2004-04-08

BKA-Chef f�nde EU-weite Rasterfahndung gut

--- Jochen Bittner portr�tiert in der Zeit den neuen Chef des Bundeskriminalamts, J�rg Ziercke, und l�sst ihn dabei lang und breit �ber seinen Traum einer europaweiten Rasterfahndung philosophieren: �Wir m�ssen die vorhandenen Informationen von Polizei und Nachrichtendiensten besser b�ndeln und der mehrdimensionalen, automatisierten Recherche zug�nglich machen�, formuliert der Amtschef kompliziert. Soll hei�en: Verd�chtige sollen aus einer Wetterkarte der terroristischen Bedrohung besonders hervorstechen. Ziercke nennt das den �Rote-Lampe-Effekt�. Fr�hzeitig sehen, wo sich ein Anschlag zusammenbraut. Dazu m�ssten freilich nicht nur die deutschen Dienste, sondern mindestens auch die europ�ischen Nachbarl�nder ihre Kenntnisse austauschen. Das BKA als Datenzentrale k�nne dann zu einem �Provider� des deutschen Polizeinetzwerkes werden. Europol m�sste das Gleiche f�r Europa leisten. Eine weitere Rasterfahndung wie die nach dem 11. September, sagt Ziercke, w�re insoweit hilfreich. �Das kann ich mir, je nach Lage, sehr gut vorstellen.� Bittner h�tte den BKA-Chef ja zumindest mal fragen k�nnen, wie er es sich erkl�rt, dass die letzte Rasterfahndung in Deutschland nach dem 11.9. ein Schlag ins Wasser war. Die best�tigte gerade Panorama noch einmal: Dem nachsammelten die Landeskriminal�mter mehr als 8,3 Millionen Datens�tze. Bundesweit h�tten sich daraus fast 19.000 "Pr�ff�lle" ergeben, die sich jedoch s�mtlich als harmlos erwiesen h�tten. Aber f�r eine solche kritische Debatte ist nach 11-M wohl keine Zeit mehr in der Zeit. Dabei h�lt selbst das sonst so scharfe bayerische Innenministerium eine EU-weite Rasterfahndung nicht f�r praktikabel. Mehr zum Thema Terrorpr�vention, Polizei und Geheimdienste in der c't.

zierke.html