2004-02-24

Die Bush-Administration und die geknechte Wissenschaft

--- Nicht nur um die Beeinflussung der medialen Meinungsfreiheit sind die spin doctors im Wei�en Haus unter Bush besonders bem�ht, sondern auch um die der Forschungsfreiheit. Ein Verbund besorgter Wissenschaftler hat deswegen vergangene Woche einen Bericht voller Vorw�rfe vorgelegt. Telepolis fasst die Grundz�ge des sich auftuenden Politikmodells zusammen: In diversen F�llen wissenschaftlicher Politikberatung seien unabh�ngige wissenschaftliche Gutachten abgelehnt worden. Wissenschaftliche Beir�te bzw. Sachverst�ndigengremien seien mit zweifelhaften politischen Angestellten oder Industrielobbyisten durchmischt worden, wenn man sie nicht sogar aufgel�st habe. Den erz�rnten Wissenschaftlern ist klar, dass solche Praktiken auch anderen US-Regierungen nicht fremd waren. Zuvor seien jedoch wissenschaftliche Erkenntnisse weder so systematisch noch so umfassend manipuliert worden und auch nicht die �ffentlichkeit so weitgehend �ber die Folgen einer solchen Politik der Ignoranz im Unklaren belassen worden. Kurt Gottfried, Vorsitzender der Gruppe und emeritierter Physikprofessor, wirft der Regierung vor, Praktiken an den Tag zu legen, die fundamental im Konflikt mit dem Geist der Wissenschaft und ihrer Methoden st�nden. Schwerwiegende Risiken f�r die langfristigen Lebensbedingungen der Nation, wenn es um Wohlstand, Gesundheit und milit�rische St�rke geht, w�rden ignoriert, relativiert oder totgeschwiegen.

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