2003-12-04

--- Viel war die letzten Tage davon zu h�ren, dass sich Schr�der im Fernen Osten nicht nur f�r den umstrittenen Verkauf von Plutoniumanlagen, sondern auch f�r die freie Meinungs�u�erung im Internet einsetzte. Interessante Hintergr�nde dazu hat Heribert Prantl in der SZ Auf dem Weg von Berlin nach Peking mutierte er vom Bundeskanzler zum Vorstandsvorsitzenden der Standort Deutschland AG und zum Lobbyisten der wehrtechnischen Industrie. Mit der Verwandlung einher ging eine seltsame Sprachsperre: Er brachte das Wort Menschenrechte in China einfach nicht mehr �ber die Lippen. Daf�r formten sich die W�rter Plutonium und Waffenexporte um so leichter. Die merkw�rdige partielle Sprachsperre l�ste sich erst in den letzten Stunden der Chinareise wieder, als er vor eher kleinem studentischen Publikum, aber vielen europ�ischen Journalisten, ein paar wenige Alibi-S�tze gegen die Verfolgung von Internet-Nutzern in China sagte � adressiert weniger an die Regierung in Peking als an die �ffentliche Meinung in Deutschland. Es war diese eine hinten drangeklebte Veranstaltung, abseits der offiziellen Gespr�che, zur gef�lligen Schlagzeilenproduktion in der Heimat.