2004-03-11

Rettet die SPD die Rundschau?

--- Wird die Frankfurter Rundschau zum SPD-Blatt und zu einer Art "�ffentlich-rechtlichen" Zeitung? Laut Spiegel Online will die SPD-eigene Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG) jedenfalls bald bei der angeschlagenen linken Zeitungsinstitution einsteigen. Die Interessenslage ist derweil sehr gemischt: Ein Hauptfinanzier der "FR" ist bisher die Frankfurter Sparkasse (Fraspa). Sie hat pikanterweise traditionell auch gute Kontakte zum Konkurrenzobjekt "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der "FAZ" w�re ein Konkurs der "Rundschau" am liebsten. Sie spekuliert darauf, dann billig die Druckerei der "FR" �bernehmen zu k�nnen. In der hessischen CDU-Regierung st��t das Vorhaben dagegen anscheinend auf Gegenliebe, so die Berliner Morgenpost/Welt: Im Kreis um Unions-Regierungschef Roland Koch hat man schlie�lich ein doppeltes Interesse an der Rettung. Zum einen stehen rund 1000 Arbeitspl�tze auf dem Spiel, zum anderen hat das Land Hessen im vergangenen Jahr dem Blatt eine B�rgschaft �ber 11,2 Millionen Euro gew�hrt. Besser die SPD �bernimmt, sagt man in Wiesbaden, als dass der Hessische Steuerzahler die Zeche zahlen muss.. Eine v�llige Neuheit w�re der "Aufkauf" jedenfalls nicht. Spiegel Online: �ber ihre Medienholding ist die SPD unter anderem an Objekten wie der "Westf�lischen Rundschau", den "Cuxhavener Nachrichten", der "Frankenpost" der Hannoveraner Madsack-Gruppe und an "�ko-Test" beteiligt.

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