2004-06-21

Die Medien- und Netz-Profis von al-Qaida

--- Ein Artikel von Spiegel Online �ber die Ernennung Saleh al-Aufis zum neuen Chef von al-Qaida in Saudi-Arabien besch�ftigt sich haupts�chlich auch mit der Medien- und PR-Strategie der Terrororganisation, die daf�r das Internet virtuos einsetzt: In westlichen Sicherheitskreisen wird die neue Terrorank�ndigung durchaus ernst genommen - auch wenn der genannte al-Aufi deutschen Experten zun�chst nicht bekannt war. "Die Schnelligkeit, mit der die neuen Erkl�rungen kommen, sagen einiges �ber die Professionalit�t", so ein Fahnder am Montag. Offenbar wollen die Terroristen nach Einsch�tzung des Experten das Netz weiterhin als "weltweite Plattform f�r ihre PR" nutzen. Keiner anderen Gruppierung sei es in den vergangenen Monaten so gut gelungen, die Medien zu beherrschen und immer genau das Richtige zum besten Zeitpunkt zu platzieren, so der Ermittler. Ein angef�hrtes Beispiel: Ebenso beunruhigend sind auch weitere Pamphlete, die im Internet kursieren und einen alten Verdacht best�tigen. Demnach sollen die Terroristen in Saudi-Arabien durch Mitarbeiter der Polizei und anderer Beh�rden unterst�tzt werden. Eine Website beschreibt en detail den Ablauf der Entf�hrung des get�teten Amerikaners Paul Johnson. Danach h�tten die Terroristen am 12. Juni auf der al-Khadma-Stra�e zum Flughafen einen get�rkten Checkpoint aufgebaut und verf�gten daf�r sogar �ber Polizeiuniformen und Streifenwagen. Johnson sei zuerst bet�ubt und dann zu einem Versteck gebracht worden. Wie schon in der Vergangenheit mischen die Terroristen in dem Artikel religi�se Schw�re mit eiskaltem Zynismus. So bedanken sie sich bei denjenigen, "die im Sicherheitsapparat ihren starken Glauben behalten" h�tten. Im Satz darauf bitten sie um Allahs Gnade f�r sie und dass er sie f�r ihren Einsatz belohnen solle.