2004-05-17

Neue Berichte �ber die Torturen in Abu Ghraib

--- Die Welt "dokumentiert" heute mit einiger Dramatik zwei F�lle mutma�licher US-Folter im Irak: Im Zuge des Skandals um Folterungen im Irak ist der vielleicht schockierendste Aspekt noch kaum zum Vorschein gekommen. Bislang ging es nur um die Behandlung der Gefangenen in ihren Zellen. Was in den Verh�ren selbst passierte, blieb im Dunkeln. Dabei scheint es, dass die Misshandlungen dort noch sehr viel brutaler waren und mitunter t�dlich endeten. ... Das erste Beispiel ist der Fall von Assad Abdul Al Karim Abdul Al Dschalil, einem Mann aus der Provinz Anbar, die als Hochburg der irakischen Guerilla gilt. Assad Al Dschalil war ein respektierter Stammesf�hrer der Bou-Amir in der Gegend um Ramadi, westlich von Bagdad. US-Soldaten verhafteten den 1957 Geborenen am 4.�Januar dieses Jahres. Offenbar verd�chtigten sie ihn, Verbindungen zum Widerstand zu unterhalten. F�nf Tage sp�ter war er tot. Die Besatzungsmacht gab erst vier Wochen danach und nach massivem Dr�ngen des Roten Kreuzes die Leiche heraus. Zusammen mit dem geschundenen K�rper erhielt die Familie eine offizielle amerikanische Todesurkunde. Darin hie� es, er sei "im Schlaf" gestorben. ... Mitgefangene erz�hlen, dass Assad Al Dschalil in einem Gef�ngnis des US-St�tzpunktes "Eye of the Lion" in der Stadt Haditha binnen weniger Tage zu Tode gefoltert wurde. "Sie schlugen ihn furchtbar und erniedrigten ihn", sagt ein Mitgefangener, der aus Angst vor Repressalien seinen Namen nicht nennen m�chte. Was immer man auch von solchen Erz�hlungen halten will ...