2004-03-15

"Welt" warnt vor "Megaterrorismus"

--- Ein Beispiel f�r die Angst- und Schreckenspublizistik, von der wir k�nftig wohl einigen starken Tobak serviert bekommen werden: Der konservative Denker Walter Laqueur sinniert angesichts 11-M in der "Welt" �ber das Zeitalter des Megaterrorismus: im Zeitalter des Megaterrors wird zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte eine sehr kleine Zahl von Personen �ber enorme Zerst�rungskraft gebieten und damit unvorstellbare Verw�stungen anrichten k�nnen. Und gerade die Tatsache, dass es nur wenige Personen sind, macht es so schwierig, die Anschl�ge zu verhindern. ... So entsetzlich die Ereignisse von Madrid auch sind - in Spanien wird das Leben dennoch weitergehen. Weder in der spanischen Gesellschaft noch in der Politik des Landes wird es gr��ere Ver�nderungen geben. Doch malen Sie sich f�r einen Moment aus, die Terroristen h�tten keine "altmodischen" Waffen wie konventionellen Sprengstoff eingesetzt, sondern eine schmutzige Atombombe oder chemische beziehungsweise biologische Kampfstoffe. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie genau dies tun werden. ... Wir erleben eine wachsende Diskrepanz zwischen den Bef�rchtungen der westlichen Terrorismusexperten und der Blindheit oder dem falschen Optimismus der Menschenrechtsaktivisten, die die Missbr�uche der Regierungen anprangern. In der Zwischenzeit, so f�rchte ich, tickt die Zeitbombe der Massenvernichtungswaffen weiter - auch wenn im Irak keine gefunden worden sind.

megaterror.html