2004-06-06

Der gro�e Kommunikator bleibt stumm

--- Ronald Reagan ist mit 93 Jahren von der B�hne des Lebens abgetreten. Der Ex-US-Pr�sident und Republikaner war als Schauspieler im Wei�en Haus stilbildend f�r eine neue Welle der symbolischen Politik und der Medieninszenierung. Berlusconi et al. haben sich viel von ihm abgeschaut bei ihrer Form der "Politikvermittlung". Die Medien, mit denen Reagan ziemlich perfekt spielte, sind heute voll von Nachrufen auf den "letzten kalten Krieger" etc. Ein sehr umfangreiches Dossier bietet etwa die Los Angeles Times, die beispielsweise dem immer noch sp�rbaren Einfluss Reagans neoliberaler Politik und seinen Inszenierungen nachgeht: As the "Great Communicator," Reagan changed the way presidents pursued their goals, elevating the role of direct communication with the public through television. He hastened the realignment of the South from solidly Democratic to the cornerstone of GOP strength. And he crystallized an antigovernment populism that still constrains Washington's role in society. In einem weiteren Artikel beleuchtet die LA Times die Beziehung zwischen Hollywood und dem Pr�sidenten. W�hrend die meisten gro�en Tageszeitungen in den USA vers�hnliche T�ne ansto�en und das einzigartige Image-Building Reagans analysieren, macht das Online-Magazin Slate mit einem Verriss auf: "The Man who Ruined Republicans". Der "Kriegstreiber" Reagan habe in verantwortungsloser Weise die Staatsverschuldung angeheizt, so die Hauptkritik. Mehr auf deutsch u.a. in Spiegel Online.