2004-02-27

Blairs gro�e Lauscher unter Beschuss

--- Der neue Dolchstoss gegen Blair hat ein gro�es Medienecho ausgel�st. Kaum eine Zeitung vers�umt heute, auf die Vorw�rfe hinzuweisen, die die Parteigenossin des britischen Premiers in puncto Lauschangriff auf die Uno und Annan vorgebracht hat. So etwa die S�ddeutsche Zeitung: Blairs fr�here Entwicklungsministerin Clare Short war am Donnerstag vom BBC-H�rfunk gefragt worden, ob britische Agenten den Auftrag hatten, im UN-Hauptquartier t�tig zu sein. �Ja absolut�, antwortete Short; sie f�gte hinzu, auch das B�ro von UN-Generalsekret�r Annan sei abgeh�rt worden: �Ich habe einige Abschriften von Aufzeichnungen seiner Gespr�che gelesen�, und sie sei �berzeugt, dass auch Gespr�che zwischen ihr und Annan mitgeschnitten worden seien. ... Blair selbst war sichtlich schockiert �ber die �u�erungen seiner Parteikollegin; der Premier lie� aber offen, ob es zu einem Parteiausschluss-Verfahren gegen Short kommen wird. Dass er zu den Vorw�rfen selbst nicht Stellung nehme, d�rfe man nicht dahingehend interpretieren, dass sie wahr seien, sagte Blair. Nat�rlich nicht.

Update: Zu erinnern ist daran, dass die Verwanzung der UN-B�ros in New York durch die britischen und amerikanischen Geheimdienste schon seit einem knappen Jahr bekannt ist, als der Observer �ber den gro�en Lauschangriff berichtete. Und dass im Hintergrund das Lauschsystem Echelon steckt, ist auch nicht zu vergessen. Phillip Knightely sorgt im Independent hier beispielsweise f�r den n�tigen Kontext.

blair-abhoeren.html