2004-06-26

Drei T�rkenk�pfe sollen rollen

--- Abu Mussab Sarkawis Blutrausch macht auch vor seinen islamischen Glaubensbr�dern nicht halt: Am Dienstag sollen drei T�rkenk�pfe rollen. Die Bilder, die die Enthauptungen ank�ndigen, kennen wir inzwischen ja zur Gen�ge. Aber nat�rlich hat die Geiselnahme mal wieder einen sehr aktuellen Bezug: Es ist eine f�rchterliche Drohung und eine beispiellose Provokation. Denn dass Abu Mussab Sarkawis Terrorgruppe die T�rkei genau zu dem Zeitpunkt erpresst, an dem die F�hrer der 26 Nato-Staaten inklusive US-Pr�sident George W. Bush in Istanbul tagen, kann kein Zufall sein. Die Drohung ist unmissverst�ndlich. Die Terroristen w�rden ihre Geiseln am Dienstag, dem Abschlusstag des Gipfels, enthaupten, sollten sich bis dahin nicht alle t�rkischen Firmen aus Irak zur�ckziehen, die die alliierten Besatzungstruppen unterst�tzen, sagte ein al-Dschasira-Mitarbeiter. Der Sender zeigte einen Videofilm, in dem die drei T�rken auf dem Boden hockten, ihre Namen nannten, P�sse hoch zeigten und auf T�rkisch sagten, was sie im Irak machen. Die T�rkei nimmt zwar nicht in den Koalitionstruppen im Irak teil. Viele T�rken arbeiten aber als Vertragslieferanten der von den USA gef�hrten Truppen. Laut al-Dschasira erkl�rten die Terroristen: "Die t�rkischen Truppen und Unternehmen, die die Besatzungstruppen unterst�tzen", m�ssten den Irak bis zum genannten Fristablauf verlassen. Sonst w�rden die drei t�rkischen Arbeiter get�tet. In einer dem Video beigef�gten schriftlichen Erkl�rung riefen die Entf�hrer die t�rkische Bev�lkerung zu Demonstrationen gegen US-Pr�sident Bush auf, der am Samstagabend in Ankara eintraf. Der Besuch von "Bush dem Verbrecher, dem Feind des Islams" m�sse klar verurteilt werden. Der Mitarbeiter des Senders sagte, die Kassette sei am Samstag eingegangen.