2004-04-13

Google-Bombing von Bloggern wieder in den Schlagzeilen

--- Blogger schaffen es immer wieder, Googles Suchmechanismus durcheinanderzuwirbeln. Nach der Aff�re um Bush und den miserable failure hat nun weitere Blogger-Crew eine antisemitische Website von Platz eins in den Google-Suchergebnissen verdr�ngt: Ein New Yorker namens Steven Weinstock hat die ph�nomenale Entdeckung gemacht, dass bei der Suche nach dem Wort "Jew" in Google, auf Platz eins die antisemitische Website "Jew Watch" aufgelistet wird. Nachdem sich die Betreiber von Google nicht bereit erkl�rten, dies zu �ndern und darauf verwiesen, dass die Suchergebnisse "ausschlie�lich von unserem Computeralgorithmen" bestimmt werden, wie ein Sprecher sagte, suchte Weinstock nach einer anderen L�sung. Er initiierte eine sog. "Blogger"-Aktion, oder auch "Google-Bombing" genannt, d.h. er sorgte daf�r, dass m�glichst viele Webmaster den Begriff "Jew" auf ihren eigenen Seiten mit einer neutralen Website verlinken. Die Rechnung ging auf, mittlerweile steht auf Platz eins der Eintrag "Jew" in der Internetuser-Enzyklop�die Wikipedia. Doch mittelfristig k�nnte der Schaden gro� sein: Erstens haben die Initiatoren der Aktion selbst auf Mittel zur�ckgegriffen, die im Internetbereich im besten Falle "verp�nt" sind, oder man k�nnte auch sagen, immer noch nett ausgedr�ckt, sie haben das Suchergebnis durch Getrickse beeinflusst. Ge�ndert hat sich dadurch nur sehr wenig, denn noch immer lesen sehr viele Leute "Jew Watch" und "Jew Watch" ist auch auf immer noch genau so vielen anderen Seiten verlinkt. Zweitens haben sie eine geradezu winzig kleine, verschwindend unwichtige Ver�nderung erwirken k�nnen, die nur bei der exakten Eingabe dieses speziellen Suchbegriffes funktioniert.. Google sieht nach wie vor keinen Bedarf, beim Suchalgorithmus etwas zu ver�ndern oder Vorzensur auszu�ben. Sonst w�re der Protest sicher auch noch gr��er als das Staunen �ber das "Bombing".

google-bombing.html