2004-04-18

Zapatero bringt die spanischen Boys heim

--- Grade erst ins Amt eingef�hrt fackelt Spaniens neuer Ministerpr�sident Jose Luis Rodriguez Zapatero nicht lange und ordnet �berraschend den R�ckzug der spanischen Soldaten aus dem Irak in "k�rzestm�glicher Zeit" an. Zapatero begr�ndete den �berraschenden R�ckzugsbefehl damit, dass von den Vereinten Nationen keine Resolution zu erwarten sei, die den spanischen Vorstellungen entspricht. In seinem Regierungsprogramm hatte er einen Truppenabzug aus dem Irak angek�ndigt f�r den Fall, dass die Vereinten Nationen bis zum 30. Juni nicht das politische und milit�rische Kommando �bernehmen. ... Zapatero wies den Verdacht zur�ck, Spanien beuge sich mit dem R�ckzug dem Terror. Am 11. M�rz hatten islamistische Terroristen in Madrid bei Anschl�gen 191 Menschen get�tet. Der Regierungschef erinnerte daran, dass er schon vor mehreren Monaten im Falle eines Wahlsiegs einen Truppenabzug in Aussicht gestellt hatte. "Ich will mein Wort halten", sagte er. "Die Regierung kann nicht gegen den Willen der Spanier handeln." Zuvor hatte EU-Au�enkommissars Chris Patten die Lage im Irak als "sehr viel ernster" als im Vietnam-Krieg bezeichnet: "Wir werden sehr, sehr lange Zeit mit den Folgen leben m�ssen". Die italienische Regierung erw�gt derweil gar die Zahlung von L�segeld f�r die drei noch im Irak festgehaltenen italienischen Geiseln. Dies w�re ein m�glicher Weg, um die Freilassung der M�nner zu erreichen, sagte Europa-Minister Rocco Buttiglione der Tageszeitung "La Stampa". Allerdings m�sste sichergestellt werden, dass das Geld nicht f�r den Kauf von Waffen verwendet werde, f�gte er hinzu. Das zeugt von Verzweiflung.

zapatero-rueckzug.html