2004-03-07

Die Berliner Einfl�sterer

--- Noch ein Riemen aus der WAMS: Die Sonntagszeitung geht in ihrer Rubrik Zeitgeschehen dem Aufbl�hen des Lobbyismus in der Berliner Republik nach. Der Text bleibt jedoch irgendwie unentschlossen, es werden nur einige Fakten und Beispiele referriert, aber keine Schl�sse gezogen. Interessant allenfalls die Frage, warum gerade jetzt "Public Affairs" zur Mode wird: es gibt noch andere Gr�nde f�r den Einfluss der Lobbyisten. Einer davon ist die zunehmende Verfilzung von Politik und Wirtschaft. Politiker aller Karrierestufen und parteilicher Couleur wechseln die Seiten und vermarkten ihre Insiderkenntnisse. Der im Herbst von der Telekom geschasste Hauptstadtvertreter Karlheinz Maldaner war fr�her B�rochef von Rudolf Scharping. Matthias Machnig, ehemals Bundesgesch�ftsf�hrer der SPD, arbeitet seit Januar f�r die Beratungsfirma Booz Allen Hamilton. Sogar die Gr�nen sind nicht gefeit: Ihre Haushaltsexpertin Christine Scheel und der SPD-Mann Rainer Wend haben sich zu "Botschaftern" der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" ernennen lassen, die f�r einen "schlanken Staat" und flexible L�hne und Arbeitszeiten streitet - und hinter der ma�geblich der Arbeitgeberverband Gesamtmetall steckt. Geh�ssige Gewerkschaftler meinen, dort f�nden sich zumindest viele "potenzielle neue Arbeitgeber", sollte die Koalition die n�chste Wahl nicht �berleben.

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