2003-12-15

--- Nat�rlich kocht auch die Blogosph�re �ber mit Einsichten, Quersichten und Kommentaren zur Ergreifung Saddams. Der rechte Blogger Andrew Sullivan etwa hat einen Wettbewerb ausgerufen und will die �berzogensten und "mealy-mouthed statements" von Kriegsgegnern in den Medien, in der Politik und in der Aktivistenszene haben. Insgesamt haben die konservativen Blogger Oberwasser. So wartet das Portal Right Wing News bereits mit einer �bersicht �ber Kommentare aus linken Blogs auf, um die vermeintlich langen Gesichter dort vorzuf�hren. H�bsch gephotoshopt wurde dort auch:



Viele weitere Verweise beim InstaPundit. Auch von irakischen Bloggern gibt es erste Stellungnahmen, so bezeichnet The Mesopotamian, dessen Bloglayout wirklich h�bsch ist ;-), den gestrigen Freudentag als "Mutter aller Tage" nach der Rumsfeldschen "Mutter aller Bomben". Mehr zu den arabischen Reaktionen in Telepolis.

Die Zeitungen sollte man trotz all der Weblogs nicht vergessen. Auch dort heute selbstverst�ndlich alles voll von Saddam. Zitiert sei nur ein Artikel aus der S�ddeutschen, der den irakischen Diktator als das ideale Feindbild des Westens -- und seine Gefangennahme damit auch als einen Verlust -- darstellt: 13 Jahre, 4 Monate und 12 Tage lang hatte der irakische Diktator mit Bravour vor allem im Westen das ideale Feindbild abgegeben ... Er hatte einen Zwergstaat �berrannt, Tel Aviv mit Raketen beschossen und den gesamten Nahen Osten bedroht. Er hatte seine eigenen B�rger geknechtet, gefoltert und vergast, seine Schwiegers�hne hinrichten lassen und Abtr�nnige h�chstpers�nlich standrechtlich erschossen. Damit eignete er sich hervorragend f�r schlagzeilentaugliche Alliterationen � Saddam der Sadist, der Tyrann vom Tigris, der Barbar von Bagdad. ... Seine Nachfolger werden es uns nicht so leicht machen. Kim Jong Il besitzt Atomraketen, ebenso vermutlich die iranische Theokratie. Osama bin Laden ist nur der Kopf einer antimodernistischen, nicht zu fassenden Hydra, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Werte des Westens auf grausam-diffuse Weise zu negieren. Dagegen war Saddam Hussein ein durch und durch traditionell begreifbarer und bek�mpfbarer Feind.