2004-02-19

Beraterrepublik endg�ltig am Ende

--- Das Beispiel Toll Collect zeigt es mal wieder: Die beratene Republik ist eine verratene und braucht neue Denker, so die S�ddeutsche Zeitung. Es sieht nach einem Dominoeffekt aus � und immer waren bedeutende Beraterfirmen im Spiel. Nicht lange her, da musste sich der Modernisierer von der Spitze der neuen Agentur f�r Arbeit verabschieden. Jetzt wurde der Vertrag �ber die LKW-Maut gek�ndigt, der Stuhl des Verkehrsministers wackelt. Auch hier hatten beide Seiten, Toll Collect und das Ministerium, auf den Rat von hochkar�tigen Beratern gesetzt. Alle wissen, dass sich im Lande etwas �ndern muss, aber man wei� nicht, wem man die Sache in die Hand geben soll. Da haben lange Zeit zu viele Leute mitgespielt, denen man nicht mehr trauen kann. Das sind zuallererst Roland Berger, McKinsey und ihre Beraterbranche. McKinsey hat es mit Rolf Hochhuths letzte Woche uraufgef�hrten St�ck sogar zum Titel seines Dramas �ber die Misere des heutigen Kapitalismus geschafft. ... Nicht die kreativen Stars und ihre Berater treiben Wirtschaft und Gesellschaft an, sondern nur die kompakten Teams, die ein Bewusstsein von der gesunden Arbeitsteilung zwischen den steilen �berfliegern, den loyalen Wassertr�gern, den peniblen Rechnern und den groben Ausputzern haben. Das muss nicht, wie man unter neokonservativer �gide manchmal meint, die R�ckkehr zum industriellen Neofeudalismus bedeuten. Die FTD hat den Abgesang auf die Berater dagegen anscheinend noch nicht ganz mitbekommen und rechnet erst mal noch s�uberlich vor, wer das "beste Image" unter Politikberatern hat.

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