eine Drohung an Bulgarien und Polen. "Wir fordern die bulgarische Kreuzritter-Regierung, die die Amerikaner unterst�tzt, heute letztmalig zum Abzug ihrer Truppen aus dem Irak auf. Sonst werden wir in Bulgarien ein Blutbad anrichten", hie� es. Die Bev�lkerung Bulgariens solle ihre Regierung zum Abzug bewegen, sonst werde die "Sprache des Blutes ert�nen, wie in Madrid, Washington und New York", hie� es mit Blick auf die Anschl�ge in den St�dten. "Wir fordern Polen und seinen j�mmerlichen Ministerpr�sidenten Marek Belka auf: Zieht eure Truppen aus dem Irak ab oder euer Land wird, wann immer wir es wollen, von Explosionen ersch�ttert." Von derlei seltsamen Medienaktionen l�sst sich wohl niemand wirklich ersch�ttern. Eher d�rfte die amerikanische �ffentlichkeit die Tatsache beunruhigen, dass gerade schon der 900. US-Soldat im Irak get�tet wurde. Ein gro�es Medienecho hat das bislang aber auch nicht ausgel�st, auch die Tagesschau versteckt die Nachricht in der Geiselnehmer-Meldung. Dabei gibt es im amerikanischen Heimatland kaum noch einsatzkr�ftige M�nner, wie die New York Times wei�. Dass Bush die Soldaten ausgehen, d�rfte diesem nicht gefallen, wo doch Iran wegen al-Qaida-Deckung ins Visier ger�t und auch zwischen China und Taiwan mal wieder die Luft brennt.